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Kassel, 18. März 2010
 
Erste Kriegstote beim Bau der OPAL-Trasse geborgen

Die Erdgas-Pipeline führt durch ehemalige Kampfgebiete
 
Beim Bau der Erdgasleitung OPAL durch Brandenburg sind bei Baruth, Landkreis Teltow-Fläming, die ersten Kriegstoten gefunden worden. Volksbund-Mitarbeiter Erwin Kowalke hat am 11. März die Gebeine eines deutschen Gefallenen geborgen. Am 18. März stellte er die sterblichen Überreste zwei weiterer Wehrmachtsangehöriger sicher. Erkennungsmarken, die die Toten identifizieren könnten, hat Kowalke nicht gefunden.

Fachleute rechnen damit, dass beim Bau der Erdgasleitung südlich von Berlin noch viele Kriegstote gefunden werden. Hier kamen während erbitterter Kämpfe im April 1945 Zehntausende ums Leben.

Deshalb hat der Volksbund eine Vereinbarung mit der WINGAS-Gruppe getroffen, die die Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung (OPAL) betreibt. Sobald die Munitionsbergungstrupps bei der Vorbereitung der 36 Meter breiten Trasse Hinweise auf menschliche Skelette finden, verständigen sie die Umbettungs-Fachleute des Volksbundes, damit sie die Gebeine bergen können. Dafür werden die Erdarbeiten unterbrochen. Handelt es sich um Kriegsopfer, überführen sie die Toten zu den Kriegsgräberstätten in Lietzen, Halbe oder Spremberg, wo sie ihre letzte Ruhestätte erhalten.

Die Inbetriebnahme der Erdgasleitung OPAL ist für den Herbst 2011 geplant.

(Siehe auch: Unsere Presse-Information vom 21. Januar)
 
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