Hinweise / Ansprechpartner

  

Anreiseinformation:

 

Die genaue Adresse der Gräber- und Gedenkstätte Riga-Bikernieki lautet: Bikernieku iela 1001 Riga, Lettland. GEO-Daten: 56°57'52.12"N, 24°12'42.28"E.

 

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Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
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Ihr Ansprechpartner im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. für das Deutsche Riga-Komitee ist

Herr
Thomas Rey M.A.
Tel.: +49 (0)30 / 230936-47
Fax: +49 (0)30 / 230936-99
Email: info(at)riga-komitee.de

  

 
Alexander Bergmann gestorben

Alexander (Sascha) Bergmann, geboren am 30. Mai 1925, verstarb am 12. Januar 2016 gegen 11.00 Uhr in einem Rigaer Krankenhaus.

Alexander Bergmann überlebte in jungen Jahren den Nazi-Terror im Ghetto von Riga und in den Konzentrationslagern Kaiserwald (Riga), Stutthof bei Danzig und Buchenwald, Außenlager Magdeburg. Seine Eltern und sein jüngerer Bruder sowie zahllose Verwandte wurden von den Nazis 1941 und 1944 im Wald von Rumbula bei Riga ermordet.

Seit 1993 war Alexander Bergmann Vorsitzender des Vereins der ehemaligen jüdischen Ghetto- und KZ-Häftlinge Lettlands (LEGU). Er war der energische und unermüdliche Sprecher der jahrzehntelang vergessenen und gedemütigten Holocaust-Überlebenden in Lettland, Litauen und Estland. Mit seinem untrüglichen Gerechtigkeitssinn und seiner menschlichen Überzeugungskraft gewann er Unterstützer- und Freundeskreise u.a. in Berlin, Bremen, Freiburg, Göttingen, Hamburg, Leipzig und Münster. Er suchte und fand politische Verbündete für eine würdige „Entschädigung“ der Holocaust-Überlebenden im Baltikum, die Ende 1997 durchgesetzt wurde.

Tausende Menschen aus Deutschland erlebten Alexander Bergmann als eindringlichen Zeitzeugen und authentischen Botschafter wider das Vergessen und die Unmenschlichkeit. Nicht zuletzt die Besuchergruppen aus Städten des Riga-Komitees werden die Begegnung mit diesem klugen, großartigen und humorvollen Menschen nicht vergessen.

Alexander Bergmann hat sich um die Gemeinschaft der ehemaligen jüdischen Ghetto- und KZ-Häftlinge Lettlands, um die lettische Demokratie sowie um die Erinnerungskultur in Deutschland und um ein zusammenwachsendes, friedliches Europa in hohem Maße verdient gemacht. Er war Träger des „Drei-Sterne-Ordens“ des lettischen Staatspräsidenten.

  

 
Neues Video in Mediathek: "Der Zukunft ein Gedächtnis - Erinnerung an das Ghetto von Riga"

Im Jahr 2000 gründete sich das Riga-Komitee, ein mittlerweile von 54 Städten – darunter mehr als 20 aus Westfalen - getragener Zusammenschluss von Orten, aus denen Menschen nach Riga deportiert worden sind. Hier hatten 1941 bis 1944 deutsche SS-Männer und ihre einheimischen Helfer ca. 35.000 Menschen erschossen und verscharrt.

2001 wurde im Wald von Bikernieki, am Stadtrand von Riga, eine Gedenkstätte eingeweiht. Der Volksbund errichtete in Zusammenarbeit mit seiner lettischen Partnerorganisation, dem Brüderfriedhöfekomitee, und der Stadtverwaltung Riga den Opfern diese würdige Gräber- und Gedenkstätte. Der Zentralrat der Juden in Deutschland, die Stadtverwaltung Riga sowie die in Wien bereits noch im vorigen Jahrhundert gegründete „Initiative Riga“ unterstützten das Projekt.

