Volksbund sammelt Spenden „Kriegsgräber sind näher gerückt“

16. November 2016

Bereit für die Straßensammlung des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge: (v.l.) Wolfgang Schodry, Claudia Klug, Gerd Richter und Herbert Hamann

OER-ERKENSCHWICK Die Toten mahnen die Lebenden, die Vergangenheit nicht zu vergessen. So sammelt an einem verregneten Dienstagvormittag der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Spenden in der Stimbergstadt.
Claudia Klug, Kreisorganisationsleiterin des Verbandes der Reservisten der Bundeswehr, gibt zu bedenken: „Wir blenden aus, dass auch jetzt Soldaten in Kriegsgebieten kämpfen, dass wir jetzt Verluste zu beklagen haben. Kriegsgräber sind näher gerückt.“ Claudia Klug, Gerd Richter (Reservisten-Kreisvorsitzender), Wolfgang Schodry (Oberstleutnant der Reserve) und der stellvertretende Bürgermeister Herbert Hamann führten die Straßensammlung durch. Die Spendengelder werden verwendet für Ausbau und Instandsetzung von Kriegsgräberstätten und die Unterstützung der Jugendarbeit.

Erst vor Kurzem waren zehn Reservisten im französischen Bourdon, um einen Friedhof instand zu setzen. 71 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges suchen auch Oer-Erkenschwicker noch nach Angehörigen. „Im vergangenen Jahr konnten wir einer Oer-Erkenschwickerin helfen, das Grab ihres Vaters in Russland zu finden“, erzählt Gerd Richter. Einen Ort für die Trauer zu finden, gebe dieser Generation viel.

Text: Claudia Klug
Foto: Regine Klein

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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