Gemeinsamer Kriegsgräbereinsatz im Elsass

1. August 2014

Reservisten aus Südwestfalen und Soldaten aus den Standorten Erndtebrück, Brakel, Aurich und Lahnstein beim gemeinsamen Kriegsgräbereinsatz.

Die Kreisgruppe Südwestfalen des Verbandes der Reservisten führte in Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge einen Arbeitseinsatz auf der deutschen Kriegsgräberstätte Niederbronn-les-Bains im nördlichen Elsass durch. Unterstützt wurden die Reservisten durch aktive Soldaten der Einsatzunterstützungsstaffel 22 aus den Standorten Erndtebrück, Aurich-Brockzetel und Brakel-Auenhausen. Zusätzlich nahm an dem Einsatz ein aktiver Soldat aus dem Führungsunterstützungsbataillon 283 in Lahnstein teil. Der Einsatz stand unter dem Kommando des Volksbund-Geschäftsführer für das Wittgensteiner Land Hauptfeldwebel Erhard Lauber, selbst aktiver Soldat am Standort Erndtebrück.

Auf dem Friedhof im elsässischen Bad Niederbronn sind 50 Jahre nach der Fertigstellung der Anlage die Grabsteine verwittert und es haben sich Risse gebildet. Ein Großteil der Inschriften ist nicht mehr lesbar. So ist es vorgesehen, die vorhandenen ca. 4040 Grabzeichen aus Sandstein in den Jahren 2012 bis 2016 blockweise gegen neue Granit-Grabsteine auszutauschen.

Zu den Aufgaben der 2 Reservisten und 5 aktiven Soldaten gehörten daher die Entfernung der alten Grabkreuze und die Vorbereitung für die Neusetzung auf der Kriegsgräberstätte. Insgesamt wurden durch das 7-köpfige Arbeitskommando 452 Grabkreuze entfernt. Zur Vorbereitung für die Setzung der neuen Grabkreuze wurden insgesamt 466 Gruben ausgehoben und diese anschließend mit Kies zur Vorbereitung der Setzung der neuen Grabkreuze vorbereitet.

Neben dem Arbeitseinsatz wurde ein Tagesausflug in die Europametropole Straßburg durchgeführt. Zu den Höhenpunkten zählte auch ein Besuch der Zitadelle in Bitche und ein traditionelles Flammkuchenessen in Pfaffenbronn.

Während des Einsatzes wurde der Friedhof von Besuchern aus Deutschland besucht, die in Niederbronn-les-Bains das Grab eines ihrer Angehörigen besuchen wollten, aber auch von vielen Franzosen. Alle Besucher lobten und würdigten das besondere Engagement der Bundeswehrangehörigen.

Untergebracht waren die fleißigen Helfer in einem Lager auf dem Truppenübungsplatz der französischen Armee im lothringischen Bitche.

Zum Gedenken legten die Soldaten und Reservisten während ihres Einsatzes einen Kranz für die dort bestatteten Kriegstoten nieder und gedachten auch der gefallenen Bundeswehrsoldaten.

 

Text:   Erhard Lauber
Fotos: Erhard Lauber

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