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Volksbund erinnert an Schlacht von Stalingrad

Gedenkzeremonie in Rossoschka am 3. Februar

30. Januar 2018

Vor 75 Jahren endete die Schlacht von Stalingrad. Der Volksbund erinnert am 3. Februar auf der deutsch-russischen Kriegsgräberstätte Rossoschka bei Wolgograd an die Toten beider Seiten. (Fotos: Maurice Bonkat)

Vor 75 Jahren endete die Schlacht von Stalingrad. Sie gilt heute in der russischen Geschichtsschreibung als dramatischer Wendepunkt im „Großen Vaterländischen Krieg“. Für die Deutschen und ihre Verbündeten war sie eine verheerende und zugleich symbolträchtige Niederlage. An alle Toten dieses grausamen Massensterbens erinnert der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge am 3. Februar auf der deutsch-russischen Kriegsgräberstätte Rossoschka. Es ist der einzige gemeinsame Erinnerungsort an die Schlacht von Stalingrad.

Bis heute sucht und findet der Volksbund im Wolgograder Gebiet hunderte von Kriegstoten, die verstreut in der Steppe, unter Schrebergärten oder auch am Wegesrand in unwürdigen Gräbern liegen. Exakt 61.791 dieser Gebeine hat der Volksbund bisher auf die im Jahr 1999 eingeweihte Kriegsgräberstätte Rossoschka umgebettet. Sie liegt 37 Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums von Wolgograd, dem ehemaligen Stalingrad.

Namen für Rossoschka

Gleich gegenüber liegt die russische Kriegsgräberstätte, die ebenfalls mit Unterstützung des Volksbundes angelegt wurde. Der deutsche und der russische Teil bilden gemeinsam den weltweit einzigartigen Gedenk- und Erinnerungsort Rossoschka. Zudem installierte der Volksbund dort unter dem Projekttitel „Namen für Rossoschka“ seit dem Jahr 2006 etwa 120 große Granitwürfel, auf denen insgesamt 120.000 Namen und Daten der Vermissten von Stalingrad verzeichnet sind.

In Rossoschka wird am 3. Februar anlässlich des 75. Jahrestages des Endes der Kämpfe um Stalingrad auch eine Delegation mit dem Präsidenten des Volksbundes, Wolfgang Schneiderhan, in einer Gedenkzeremonie an die Kriegstoten beider Seiten erinnern. Beginn der Gedenkzeremonie, an der auch eine deutsche Reisegruppe sowie einige Angehörige von Stalingrader Kriegstoten teilnehmen, ist um 8.40 Uhr Ortszeit.

Begegnung mit russischen Veteranen

Den Auftakt bildet eine stille Kranzniederlegung auf der russischen Kriegsgräberstätte von Rossoschka. Anschließend folgt eine Gedenkzeremonie mit Kranzniederlegung, Schweigeminute und anschließendem Zusammensein in der nahe liegenden Begegnungsstätte des Dorfes Rossoschka. Ein Treffen mit russischen Veteranen ist für den Abend geplant.

Am Vortag werden die Volksbund-Delegation um Präsident Wolfgang Schneiderhan wie auch die Angehörigen-Reisegruppe an der großen Militärparade, dem Philharmonie- Konzert am Wolga-Ufer sowie voraussichtlich auch am Empfang der Stadt Wolgograd teilnehmen.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. ist eine humanitäre Organisation. Im Auftrag der Bundesregierung widmet er sich der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Heute betreut er 833 Kriegsgräberstätten in 46 Staaten mit etwa 2,7 Millionen Kriegstoten. Seit 1953 führt der Volksbund internationale Jugendbegegnungen und Workcamps unter dem Motto "Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden" in ganz Europa durch.

Das Foto zeigt Ausbettungsarbeiten des Volksbundes im Gebiet Wolgograd/Russische Föderation.

 

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