Tagungsbericht

Titel der Tagung:

Nationales Gedächtnis in Deutschland und Polen – ein Vergleich. Kulturwissenschaftliches Europa-Kolloquium

Veranstalter:

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Kooperation mit der Hanns Seidel Stiftung

Datum, Ort: 29./30. Juli 2010, Kloster Banz, Bad Staffelstein Bericht vom 18.08.2010 von: Dr. habil. Birgit Schwelling, Forschungsgruppe „Geschichte + Gedächtnis“, Universität Konstanz, E-mail: Birgit.Schwelling@uni-konstanz.de „Wir müssen uns alles sagen ...“. Diesen Titel hat Georg Ziegler für eine von ihm im Jahr 1996 herausgegebene, zweisprachige Essay-Sammlung mit Texten von Jan Józef Lipski gewählt. Das Zitat ist einem Vortrag entnommen, den Lipski am 21. Mai 1985 im Warschauer Studentenklub „Hybrydy“ anlässlich des Besuchs von Günter Grass halten sollte. Die Verweigerung des Einreisevisums hat diese Begegnung zwar verhindert, es bleibt aber der Text „Entspannung und Versöhnung. Worte an Günter Grass“, der Gedanken zur Gegenwart und Zukunft der deutsch-polnischen Beziehungen enthält. „Wir müssen uns alles sagen ...“. An diesen Aufruf konnte sich erinnert fühlen, wer am 29./30. Juli 2010 an der Tagung „Nationales Gedächtnis in Deutschland und Polen – ein Vergleich“ teilnahm. Geladen hatten der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und die Hanns Seidel Stiftung. Die Themenstellung des Kolloquiums war dabei im doppelten Sinne vergleichend und transnational angelegt. Einerseits stand inhaltlich die deutsch-polnische Beziehungsgeschichte im Vordergrund, andererseits kamen die Vortragenden zu etwa gleichen Teilen aus Deutschland und Polen, wobei viele von ihnen zu den langjährigen Akteuren im deutsch-polnischen Dialog zählen. Die Diskussionen während der Tagung haben gezeigt, dass der deutsch-polnische Dialog zwar ein gutes Stück vorangekommen ist, jedoch nach wie vor durch Empfindlichkeiten, Missverständnisse und Ressentiments belastet ist. Das Positive an Begegnungen dieser Art ist jedoch, dass sie nicht nur den Zustand der deutsch-polnischen Beziehungen deutlich werden lassen, sondern darüber hinaus Gelegenheit bieten, gegenseitige Missverständnisse weiter abzubauen und damit den Dialog ein Stück weit voranzubringen. Dass sich der deutsch-polnische Dialog nicht immer einfach gestaltet, war auch den Veranstaltern bewusst. Sie setzten einerseits auf ein Konzept der „Versachlichung“, das in empirisch gesättigten, überwiegend historiografischen Beiträgen zu ausgewählten „Knotenpunkten“ der deutsch-polnischen Beziehungsgeschichte umgesetzt werden sollte. Ergänzt wurde dies durch Beiträge zu ausgewählten Problemfeldern der deutsch-polnischen Erinnerungsgeschichte. Andererseits gaben die Veranstalter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Regeln für den verträglichen Umgang mit konfliktreicher Geschichte und Erinnerung mit auf den Weg, dies insbesondere im Rahmen des Vortrags von ALEIDA ASSMANN (Konstanz), die „Gedanken zu einem Konzept der dialogischen Erinnerung“ vorstellte. Unter „dialogisches Erinnern“ fasste sie Erinnerungsprozesse zwischen zwei oder mehreren Staaten, die durch die Erfahrung einer Gewaltgeschichte verbunden sind. Damit solche Erinnerungsprozesse gelingen können, sei die Anerkennung des Leidens der anderen und die Fähigkeit der Empathie gegenüber dem Leiden der anderen wichtig. Vor dem Hintergrund der Herausbildung eines europäischen Gedächtnisraums gehe es dabei weniger um die Entstehung eines einheitlichen Geschichtsbildes als vielmehr um die gegenseitige Anschlussfähigkeit von Geschichtsnarrativen, um die Formulierung von „touching tales“. Wichtig sei dafür beispielsweise die Fähigkeit, Erlebtes und Erinnertes in größere Zusammenhänge einzuordnen. Die vier Beiträge, die sich mit ausgewählten „Knotenpunkten“ befassten, waren vielschichtigen, teils problematischen und sensiblen, teils instrumentalisierten oder nahezu unbekannten Ereignissen der deutsch-polnischen Beziehungsgeschichte gewidmet. Aufgrund der Dichte dieser ereignisgeschichtlich