Kreuztaler Reservisten übernehmen die Patenschaft über zwei Kriegsgräberstätten ihrer Heimatstadt

13. Mai 2014

Am 05.05.2014 übertrug der Kreuztaler Bürgermeister und Ortsvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (VDK), Herr Walter Kiß, die Patenschaft über die Gräber von deutschen Kriegstoten auf dem Friedhof in Kreuztal-Littfeld und über die Gräberstätte von sowjetischen und polnischen Opfern der Gewaltherrschaft in Kreuztal-Eichen an die Reservistenkameradschaft Kreuztal.

In einer kleinen Zeremonie am Gräberfeld in Kreuztal-Eichen übernahm OFw d.R. Koch, stellvertretend für den leider erkrankten 1.Vorsitzenden, Herrn Gefr. d.R. Fritz Knipp, die dazugehörige Patenschaftsurkunde, in der es heißt (Zitat): „Mit dieser Patenschaft setzt die Reservistenkameradschaft ein Zeichen gegen das Vergessen. Sie unterstützt aktiv die Stadt Kreuztal bei der Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber, kümmert sich um das würdige Aussehen der Anlagen und beteiligt sich an Gedenkveranstaltungen, vor allem zum Volkstrauertag. Mit diesen Aktivitäten leistet die Reservistenkameradschaft auch einen wichtigen Beitrag für eine zeitgemäße Erinnerungs- und Gedenkkultur: Erinnerung ist Wachsamkeit für die Zukunft.

In einer kleinen Ansprache betonte Bürgermeister Kiß die gute Zusammenarbeit mit der ortsansässigen Reservistenkameradschaft und dankte den Reservisten für deren ehrenamtliches Engagement, das Anliegen der Stadt, die Kriegsgräberstätten in einem angemessenen Pflegezustand als Mahnmale zu erhalten, durch entsprechende Pflegearbeiten über das Jahr zu unterstützen. Hierfür ist diese Patenschaft die entsprechende Willensbekundung der Reservistenkameradschaft. Gilt es doch auch in Kreuztal durch gepflegte Kriegsgräberstätten dafür Sorge zu tragen, dass weltweit das Schicksal deutscher und ausländischer Kriegsopfer nicht in Vergessenheit gerät.

Wolfgang Held, Referent der Landesgeschäftsstelle NRW des VDK, betonte in einer kurzen Rede, dass „die Reservistenkameradschaft mit der Übernahme dieser Patenschaft ein aktives Zeichen gegen das Vergessen setzt und eine Brücke von deutschen Kriegstoten zu den Opfern der einstigen Sowjetunion und Polens schlägt“.

Bei dieser Patenschaftsübergabe weiterhin anwesend waren weitere Reservisten der Kameradschaft, Angehörige des Bürgermeisteramtes, OTL a.D. Rolf Koos in seiner Funktion als Reservistenbeauftragter des VDK sowie den Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V.(VdRBw e.V.) vertretend der Geschäftsführer des Bezirksverbandes Arnsberg, Herr Hallmann, sowie die Geschäftsführerin des Kreisverbandes Südwestfalen, Frau Reinschmidt.

In einer folgenden Gesprächsrunde berichtete dann OFw d.R. Koch darüber, dass auf der Kriegsgräberstätte in Littfeld (13 Gräber deutscher Kriegsopfer beider Weltkriege) bereits die erforderlichen Arbeiten wie das Zurückschneiden der Bepflanzung, das Entfernen des Unkrautes und das Reinigen der Grabkreuze geschafft sind. Es sollen noch die Inschriften wieder leserlich gemacht werden.

Der Schwerpunkt liegt jetzt auf den erforderlichen Arbeiten auf dem Gräberfeld in Eichen.  Auf diesem Gräberfeld ruhen 28 polnische und russische Bürgerinnen und Bürger, die als Zwangsarbeiter in mehreren Betrieben im Raume Kreuztal Opfer des nationalsozialistischen Terrors wurden. Ihr Tod sei uns Mahnung und Verpflichtung zum Frieden. So heißt es auf einer Gedenktafel am Ehrenmal.

Auf dem Gräberfeld soll der bestehend Bodendecker und vorhandenes Buschwerk entfernt werden und das Feld durch pflegeleichte Pflanzen neu bedeckt werden. Das Ehrenmal soll einen neuen schwarzen Anstrich erhalten.

Gegenüber Koos erwähnte Koch noch, das sich wohl acht bis zehn Reservisten der Kameradschaft ehrenamtlich an den erforderlichen Arbeitseinsätzen beteiligen werden und, wenn alles gerichtet ist, etwa drei Einsätze pro Jahr für Pflege – und Instandhaltungsarbeiten eingeplant sind. 

Alle Anwesenden waren einstimmig der Meinung, dass hier durch die RK Kreuztal eine äußerst sinnvolle Patenschaft zum Nutzen der Stadt Kreuztal und der Ziele der Kriegsgräberfürsorge des VDK ins Leben gerufen wurde entsprechend seines Leitsatzes: „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden und Gegen das Vergessen.“      

 

Text:   Rolf Koos
Fotos: Rolf Koos

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