Moers

 

Die Stadt Moers trat am Dienstag, dem 4. Oktober 2011, als 40. Mitgliedsstadt offiziell dem Deutschen Riga-Komitee bei.

Ansprechpartnerin der Stadt Moers für das Riga-Komitee ist

Frau Michaela Sämisch
Büro des Bürgermeisters
Rathausplatz 1
47441 Moers
Tel.: +49 (0)2841 / 201206
Email: michaela.saemisch(at)moers.de

 

Vertreter der Stadt nahmen vom 2. - 4. November 2012 am Ersten Symposium des Deutschen Riga-Komitees in Magdeburg teil.

Stadt Moers ist Mitglied im Deutschen Riga-Komitee

Durch die gute Idee eines Bürgers ist die Stadt Moers Mitglied im Deutschen Riga-Komitee. Regierungspräsidentin Anne Lütkes als Bezirksvorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat die Urkunde am Dienstag, 4. Oktober 2011, an Bürgermeister Norbert Ballhaus im Martinstift der Moerser Musikschule übergeben. Über 25.000 deutsche Juden wurden in den Jahren 1941/42 nach Riga (Lettland) deportiert und in ihrer überwiegenden Zahl im Wald von Bikernieki ermordet . Darunter befanden sich auch zahlreiche Moerser Juden. Wilhelm Zunker aus Moers hatte im Rahmen eines Bürgerantrages auf das wichtige Projekt hingewiesen.

 

Moers pflegt „Erinnerungskultur"

Bürgermeister Ballhaus würdigte die Wichtigkeit des Riga-Komitees und erläuterte die Moerser „Erinnerungskultur". Zahlreiche Institutionen, Vereine und Einzelpersonen wie der Autor Dr. Bernhard Schmidt setzen sich mit den Verbrechen der Nationalsozialisten kontinuierlich auseinander. „Wir werden die Vergangenheit nicht vergessen", versprach Ballhaus. Regierungspräsidentin Lütkes dankte den Beteiligten dafür, dass sich „die Stadt der Erinnerung stellt". „Ihre Unterschrift ist von hoher Bedeutung". Die Regierungspräsidentin bemerkte kritisch, dass trotz der Gründung des Komitees im Jahr 2000 noch relativ wenige Kommunen Mitglied sind.

Sponsoren haben Beitritt möglich gemacht

Für die Aufnahme zum Komitee hatte die Stadt Moers einen Beitrag in Höhe von 2.000 Euro zu entrichten. Der Beitritt ist durch Sponsoren möglich gemacht worden. Mit dem Geld wird in der Gedenkstätte eine Tafel aufgestellt, die auf die Grafenstadt hinweist. Künftig sollen Moerser Jugendliche die Stätte besuchen, um sie zu pflegen und Altersgenossen zu treffen. Beteiligt haben sich an der Finanzierung: Sparkasse am Niederrhein, Volksbank Niederrhein, Mitglied des Bundestags Siegmund Ehrmann, Mitglied des Landtags Ibrahim Yetim, Erinnern für die Zukunft e.V., sci:moers und Moerser Parteien.

(aus der offiziellen Presseerklärung der Stadt Moers)

 

Moerser Delegation weihte Gedenkstein in Riga ein

Am Donnerstag, 18. Juli 2012, weihte eine Moerser Delegation in Riga (Lettland) einen Gedenkstein zur Erinnerung an 65 ermordete Moerser Juden ein.

Die Delegation aus Moers in Riga-Bikernieki

 

Während der Zeremonie wurde ein Kranz im Rahmen einer Gedenkfeier am Mahnmal in Anwesenheit von Vertretern der Deutschen Botschaft in Riga und den Jugendlichen des Deutsch-lettischen Workcamps niedergelegt. Paul Süsser und Hans-Gerhard Rötters gedachten in kurzen Ansprachen der ermordeten Juden. Alle 65 Namen getöteter Moerser Juden wurden verlesen.Das Mahnmal in der Gedenkstätte Riga-Bikernieki steht für das Schicksal von über 25.000 deutsche Juden, die in den Jahren 1941 und 1942 nach Riga deportiert und im Wald von Bikernieki ermordet wurden. Die Gedenkstätte wurde in Zusammenarbeit mit lettischen Partnern, Volksbund und dem Deutschen Riga-Komitee errichtet und im November 2001 eingeweiht. Das Riga-Komitee ist ein Zusammenschluss deutscher (Groß)städte. Die Stadt Moers ist seit einem Ratsbeschluss am 4. Oktober 2011 Mitglied. Anlass hierfür war der Bürgerantrag von Dr. Wilhelm Zunker.

Würdiges Gedenken

Auf Einladung des Volksbundes nahm die Delegation aus Moers auch in einem „Workcamp" an einem lettisch-deutscher Freundschaftsabend – in Anwesenheit von Botschaftsvertretern – teil.

Am Tag vor der Kranzniederlegung war sie im jüdischen Museum zu Gast und hat mit einem der wenigen Überlebenden des lettischen Holocaust - Herrn Vestanmanis - sprechen dürfen. Er ist Mitglied der historischen Kommission des lettischen Staates.

„Das war eine wichtige Reise, die mithalf, den Moerser jüdischen Opfern in Riga-Bikernieki würdig zu gedenken", fasste der Erste Beigeordnete Hans-Gerhard Rötters die Erlebnisse zusammen. Der Beitritt der Stadt Moers zum Riga Komitee hat sich als wichtiger Schritt des Erinnerns für die Zukunft erwiesen.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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