angelegten Beiträge kann eine angemessene Würdigung an dieser Stelle bedauerlicherweise nicht erfolgen. Jedoch sollen die Titel und die Vortragenden zumindest eine kurze Erwähnung finden. HANS-ERICH VOLKMANN (Freiburg) referierte vor dem Hintergrund der Geschichte der deutschen Minderheit östlich von Oder und Neiße über den „Bromberger Blutsonntag“ vom 3. September 1939, bei dem zwei Tage nach dem Überfall Polens durch die Wehrmacht ein beträchtlicher Teil der in Bromberg/ Bydgoszcz ansässigen Deutschen ums Leben kam. STEPHAN LEHNSTAEDT (Warschau) trug zum Thema „Deutsche Besatzungspolitik in Polen 1939-1945“ vor, wobei er aufgrund der Komplexität des Gegenstands drei Schwerpunkte setzte. Seine Ausführungen zur Wirtschaftspolitik, Germanisierungspolitik und zum Massenmord an den Polen ließen keinen Zweifel an der äußersten Brutalität der deutschen Besatzer. WOLFRAM WETTE (Freiburg) warf anhand der Biografie Wilm Hosenfelds die Frage nach Handlungsspielräumen innerhalb der Wehrmacht auf. Als Wehrmachtsoffizier hatte Hosenfeld mehreren jüdischen und nichtjüdischen Polen das Leben gerettet, unter ihnen dem Pianisten Władysław Szpilman. JAN RYDEL (Krakau) ergänzte das Bild durch einen Beitrag zur polnischen Exilarmee und deren wenig bekannter Beteiligung an der Besetzung des Emslandes. Insgesamt fünf Beiträge befassten sich mit der Frage der Erinnerungskulturen und der Geschichtspolitik im deutsch-polnischen Kontext. Den Einstieg lieferten ROBERT TRABA (Berlin) und KLAUS ZIEMER (Trier/ Warschau), denen die Veranstalter das Thema „Wie bestimmt die Geschichte die nationalen Erinnerungs- und Gedenkkulturen in Deutschland und Polen?“ aufgetragen hatten. Robert Traba konkretisierte die Themenstellung, indem er fragte, wie Geschichtspolitiken in Polen und Deutschland die zeitgenössischen Bilder vergangener Ereignisse konstruieren und dadurch Erinnerungs- und Gedenkkulturen beeinflussen. Er thematisierte das Verhältnis zwischen Ereignissen auf der einen und Erinnerungen auf der anderen Seite anhand zahlreicher Beobachtungen aus polnisch-deutschen Begegnungen und problematisierte unter anderem die Dominanz der „Erinnerung“ über „Geschichte“ in Teilen der Debatte um die Zwangsumsiedlung und Flucht der Deutschen aus den Gebieten östlich von Oder und Neiße, beispielsweise wenn in manchen erinnernden Darstellungen wie ein Automatismus und ohne Differenzierung die Kategorie „Vertreibung“ auftauche. Insgesamt plädierte Traba für eine genaue und sorgfältige Trennung zwischen der Geschichte ersten Grades im Sinne der Ereignisgeschichte und der Geschichte zweiten Grades im Sinne der Erinnerungsgeschichte, deren Vermischung, wie anhand verschiedener Beispiele gezeigt wurde, nicht selten erst durch Betrachter „von außen“ erkannt und entschlüsselt werden könne. Auch Klaus Ziemer variierte den Titel, indem er die Frage formulierte, wer oder was die historischen Erinnerungskulturen bestimmt. Er legte den Schwerpunkt dabei auf den deutschen Kontext und auf die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg und die nationalsozialistische Gewaltherrschaft, wobei er zunächst einen Überblick über Stationen der Aufarbeitung und Erinnerung in der „alten“ Bundesrepublik gab, um dann auf die DDR und auf das wiedervereinigte Deutschland zu sprechen zu kommen. Abschließend kam Ziemer auf Polen zu sprechen, indem er anhand einiger geschichtspolitischer Debatten der vergangenen fünf Jahre (unter anderem die Debatten um Jedwabne, um das Museum des Warschauer Aufstands sowie um die Frage, ob es polnische Kollaborateure geben habe) die in diesem Zusammenhang zentralen Argumente im polnischen Diskurs zusammenfasste sowie deutsch-polnische Wahrnehmungsdifferenzen thematisierte. Dass diese Wahrnehmungsdifferenzen nach wie vor vorhanden sind, verdeutlichte auch die Diskussion im Anschluss an die beiden Vorträge. Hier wurde deutlich, dass der Problemkomplex „Flucht und Vertreibung“ nach wie vor zu den zentralen Fragen im deutsch-polnischen Dialog zählt und dass gerade im Zusammenhang