Landrat würdigt acht aktive Soldaten und Reservisten für ihren freiwilligen Einsatz für Gedenkstätte in Rumänien

12. Mai 2014

Landrat Friedhelm Spieker in seiner Funktion als Vorsitzender des VDK-Kreisverbandes Höxter (4. von links) und Oberst der Reserve Karl-Heinz Schwarze (rechts) nahmen die Auszeichnungen für den freiwilligen Arbeitseinsatz auf der Gedenkstätte im rumänischen Braila vor. Geehrt wurden (von links): Obergefreiter der Reserve Franz Schmidt, Unteroffizier der Reserve Joachim Kurzen, Stabsunteroffizier Kai Helwig, Oberstabsgefreiter Felix Niggemeier, Oberfeldwebel Alexander Günther, Stabsfeldwebel Werner Dürdoth, Stabsunteroffizier Erik Wolf und in Abwesenheit Obergefreiter der Reserve Alfred Kessler

Mit den großen Gräberfeldern der Soldatenfriedhöfe im In- und Ausland erinnert der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VdK) an die Folgen von Krieg und Gewalt. Für ihren freiwilligen Arbeitseinsatz zum Erhalt einer Gedenkstätte in Rumänien wurden im Kreishaus acht aktive Soldaten und Reservisten der Bundeswehr aus dem Kreis Höxter von Landrat Friedhelm Spieker geehrt.

„Die Gedenkkultur ist ein wichtiger Teil der Friedensarbeit“, sagte der Landrat bei der Überreichung der Urkunden. In seiner Funktion als Vorsitzender des VdK-Kreisverbandes Höxter würdigte er das Engagement der Soldaten des Abgesetzten Technischen Zuges 242 Brakel-Auenhausen und der Reservisten der Kreisgruppe Höxter-Paderborn, die im Rahmen eines zweiwöchigen freiwilligen Arbeitseinsatzes gemeinsam mit neun rumänischen Soldaten auf der deutschen Kriegsgräberstätte im rumänischen Braila landschaftspflegerische Maßnahmen und Sanierungsarbeiten durchgeführt hatten. Auf dem 1984 fertiggestellten Soldatenfriedhof liegen 1.277 Gefallene des ersten und 82 Gefallene des zweiten Weltkrieges.

Mit einer Urkunde geehrt wurden Stabsfeldwebel Werner Dürdoth, Oberfeldwebel Alexander Günther, Stabsunteroffizier Erik Wolf, Stabsunteroffizier Kai Helwig, Oberstabsgefreiter Felix Niggemeier, Unteroffizier der Reserve Joachim Kurzen, Obergefreiter der Reserve Franz Schmidt und Obergefreiter der Reserve Alfred Kessler.

Bereits zum fünften Mal hatte Stabsunteroffizier Kai Helwig einen freiwilligen Arbeitseinsatz zum Erhalt von Kriegsgräberstätten im Ausland absolviert. Dafür verlieh ihm Landrat Spieker die Ehrennadel des VdK in Bronze.

Auch die Verdienste von Stabsfeldwebel Werner Dürdoth, der als Gruppenführer schon seit 1991 eine ganze Reihe von Arbeitseinsätzen freiwilliger Kräfte geführt hat, wurden mit einer besonderen Auszeichnung gewürdigt. Oberst der Reserve Karl-Heinz Schwarze vom Reservistenverband, Bezirksgruppe Detmold, verlieh ihm ebenfalls eine Ehrennadel in Bronze.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. pflegt im Auftrag der Bundesregierung die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland. Zurzeit befinden sich 832 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten mit etwa 2,6 Millionen Gräbern in seiner Obhut. Unter dem Leitwort „Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden“ organisiert der Volksbund auch Jugendbegegnungen, bei denen jedes Jahr Tausende junger Menschen aus ganz Europa zusammen kommen.

„Die internationale Zusammenarbeit bei den Arbeitseinsätzen des Volksbundes trägt zur Völkerverständigung bei“, betonte der Landrat. Die Gruppe aus Höxter war während des zweiwöchigen Einsatzes in der Kaserne der rumänischen Armee in Braila untergebracht, das 2.200 Kilometer von Höxter entfernt liegt. Bei Ausflügen an die Donau und zu den Sehenswürdigkeiten der 200.000-Einwohnerstadt brachten die rumänischen Soldaten den freiwilligen Helfer aus Deutschland ihre Kultur sowie Land und Leute näher.

 

Text und Foto: Pressestelle Kreis Höxter

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