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Den Toten ein Gesicht geben

Gemeinsames Gedenken von Volksbund und Oorlogsgravenstichting

3. Mai 2017

"Wir werden uns mit Nachdruck für den europäischen Gedanken einsetzen", sagte Wolfgang Schneiderhan in Berlin, als er am 28. April 2017 zum Präsidenten des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge gewählt wurde. Wie wichtig ihm dieses Anliegen ist, bewies er bereits zwei Tage später mit dem Besuch einer Gedenkveranstaltung für niederländische Kriegsopfer in Loenen/Niederlande.

Gemeinsam mit der Generalsekretärin des Volksbunds, Daniela Schily besuchte der Präsident eine Gedenkveranstaltung der Oorlogsgravenstichting, der niederländischen Partnerorganisation des Volksbundes. Die Stichting ist mit dem Volksbund über die Kontaktgruppe europäischer Kriegsgräberorganisationen verbunden. Die Mitglieder der Kontaktgruppe entwickeln gemeinsame Projekte und tauschen sich intensiv zu neuen Wegen der Erinnerungs- und Gedenkkultur in Europa aus - auch über die bisherigen nationalen Rollenverständnisse hinaus.

App Digitaler Friedhof

Eines dieser gemeinsamen Projekte trägt bereits digitale Früchte: Dabei handelt es sich um die vom Volksbund entwickelte App Digitaler Friedhof. Diese App kann kostenlos auf das Smartphone oder Tablet geladen werden und fungiert dann als persönlicher Führer über die jeweilige Kriegsgräberstätte. Sehr beeindruckend ist dabei die Fülle von Informationen, die über die App Digitaler Friedhof zur Verfügung steht. So gibt es an vielen Orten der Kriegsgräberstätten zahlreiche Informationen zum geschichtlichen Hintergrund, zur den dort bestatteten Menschen und ihrem Schicksal. Dazu werden zahlreiche Dokumente, Fotos und teils sogar persönliche Briefe für jeden Besucher verfügbar gemacht. Dies App hat der Volksbund im Zuge der Zusammenarbeit nun auch der Oorlogsgravenstichting für die Kriegsgräberstätte in Loenen zur Verfügung gestellt.

Die Kriegsgräberstätte Loenen ist eines der "Ehrenfelder" in den Niederlanden. Die niederländische Kriegsgräberfürsorge hat neue und beeindruckende Formen des Gedenkens an die Opfer von Krieg und Gewalt entwickelt. Freiwillige werden öffentlich - über Internet und Fernsehen - aufgerufen, sich über mehrere Stunden hinter einen Grabstein zu stellen. So geben die Lebenden den Toten während der Gedenkveranstaltung ein Gesicht.

So geschah es auch am 1. Mai dieses Jahres: Rund 500 Freiwillige standen hinter den Grabsteinen, während über 1.000 Menschen bei strömenden Regen die Gedenkveranstaltung und den Friedhof besuchten.

Volksbund-Präsident Wolfgang Schneiderhan sprach im Rahmen der Veranstaltung mit dem Präsidenten und den weiteren Vorstandsmitgliedern der Partnerorganisation. Ein Thema dabei war die Planung und Organisation des dritten Treffens der europäischen Kontaktgruppe in der Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte des Volksbundes in Ysselsteyn / Niederlande.

 

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