mit den Deutungen und den Erinnerungen an diese Ereignisse noch ein großer Diskussionsbedarf gerade auch auf Seiten der Betroffenen selbst besteht. In der Diskussion wurde unter anderem dafür plädiert, die vielfältigen und komplexen Erinnerungen an Flucht und Vertreibung zur Kenntnis zu nehmen und nicht durch vorschnelle Reduzierungen und Vereinfachungen zu verkürzen. Der Problemkomplex „Flucht und Vertreibung“ wurde im späteren Verlauf des Kolloquiums von JAN PISKORSKI (Stettin) in seinem Vortrag „Krieg, Flucht, Vertreibung und Versöhnung im deutsch-polnischen und europäischen Kontext“ erneut aufgegriffen. Piskorski thematisierte unter anderem die Rolle der deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen in der deutsch-polnischen Versöhnung, wobei er diese Rolle als durchaus positiv bewertete. Von Reisen der Vertriebenen in ihre früheren Wohnorte, die seit den 1970er-Jahren unternommen worden waren, sowie von Treffen zwischen deutschen und polnischen Vertriebenen, die in den 1990er-Jahren einsetzten, seien durchaus konstruktive und positive Impulse für die deutsch-polnische Versöhnung ausgegangen. Diese Einschätzung bildete einen interessanten Kontrast zum bereits erwähnten Vortrag von Robert Traba, der einen eher skeptischen Blick auf diese Treffen gerichtet hatte. Traba hatte darauf aufmerksam gemacht, dass die Fokussierung des gemeinsamen Schicksals des erzwungenen Verlassens der Heimat allzu leicht in Vergessenheit geraten lasse, dass dem auf polnischer Seite die harte und tragische Erfahrung der deutschen Besatzung vorausgegangen war. Ingesamt, so Traba, sei eine bedenkliche Konjunktur von Opferdiskursen bei gleichzeitigem Verschwinden der Täter aus den öffentlichen Diskursen zu verzeichnen. Das Plädoyer, die Frage nach Ursache und Wirkung in den Debatten um Flucht und Vertreibung nicht aus dem Auge zu verlieren, also den Zweiten Weltkrieg, den Überfall auf Polen und die deutsche Besatzung stets im Blick zu behalten, wurde auch von Piskorski am Ende seines Vortrags formuliert, allerdings nicht im Zusammenhang mit den Begegnungen von Polen und Deutschen, die ihre Heimat hatten verlassen müssen, sondern mit dem in Berlin geplanten „Zentrum gegen Vertreibungen“. Piskorski plädierte dafür, die Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“, die unter anderem mit der Planung des „Sichtbaren Zeichens“ beauftragt ist, in Stiftung „Krieg, Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ umzubenennen. Die mit diesem Plädoyer verbundene Einschätzung blieb in der Diskussion nicht unwidersprochen. Hingewiesen wurde unter anderem darauf, dass der historische Kontext des Zweiten Weltkriegs und die nationalsozialistische Expansions- und Vernichtungspolitik nicht ausgeklammert werde, sondern in den Statuten deutlich formuliert sei. Darüber hinaus wurde die Schaffung eines deutsch-polnischen Museums zur deutsch-polnischen Beziehungsgeschichte angeregt. Zwei weitere Vorträge waren dem polnischen Erinnerungskontext gewidmet. KRZYSZTOF RUCHNIEWICZ (Breslau), der selbst nicht anwesend sein konnte und dessen Beitrag von DIETER POHL (München) vorgetragen wurde, ging der Frage nach dem „Kriegsausbruch 1939 im polnischen Gedächtnis“ nach, wobei am Ende darüber hinaus ein Ausblick auf die Bemühungen um deutsch-polnische Versöhnung gegeben wurde. Ruchniewicz betonte den hohen Stellenwert von indivduellen Erinnerungen an das Kriegsgeschehen, die häufig in Kontrast zum offiziellen Gedächtnis formuliert worden seien. Er unterschied darüber hinaus drei Phasen der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg, wobei er die Phase der „lebendigen Erinnerung“ (ca. 1944-1951), von der Periode der „legalisierten Erinnerung“ (ca. 1950-1970) sowie der Phase der „wiedergeborenen Erinnerung“ (seit 1970) abgrenzte. JERZY MACKOW (Regensburg) thematisierte die polnische Debatte um die Ereignisse in Jedwabne am 10. Juli 1941. An diesem Tag wurden die jüdischen Bewohner der Kleinstadt von polnischen Einwohnern in eine Scheune getrieben, in der sie bei