Aktuelle Informationen
für die Presse
 
Volksbund Web-Suche:

























Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Spendenkonto: 3 222 999 - Bankleitzahl 520 400 21 bei der Commerzbank Kassel
 

Kassel, 10. Juni 2009
 
Wenige Hinweise auf Waffeneinsatz

Untersuchung der Toten von Marienburg abgeschlossen
 
Bild vergrößern - In Marienburg (Malbork) bargen die polnischen Behörden vergangenes Jahr die Gebeine von über 2000 Menschen aus einem bisher unbekannten Massengrab. Nun liegt das vorläufige Untersuchungsergebnis vor. Demnach weisen nur wenige Gebeine Merkmale eines gewaltsamen Todes durch Waffeneinsatz oder infolge von Kampfhandlungen auf. Das Bild zeigt die ab 1280 erbaute deutsche Ordensburg.
(Foto: Maurice Bonkat)
Die Untersuchung der menschlichen Überreste, die von Oktober 2008 bis April 2009 aus einem Massengrab in Malbork/Marienburg geborgen wurden, ist abgeschlossen. Der Chirurg und Gerichtsmediziner Dr. Leszek Zacharczuk teilt dazu mit:

Die genaue Zahl der Toten ist nicht zu ermitteln. Nach der Anzahl der gefundenen Schädelknochen handelt es sich um 2 111 Menschen, nach der Anzahl der identifizierten Oberschenkelknochen sind es 2 116 Menschen. Unter ihnen sind 1 001 Frauen, 381 Männer, 377 Kinder und 352 Menschen, deren Geschlecht und Alter nicht bestimmt werden konnten.

Die Gerichtsmediziner haben auch etliche Tierknochen aussortiert. Damit reduzierten sie die Zahl vorläufiger Schätzungen, die von über 2 500 Toten sprachen.

Wenige Gebeine weisen Merkmale eines gewaltsamen Todes durch Waffeneinsatz oder infolge von Kampfhandlungen (Splitter) auf. Einige Skelettteile mit typischen Verletzungen für derartige Todesursachen (Einschusslöcher, Verbrennungen) sollen nochmals eingehender untersucht werden.

Der Zustand der meisten Gebeine lässt vermuten, dass diese Menschen durch Krankheiten, Unterernährung oder Erfrierungen gestorben sind. Angesichts der Zeitumstände ihres Todes waren es wahrscheinlich in ihrer überwiegenden Zahl deutsche Zivilisten, die zwischen Januar und März 1945 ums Leben kamen. Die Gebeine werden zurzeit in 109 Särgen aufbewahrt.

 
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Pressereferat
Werner-Hilpert-Straße 2
D 34112 Kassel
Telefon: (0561) 7009-139
Telefax: (0561) 7009-285
E-Mail: presse@volksbund.de

 
...zurück zur Homepage Direkt Kontakt Impressum Drucken


Nationales Gedächtnis in Deutschland und Polen
Kulturwissenschaftliches Europa-Kolloquium
der Hanns-Seidel-Stiftung und des Volksbundes

29./30. Juli 2010, Bildungszentrum Kloster Banz, Staffelstein

 
Altbundeskanzler Gerhard Schröder spricht
auf deutschem Soldatenfriedhof bei
St. Petersburg

Zehn Jahre Kriegsgräberstätte Sologubowka
Gedenkveranstaltung am 1. August, 12.30 Uhr

 
50 Jahre deutsche Kriegsgräberstätte in Recogne-Bastogne/Belgien
Gedenkveranstaltung am 23. Juni 2010, 13 Uhr

 
Brandenburg und Volksbund errichten Bildungsstätte in Halbe
Einweihung im Herbst 2011 geplant

 
Erinnerung an den Massenmord in Riga-Bikernieki
Zehn Jahre Deutsches Riga-Komitee

9. Juli 2010, 13 Uhr, Gedenkstunde im Wald von Bikernieki

 
Unsere Soldaten brauchen unsere Unterstützung
Volksbund-Präsidium appelliert an Parlament und Regierung

 
Erste Kriegstote beim Bau der OPAL-Trasse geborgen
Die Erdgas-Pipeline führt durch ehemalige Kampfgebiete

 
13. Februar 2010. Erinnern und handeln. Für mein Dresden.
Volksbund gegen politische Instrumentalisierung des Gedenkens

 
Dresdner Luftkriegstote erhalten nach 65 Jahren endlich würdige Ruhestätte
Gedenkstunde am 12. Februar 2010, um 14 Uhr, Johannisfriedhof

 
Haltern am See und Marl treten dem Deutschen Riga-Komitee bei
27. Januar, 12 Uhr im Schulzentrum Haltern am See/
19.15 Uhr Rathaus Marl

 
Die Erinnerung währt ewig
Neue Volksbund-Gemeinschaftsgrabstätte auf dem Waldfriedhof

 
Bundespräsident Horst Köhler würdigt Engagement der Volksbund-Sammler
Fototermin im Schloss Bellevue am 21. Oktober, 11 Uhr

 
Deutscher Soldatenfriedhof in Kursk/Russland
Staatssekretär Kossendey hält Gedenkansprache
Einweihung am 17. Oktober, 15.30 Uhr

 
In Lommel begreift man, was es bedeutet, Krieg zu haben
50 Jahre Kriegsgräberstätte in Belgien

 
Volksbund bringt die Marienburger Toten
nach Neumark/Stare Czarnowo

Beisetzung am 14. August

 
Letztes Geleit für Marienburger Tote
Ökumenische Trauerfeier in Neumark/Stare Czarnowo bei Stettin / 14. August 2009, 14 Uhr

 
Marienburger Tote finden letzte Ruhe bei Stettin
Volksbund plant Beisetzung am 14. August 2009

 
Wenige Hinweise auf Waffeneinsatz
Untersuchung der Toten von Marienburg abgeschlossen

 
Die Untersuchung der Toten von Marienburg hat begonnen
Gebeine von 2 505 Menschen geborgen

 
Heftige Reaktionen
Das Massengrab in Marienburg erregt die Gemüter

 
Wer sind die Toten von Marienburg?
Rätsel um ein Massengrab mit über 2 000 Opfern

 
Coesfeld tritt Deutschem Riga-Komitee bei
Bürgermeister Öhmann unterzeichnet Urkunde

9. November, 19 Uhr im Pädagogischen Zentrum, Holzwicker Straße

 


  Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. · Bundesgeschäftsstelle · Werner-Hilpert-Straße 2 · 34112 Kassel