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Wiedereinweihung der Kriegsgräberstätte in Vladslo/Flandern

Neu: digitales Informationssystem per App 7. Oktober 2016, 16 Uhr

29. September 2016

Das Skulpturenpaar "Trauernde Eltern" (Foto: Uwe Zucchi)

Die umfangreiche Sanierung der deutschen Kriegsgräberstätte in Vladslo, einem Ortsteil der flämischen Stadt Diksmuide, ist abgeschlossen. Anlässlich der Wiedereinweihung des Friedhofes lädt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge dort am 7. Oktober, um 16 Uhr zu einer Gedenkstunde an die Opfer des Ersten Weltkrieges ein.

Dabei stellt der Volksbund auch sein neues Informationssystem für den Friedhof vor. Wie bereits seit 2015 in Langemark können die Besucher künftig auch in Vladslo den Friedhof mit einer App erkunden, die sie vor Ort im kostenlosen WLAN herunterladen können. Sie enthält Hintergrundinformationen zum Ersten Weltkrieg in Flandern, zur Geschichte des Friedhofes und biografische Angaben zu einzelnen Toten auf Deutsch, Niederländisch, Englisch und Französisch. Neu gegenüber dem System in Langemark ist eine integrierte GPS-Karte, die bei der Orientierung hilft.

Rüdiger Lüdeking, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland beim Königreich Belgien, Bürgermeisterin Lies Laridon, Cindy Verbrugge, außenpolitische Beraterin des flämischen Ministerpräsidenten Geert Bougeois, und Professor Rolf Wernstedt, Vorsitzender des Volksbund-Landesverbandes Niedersachsen, werden zu den Gästen sprechen.

In Vladslo sind 25 645 deutsche Gefallene des Ersten Weltkrieges begraben. Besonderen Bekanntheitsgrad hat der Friedhof durch das Skulpturenpaar "Trauernde Eltern" von Käthe Kollwitz erlangt. Das zweiteilige Standbild, mit der sie ihre Trauer über den Tod ihres Sohnes Peter zum Ausdruck bringt, zählt zu den bedeutendsten Arbeiten der Künstlerin. Peter Kollwitz fiel im Oktober 1914 bei Diksmuide in Flandern. 1932 ließ die Künstlerin die Figurengruppe auf dem Soldatenfriedhof in Esen-Roggeveld bei Diksmuide aufstellen, wo Peter begraben war. Als der Volksbund 1956 den Friedhof auflöste und die Toten nach Vladslo umbettete, wurden auch die Skulpturen dorthin versetzt.

Die Hälfte der aktuellen Sanierungskosten für Vladslo von insgesamt rund 180 000 Euro trägt die flämische Regierung, die sich auch an den jährlichen Kosten für die Pflege der vier deutschen Kriegsgräberstätten des Ersten Weltkrieges in Flandern (Hooglede, Langemark, Menen, Vladslo) beteiligt.

 

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