Ahaus

Die Stadt Ahaus trat am Mittwoch, dem 2. Dezember 2015, offiziell als 54. Mitgliedsstadt dem Deutschen Riga-Komitee bei.

Ansprechpartner der Stadt Ahaus für das Riga-Komitee ist

 

Herr Fabian Wellers
Stadt Ahaus
Büro der Bürgermeisterin
Rathausplatz 1
48683 Ahaus
Tel.: + 49 (0)2561 / 72-111
Fax: + 49 (0)2561 / 72-81 111
Email: f.wellers(at)ahaus.de

 

Ahaus ist offiziell Mitglied im Deutschen Riga-Komitee

Bürgermeisterin Karola Voß unterzeichnete im Ratssaal der Stadt die Beitrittsurkunde. Etwa 60 Gäste waren zur Feierstunde am 2. Dezember gekommen, darunter Regierungspräsident Professor Dr. Reinhard Klenke und Jens Effkemann vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Lehrer und Schüler der weiterführenden Ahauser Schulen sowie Vertreter des Arbeitskreises Ahauser Geschichte und des Stadtrats.

In den Jahren 1941/42 wurden deutsche, österreichische und tschechische Menschen jüdischen Glaubens aus dem ehemaligen Deutschen Reich – insgesamt mehr als 25.000 Menschen – in das Ghetto von Riga deportiert. Dort, oder in den Wäldern von Bikernieki, teilweise auch in den Wäldern bei Rumbula, wurden diese Menschen ermordet.

Zu den Deportierten gehörten auch 22 Ahauserinnen und Ahauser. Mit den Geschwisterpaaren Marga und Helga-Miriam Cohen sowie Ilse und Marianne de Jong haben nur vier von ihnen dieses Grauen überlebt.

Aus Ahaus nach Riga deportiert und ermordet wurden der Witwer Moritz Cohen mit seiner Schwester Frieda und seinem Sohn Ernst, Irma Gottschalk mit ihrem Sohn Ernst-Josef und ihren Eltern Adolf und Billa Kahn, das Ehepaar Moses und Else de Jong, Felix Schlösser mit seiner Ehefrau Erna und den Söhnen Leo und Bernhard, Rudolf und Emmy Schlösser mit ihrem Sohn Max, Dr. Max Schlösser und seine Ehefrau Emma.

 

Wegbereiter und Unterzeichner der Urkunde (v. l.):
Marlen Bröker, Luisa Bergemann, Lena Werner (drei ehemalige Schülerinnen der Anne-Frank-Realschule Ahaus), Hermann Löhring (Lehrer der Anne-Frank-Realschule und Mitglied des VHS-Arbeitskreises), Dr. Patrick Spell (Lehrer am Alexander-Hegius-Gymnasium Ahaus und Mitglied des VHS-Arbeitskreises), Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke, Bürgermeisterin Karola Voß, Historikerin Ingeborg Höting (Leiterin des VHS-Arbeitskreises)

 

Der Rat der Stadt Ahaus hatte sich 2014 auf Anregung des VHS-Arbeitskreises „Ahauser Geschichte 1933-1945“, der Anne-Frank-Realschule und des Alexander-Hegius-Gymnasiums einstimmig dafür ausgesprochen, dem Riga-Komitee beizutreten. Das Komitee wurde vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge initiiert. Es will dazu beitragen, zu informieren und niemals zu vergessen. Ausgehend von der Wieder-Instandsetzung der Gedenkstätte im Wald von Riga-Bikernieki am Anfang dieses Jahrtausends, hat sich zwischen den Städten des Komitees eine sehr lebendige Erinnerungs- und Gedenkkultur etabliert.

 

 

 

 

 

 

 

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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