Reservisten aus Hamburg auf dem GOLM

Ein „langes Wochenende“, vom 30.09. – 03.10.2011 nutzten Reservisten aus Hamburg um die Kriegsgräber – und Gedenkstätte GOLM auf der Insel USEDOM zu besuchen. Strahlender Sonnenschein bescherte den Reservisten nicht nur einen guten Abschied vom verregneten Sommer, sondern auch die Auseinandersetzung mit einem interessanten Thema.

Der Beauftragte des Volksbundes für die Zusammenarbeit mit den Reservisten in Hamburg und Schleswig Holstein, Oberstabsfeldwebel a.D. u. d.R. Jürgen Spill und der Oberstleutnant d.R. Mark-Andreas Weber haben sich für das Programm bewusst diesen Ort ausgesucht. Das Thema, „ Die Tragödie von SVINEMÜNDE“ steht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Kriegsgräberstätte auf dem GOLM.

So konnten alle Teilnehmer an zwei vollen Tagen, bei ausgezeichneter Unterbringung und Verpflegung in der Jugendbegegnungsstätte auf dem GOLM, sehr viel erfahren über die Ereignisse vom 12. März 1945, der Untergang des deutschen SWINEMÜNDE. Ein historischer Stadtrundgang durch das heutige SWINOUJSCIE, durchgeführt von einer Mitarbeiterin der Jugendbegegnungsstätte, verdeutlichte die Tragik des Geschehens. Besucht wurden sowohl die Zeugnisse der Vergangenheit, als auch die Stätten des heutigen Polens.

In der Jugendbegegnungsstätte, und während einer Besichtigung der Kriegsgräberstätte, erfuhren die Teilnehmer vom Leiter der Bildungsstätte, Dr. Nils Köhler, genaueres über den Wandel auf dem GOLM. Von einem ehemaligen Ausflugsziel bis hin zu einer Kriegsgräberstätte, die jedes Jahr von vielen Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet besucht wird. Mit der Errichtung einer Bildungsstätte GOLM in KAMMINKE auf der Insel USEDOM im Jahr 2005, wurde ein Zeichen gesetzt für ein demokratisches Gedenken. Viele Workcamps mit jugendlichen Schulklassen werden hier durchgeführt.

Neben den vielen interessanten Schilderungen durch Dr. Köhler und seine Mitarbeiterin, konnten die Teilnehmer zusätzlich die Berichte eines „Zeitzeugen“ verfolgen. Gerhard Kühnemund, ein ehemaliger Busfahrer aus Lübeck, berichtete über ein ganz persönliches Ereignis im Zusammenhang mit dem Bombenangriff vom 12. März 1945. Alle Teilnehmer waren von den Schilderungen des „ Zeitzeugen“ tief beeindruckt.

Natürlich darf bei einem solchen Seminar auch die Freizeit nicht zu kurz kommen. Ein Besuch des Fischerdorfes KAMINKE und ein Grillabend am Haff standen somit ebenfalls auf dem Programm.

Am Ende waren sich alle Teilnehmer einig: „ Eine gelungene Veranstaltung“, sagte der OTL d.R. Mark-Andreas Weber.
( Jürgen Spill, OSF a.D. u. d.R. )

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Spendentelefon: 0561 700 90

Spendenkonto: 3 222 999
Commerzbank Kassel
Bankleitzahl 520 400 21

Aus dem Ausland
Commerzbank Kassel
IBAN DE23 5204 0021 0322 2999 00
BIC COBADEFF520


Unsere Mitgliederzeitschrift