lebendigem Leib verbrannten. Maćków unterschied zwei Schwerpunkte innerhalb der Debatte: Einerseits eine historische Dimension, in deren Mittelpunkt die Rekonstruktion der Ereignisse des 10. Juli 1941 sowie die Klärung der Ursachen des Massakers standen. Andererseits verwies er auf die moralische Dimension der Debatte, die um Fragen von Schuld und Mitschuld, Opfer- und Täterschaft sowie um die Frage des Verhältnisses von Katholizismus und Judentum sowie des polnischen Antisemitismus kreisten. Was die Einschätzung der Wirkung dieser öffentlichen Debatten um die Ereignisse in Jedwabne angeht, zeigte sich Maćków ernüchtert. Er sah keine nachhaltige und breite Wirkung dieser Debatten und vertrat die Auffassung, dass der polnische Opfermythos dadurch nicht breit in Frage gestellt worden sei. Am Ende der Tagung gab KLAUS ZIEMER (Trier/ Warschau) in seinem zweiten Beitrag zur Tagung einen durchaus optimistisch gestimmten Überblick über Akteure, Initiativen, Ereignisse und Stationen im Kontext der polnisch-deutschen Aussöhnung. Er systematisierte seine Ausführungen anhand der Frage nach den Voraussetzungen für die Annäherung verfeindeter Staaten und die Aussöhnung ihrer Gesellschaften. Die Geschichte der deutsch-polnischen Versöhnung habe gezeigt, dass den persönlichen Beziehungen zwischen führenden Politikern eine große Bedeutung zukomme, ebenso mutigen persönlichen Entscheidungen führender Politiker (z.B. die Einladung an Bundespräsident Roman Herzog durch Lech Wałęsa im Jahr 1994). Ebenso bedeutsam seien Visionen, besonders in Situationen der Stagnation (z.B. der Brief der polnischen Bischöfe von 1965), sowie Symbole (z.B. Willy Brandts Kniefall vor dem Denkmal für die Opfer des Warschauer Ghettoaufstands 1970). Ein großes Gewicht in Versöhnungsprozess maß Ziemer außerdem der strafrechtlichen Aufarbeitung von Regimeverbrechen, Maßnahmen der Vergangenheitsbewältigung sowie der Kontinuität institutioneller Zusammenarbeit bei. Es muss kein Nachteil sein, dass die Tagung aufgrund der fortgeschrittenen Zeit ohne weitere Diskussion mit Ziemers Postulaten für die polnisch-deutschen Beziehungen im Sinne von Zukunftsperspektiven endete. Wenn er unter anderem dafür plädierte, dass sich die junge Generation der Zukunft zu- und von der Vergangenheit abwenden solle, jedenfalls dann, wenn es den Schulen gelinge, das grundlegende historische Wissen zu vermitteln, war damit implizit das Plädoyer für den Abschied von Gedächtnis zugunsten der Geschichte verbunden. Ob dieses Plädoyer, das an die schon klassisch zu nennende Dichotomie zwischen einer als emotional und daher leicht instrumentalisierbaren Erinnerung auf der einen und der dem Kriterium der Rationalität genügenden Geschichte auf der anderen Seite erinnert, die Lösung für den deutsch-polnischen Dialog bereithält, wird sich erst noch zeigen müssen. Ohne jegliche Abstriche zuzustimmen ist jedoch dem letzten Punkt von Ziemers Plädoyer, nämlich der Forderung an die Deutschen, Polen endlich als „Partner auf Augenhöhe“ zu begegnen.  

Konferenzübersicht:

Bernd Dieter Rill (München) / Thomas Rey (Kassel): Begrüßung und Eröffnung Wie bestimmt die Geschichte die nationalen Erinnerungs- und Gedenkkulturen in Deutschland und Polen? Zwei Beiträge: Robert Traba (Berlin), Klaus Ziemer (Trier/Warschau) Aleida Assmann (Konstanz): Gedanken zu einem Konzept der dialogischen Erinnerung Krzysztof Ruchniewicz (Breslau): Der Kriegsausbruch 1939 im polnischen Gedächtnis Hans-Erich Volkmann (Freiburg): Der „Bromberger Blutsonntag“ Stephan Lehnstaedt (Warschau): Deutsche Besatzungspolitik in Polen 1939-1945 Wolfram Wette (Freiburg): Wilm Hosenfeld Jerzy Maćków (Regensburg): Jedwabne in der Diskussion Jan M. Piskorski (Stettin): Krieg, Flucht, Vertreibung und Versöhnung im deutsch-polnischen und europäischen Kontext Jan Rydel (Krakau): Die polnische Exilarmee im Westen und die Besetzung des Emslandes Klaus Ziemer (Trier/Warschau): Zur Aussöhnung zwischen Polen und Deutschen

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