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Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
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Kassel, 15. Juli 2010
 
Altbundeskanzler Gerhard Schröder spricht
auf deutschem Soldatenfriedhof bei
St. Petersburg


Zehn Jahre Kriegsgräberstätte Sologubowka
Gedenkveranstaltung am 1. August, 12.30 Uhr

 
Bild vergrößern - Deutsche Kriegsgräberstätte Sologubowka und die Kirche Mariä Himmelfahrt
Über 45 000 Gefallene sind derzeit auf der deutschen Kriegsgräberstätte in der russischen Gemeinde Sologubowka bei St. Petersburg begraben. Zum zehnjährigen Bestehen der Anlage lädt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu einer Gedenkveranstaltung am 1. August ein, bei der Altbundeskanzler Gerhard Schröder die Ansprache hält.

Zum gemeinsamen Gedenken erwartet der Volksbund Repräsentanten der Gebietsverwaltung, der deutschen Botschaft und etwa hundert Reiseteilnehmer aus Deutschland, darunter zahlreiche Familienangehörige der Gefallenen und die beiden Bundestagsabgeordneten Herbert Frankenhauser und Dr. Joachim Pfeiffer. An der Veranstaltung wirken auch die Teilnehmer der beiden deutsch-russischen Workcamps mit, die für zwei Wochen in der Region Kriegsgräber und Gedenkstätten pflegen. Die gleiche Aufgabe erfüllen derzeit Soldaten beider Nationen während eines gemeinsamen Arbeitseinsatzes. Auch sie wirken an der Zeremonie mit.

Der Veranstaltung geht eine Kranzniederlegung am sowjetischen Soldatenfriedhof auf den Sinjawino-Höhen (10.30 Uhr) sowie ein Gottesdienst in der Sologubowkaer orthodoxen Kirche Mariä Himmelfahrt voraus (11.45 Uhr). Für die Restaurierung der einstigen Ruine hatte der Volksbund zu Spenden aufgerufen und über drei Millionen Euro gesammelt. Tags zuvor (16 Uhr) werden Gerhard Schröder und Volksbund-Präsident Reinhard Führer einen Kranz auf dem Piskarowski-Friedhof in St. Petersburg niederlegen, wo die Opfer der Blockade bestattet sind.

Der etwa fünf Hektar große Soldatenfriedhof in Sologubowka ist für etwa 68 000 Gefallene geplant. Nach Abschluss der Zubettungen wird damit die Anlage die weltweit größte deutsche Kriegsgräberstätte sein. Bisher hat der Volksbund die Namen und Lebensdaten von über 32 000 Gefallenen auf Granitstelen dokumentiert. Weitere Namen werden folgen.

Seit Beginn der 1990er Jahre hat der Volksbund in Russland über zwanzig zentrale Friedhöfe für deutsche Gefallene des Zweiten Weltkrieges errichtet. Ein weiterer Friedhof ist bei Smolensk geplant.

 
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
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