Rund um den Tumulus - Arbeit und Erfahrungsaustausch

3. Juli 2015

Am 09. Juni rappelte der Wecker zu einer ungewohnten Stunde, 04.00 Uhr.

In Fahrgemeinschaften ging es nach UNNA, dort wurde gemeinsam gefrühstückt und gegen 07.30 Uhr begann die lange Fahrt nach Frankreich. CHERBOURG in der Normandie war das Ziel, 875 Km lagen vor uns.

2 aktive Soldaten aus der 5./LogBtl 7, 2 Förderer und 6 Reservisten aus der Reservistenkameradschaft WERDOHL-NEUENRADE bildeten die Teilnehmergruppe.

Aufgrund der terroristischen Anschläge Mitte Januar 2015 in Frankreich und Belgien sowie fortlaufender polizeilicher Aktionen gab es für beide Länder ein Uniformtrageverbot. Nur auf der Fahrt von CHERBOURG nach La Cambe und während des Einsatzes  auf dem Soldatenfriedhof trugen wir Uniform.

Die Unterbringung in der Marineschule übertraf unsere Erwartungen. Einzelzimmer und Alkohol- und Grillverbot !

Den „Deutschen Soldatenfriedhof La Cambe“ erreichen wir am Dienstagmorgen gegen 09.00 Uhr.

Von der Abfahrt der Schnellstraße fahren wir durch den „Friedenswald“, 1.200 Ahornbäume stimmen uns ein. Das moderne Empfangsgebäude mit Dokumentationszentrum beeindruckt uns.

Verantwortlich für die Anlage ist Frau Wieder mit Ihrem Team. Sie werden wir an 8 Tagen tatkräftig unterstützen. Die beeindruckende Anlage wurde uns bei einer Führung näher gebracht.

Mit Wassereimer, Wurzelbürste und einer Zahnbürste ausgestattet beginnen wir die liegenden Keramikplatten zu reinigen.

Gelegentlich werden einzelne zum Harken gebeten. Der Sturm über 3 Tage reißt armdicke morsche Äste aus den Bäumen und lässt Blattbüschel im Gras zurück.

Aber unsere Leistung überzeugt den Wettergott! Der Sturm lässt nach, es bleibt auch in der 2. Woche trocken.

Am Wochenende geht die Fahrt nach CAEN. Die Rückreise beginnt an der SWORD-BEACH. Denkmäler, Souvenirshops, Museen, Kanonen, Bunker, Panzer, Flugzeuge, 360° Kino, begleiten uns an beiden Tagen. Der Anblick von künstlichen 70 Jahre alten „Anlegern“ bei ARROMANCHES, die Klippen von Pointe du Hoc werden wir nicht vergessen.

Die Grillpakete der Küche halfen uns über den Tag. Am späten Abend besichtigten wir noch die alte Bergfestigung in CHERBOURG, die einen großartigen Blick auf die riesigen Hafenanlagen zuließen.

Der amerikanische Soldatenfriedhof an der OMAHA-BEACH versetzte uns ins Staunen. Die Lage, Gestaltung des Grabfeldes, der Empfangsraum und die Skulptur vor den Kolonaden zeigen, dass mit viel Geld viel gemacht werden kann.

Unsere schlichten Anlagen erreichen den gleichen Zweck: „ Erinnerung ermöglichen, gemeinsam allen Gefallenen zu gedenken und ein vereintes Europa anzustreben“.

Die Gedanken und das Kopfkino begannen zu laufen wenn auf der zu putzenden Platte Jahrgänge verzeichnet sind, die verdeutlichen, dass junge Männer, teilweise unter 18 Jahren gefallen waren.

Die älteren Teilnehmer hatten die Vorstellung, ihre Enkel könnten dort die letzte Ruhe gefunden haben.

Aus der Vergangenheit zu lernen und Frieden zu bewahren ist die Hoffnung aller Teilnehmer!

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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