Marburg

 

Die Stadt Marburg trat am Dienstag, dem 4. September 2012, offiziell als 41. Mitgliedsstadt dem Deutschen Riga-Komitee bei.

Ansprechpartner der Universitätsstadt Marburg für das Riga-Komitee ist

 

Herr Dieter Finger
Magistrat der Universitätsstadt Marburg
Barfüßerstraße 50
35037 Marburg
Tel.: + 49 (0)6421 / 201 381
Fax: + 49 (0)6421 / 201 300

Email: dieter.finger(at)marburg-stadt.de

 

Vertreter der Stadt nahmen vom 2. - 4. November 2012 am Ersten Symposium des Deutschen Riga-Komitees in Magdeburg teil.

Beitritt zum Riga-Komitee

Zum Gedenken an die von Marburg aus nach Riga deportierten und dort ermordeten Menschen jüdischen Glaubens hatte der Magistrat der Universitätsstadt Marburg am 06. Februar 2012 beschlossen, dem Riga-Komitee beizutreten. Die Marburger Geschichtswerkstatt hatte diesen Beitritt angeregt.

Die offizielle und feierliche Unterzeichnung der Beitrittsurkunde fand am Dienstag, dem 04. September 2012 im Historischen Saal des Marburger Rathauses statt.

Oberbürgermeister Vaupel begrüßte die anwesenden Gäste mit den Worten:"Ich verneige mich vor den Toten!" Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Löwer bekräftige noch einmal diese Worte. Stark gerührt erinnerte er an das Leid, das den Marburger Mitbürgern jüdischen Glaubens widerfahren ist.

Auch Karl Starzacher, Vorsitzender des Landesverbandes Hessen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V, verwies darauf, dass der Beitrag zur Gedenkstättenpflege im Wald von Bikernieki in Riga den Opfern ihre Identität zwar nicht zurückgebe, das Leid nicht ungeschehen machen könne. Dieser Ort würde aber die Dimension des Leides zumindest veranschaulichen und die Universitätsstadt Marburg mit ihrer finanziellen Unterstützung einen wichtigen Beitrag gegen das Vergessen leisten.

(Ansprache von Karl Starzacher im Rathaussaal als Podcast unter

http://www.das-marburger.de/2012/09/wurdige-feierstunde-zum-beitritt-von-marburg-zum-riga-komitee/#t=00:00)

Nach dem abschließenden Bild- und Videovortrag von Walter Bernsdorff von der Geschichtswerkstatt Marburg e. V. über seinen Besuch im August 2012 in der Gedenkstätte, unterzeichneten Oberbürgermeister Egon Vaupel und Karl Starzacher die Beitrittsurkunden.

"Wir leben in einer Demokratie!", schloss das Marburger Stadtoberhaupt die Veranstaltung. "Für diese Freiheit müssen wir jeden Tag kämpfen. Vergessen bedeutet den ersten Schritt in die Unfreiheit!" 

 

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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