„Never such Innocence…“

Auftakt zum Gedenkjahr 2018. Schülerinnen und Schüler stellen Projekte zum Ersten Weltkrieg vor

31. Januar 2018

Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Hattingen präsentieren ihre Projektergebnisse. (Foto: V. Hezer)

Lady Lucy French von der Organisation "Never such Innocence" im Gespräch mit Verena Effgen (Foto: V. Hezer)

Lisa und Jonas sorgten für den musikalischen Rahmen. (Foto: J. Schmidt)

Schülerinnen, Schüler und Ehrengäste folgen gebannt den Vorträgen. (Foto: J. Schmidt)

Ergebnis eines Kunstprojektes der Willy-Brandt-Gesamtschule Bottrop (Foto: V. Hezer)

Hattingen. Im Jahr 2018 erinnern wir uns an das Ende des Ersten Weltkrieges vor einhundert Jahren. Das Gedenkjahr 2018 startete in Nordrhein-Westfalen mit einer Premiere und einem besonderen Gast aus London: Am 24.01.2018 luden der Volksbund NRW, die Städtische Gesamtschule Hattingen und das Stadtarchiv Hattingen zu einer Veranstaltung ein – gemeinsam mit der englischen Wohltätigkeitsorganisation „Never Such Innocence".

„Never Such Innocence" veranstaltet seit vielen Jahren einen internationalen Wettbewerb. Junge Menschen sind aufgefordert, sich mit dem Ersten Weltkrieg auseinanderzusetzen und eigene Kunstwerke, Gedichte oder Lieder zum Thema zu erschaffen. Da bislang jedoch keine Zusammenarbeit mit Schulen und Institutionen in Deutschland zustande kam, reiste zur Auftaktveranstaltung in Hattingen die Gründerin und Geschäftsführerin der Charity, Lady Lucy French, eigens aus London an.

Mit dem Wettbewerb möchten die Charity und Lady Lucy French die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg bewahren und somit für den Frieden eintreten. Darum sei die internationale Vernetzung des Wettbewerbs so wichtig. Dass nun auch ein Kontakt nach Deutschland besteht, stuft Lady Lucy French darum als besonders bedeutend ein: Sie stellt den Tag in Hattingen auf eine Stufe mit einer Veranstaltung mit der Premierministerin Theresa May in Großbritannien. Ohnehin sind für sie die SchülerInnen die wichtigsten Personen: Obwohl in Hattingen hochrangige Gäste im Publikum saßen, konzentrierte sie sich auf die SchülerInnen, die Projektarbeiten zum Thema vorstellten.

Einige dieser Projektergebnisse seien sogar schon reif für den Wettbewerb, der Meinung war nicht nur Lady Lucy French. Zum Beispiel die großformatigen Bilder eines internationalen Kunstprojekts der Willy-Brandt-Gesamtschule Bottrop, die zur Veranstaltung ausgestellt wurden, oder die musikalischen Beiträge der Hattinger SchülerInnen Luisa und Jonas. Ebenso beeindruckt waren alle Anwesenden vom Projekt des Geschichtskurses der Städtischen Gesamtschule Hattingen. Die SchülerInnen präsentierten die Ergebnisse ihrer Forschung, die sie gemeinsam mit dem Stadtarchivar Herrn Weiß und ihrem Lehrer Veysel Hezer erarbeitet hatten. Sie hatten die Biografien von 70 Hattinger Bürgern recherchiert, die fast zeitgleich am 10. November 1914 in Belgien umkamen.

Sowohl die konkreten Schulprojekte als auch der Wettbewerb von „Never Such Innocence" sorgten in der anschließenden Gesprächsrunde für viele kreative Ideen und angeregte Diskussionen. Nicht nur die externen Gäste, sondern auch die SchülerInnen zogen als Botschafter für den Wettbewerb aus. Nachdem die Charity sich zunächst vergeblich um einen Kontakt nach Deutschland bemüht hatte, wurde in Hattingen der Grundstein gelegt für eine positive Zusammenarbeit zwischen „Never Such Innocence", dem Volksbund und den Schulen in Deutschland. Nähere Informationen zum Wettbewerb und zur Charity „Never Such Innocence" im Internet: http://neversuchinnocence.com/

Jana Moers

 Infos zum Schülerwettbewerb

 

 

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