In der Gedenkstätte veranstaltet der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) heute regelmäßig Workcamps mit deutschen und lettischen Jugendlichen. All das wird in diesem Film dokumentiert, den der Volksbund mit freundlicher Genehmigung des Regisseurs in seiner Mediathek zeigen darf.

http://www.volksbund.de/mediathek/video.html

 

 
Ing. Erich Herzl in Wien verstorben

Erst gestern (18.6.) erreichte den Volksbund die Nachricht, dass Ingenieur Erich Herzl am 10. Juni 2013 im Alter von 93 Jahren verstorben ist. Bis zuletzt hatte er seine Schaffenskraft dem Nichtvergessen und Erinnern an den Holocaust gewidmet. Er selbst konnte im Januar 1939 nach England emigrieren. Seine Eltern wurden mit 10.000 anderen Wiener Juden im Jahre 1941 nach Riga deportiert, wo sie im dortigen Konzentrationslager den Tod fanden. Herzl kehrte 1947 aus der Emigration zurück und zählte zu den Mitbegründern der „Initiative Riga" in Wien, die sich für das Gedenken an den Holocaust der Wiener Juden in Riga stark machte.

Über viele Jahre hinweg hat er sich als Unterstützer und Förderer für die Gräber- und Gedenkstätte in Riga-Bikernieki eingesetzt. Zutiefst bewegt durfte er im November 2001 die Einweihung dieses Mahnmales miterleben. Für seine engagierte Erinnerungsarbeit hat Ing. Herzl 1990 die Prof. Julius Tandler-Medaille der Stadt Wien in Silber „in Anerkennung und Würdigung seiner uneigennützigen und aufopfernden Tätigkeit um das Wohl der Mitmenschen" verliehen bekommen.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

 

 

 

Gedenkbuch des Bundesarchivs 

An dieser Stelle sei auch auf das Gedenkbuch des Bundesarchivs für die Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung in Deutschland (1933-1945) verwiesen.

Im Namenverzeichnis ist mittels einer an unterschiedliche Kriterien anzupassenden Suchmaske eine zielsichere Suche nach von der nationalsozialistischen Judenverfolgung betroffenen Personen möglich.

Zur Onlineversion des Gedenkbuches http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/

Es empfiehlt sich hier zunächst die Einleitung zur Onlineversion des Gedenkbuches zu lesen.

 

Buch zum Jahrestag der Deportationen aus dem Vest Recklinghausen

                     

Georg Möllers, Jürgen Pohl, Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Recklinghausen (Hrsg.)

Abgemeldet nach "unbekannt" 1942
Die Deportation der Juden aus dem Vest Recklinghausen nach Riga

190 Seiten, Abb., 14,95 €

ISBN: 978-3-8375-0872-7

"Vest Recklinghausen" bezeichnet den ehemals kurkölnischen Teil des Münsterlandes.
„Nach unbekannt" lautete der bürokratische Eintrag in den Abmeldeunterlagen der Kommunen, als Menschen jüdischen Glaubens aus Recklinghausen und anderen Städten des Vestes im Januar 1942 deportiert wurden. Unbekannt war auch den Verschleppten das Ziel, als sie den Deportationszug bestiegen, der Dortmund am 27. Januar in Richtung Riga verließ. Unbekannt sollte nach dem Willen der Täter ihr Schicksal auch über ihren Tod hinaus bleiben. Der brutale national-sozialistische Vernichtungswillen zielte auf die Vernichtung jeder Erinnerung an die Existenz jüdischen Lebens. Das Buch erinnert an die betroffenen Familien und gibt den Opfern ein Gesicht. Die Autoren beginnen ihre Spurensuche in den Recklinghäuser „Judenhäusern" und folgen dem Bahntransport der vestischen Juden nach Riga. Sie schildern den meist vergeblichen Überlebenskampf im Ghetto, in den Konzentrationslagern rund um Riga und später im KZ Stutthof bei Danzig. Abschließend berichten sie von der Befreiung von der NS-Diktatur und dem Neubeginn jüdischen Lebens im Vest Recklinghausen durch die wenigen Riga-Überlebenden.

Die Christlich-Jüdische Gesellschaft hat zum 71. Jahrestag der Deportation der Juden aus Recklinghausen dieses Buch am 24. Januar 2013 herausgegeben.

 

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