Workcamp "Zwischen Wolgawogen und Westfälischer Bucht"

Russische und deutsche Jugendlichen reisen nun gemeinsam nach OWL

16. August 2017

Jugendliche aus Gütersloh und anderen Teilen Deutschlands reisten in das nordwestliche Russland, nach Rshew, um an einer deutsch-russischen Jugendbegegnung teilzunehmen.

In der im Zweiten Weltkrieg stark umkämpften russischen Stadt an der Wolga, wurden die deutschen Gäste herzlich von den russischen Teilnehmern traditionell mit Brot und Salz empfangen.

Das Camp findet bereits seit 20 Jahren regelmäßig in Rshew und seiner Partnerstadt Gütersloh in Deutschland statt und ermöglichte so bereits über 400 Jugendlichen aus beiden Städten einen Austausch zwischen den Kulturen.


In Rshew arbeiteten die Jugendlichen auf dem sowjetischen und deutschen Soldatenfriedhof, dem sogenannten Friedenspark, besuchten Museen, Ausstellungen und Denkmäler und setzten sich so mit dem Zweiten Weltkrieg und seiner Gefallenen auseinander. Über den Gräbern von deutschen und sowjetischen Soldaten fand eine Annäherung zwischen den Teilnehmern statt, die sich auch mit den Einzelschicksalen im Weltkriege beschäftigten. Die Jugendlichen begingen nachdenklich die Trauerfeier auf beiden Friedhöfen und gedachten den Gefallenen beider Seiten. Ihre gemeinsame Freizeit an der Wolga verbrachten die Jugendlichen, im Alter von 15 und 22, bei Sport und Spielen, Singen und Lagerfeuer. Die russischen Gastgeber luden die deutschen Teilnehmer in die Familien nach Hause zum Essen und in die Banja ein. Neben gutem russischen Essen und köstlichen Wassermelonen, lernten sich die Teilnehmer aus beiden Ländern besser kennen, erhielten Einblicke in die russische Sprache, Kultur und Traditionen und setzten somit das seit zwei Jahrzehnten erfolgreiche deutsch-russische Programm fort.


Nach den gemeinsamen Tagen an der Wolga, geht es in die russische Metropole Moskau und von dort nach Gütersloh an der Dalke, wo die deutschen Jugendlichen ihre neuen russischen Freunde einladen werden, an der deutschen Kultur und Geschichte teilzunehmen. Von der Wolga, über die Moskva bis zur Dalke in Westfalen, alle Teilnehmer des 14. deutsch-russischen Workcamps bauen gemeinsam an der Brücke der Freundschaft und Versöhnung zwischen beiden Ländern.

Text und Bilder: Nina Janz



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