Krisztián Ungváry

Geboren 1969 in Budapest, 1989-1996 Studium an der Eötvös Loránd Universität in Budapest an den Fächer Geschichte und Germanistik, Stipendien in Jena und Freiburg. 1999 Promotion Summa cum Laude an der Eötvös Loránd Universität Budapest über die Belagerung Budapests im Zweiten Weltkrieg. Im selben Jahr bekam er den Preis "Junger Militärhistoriker des Jahres" verliehen von der Stiftung im Kriegsgeschichtlichen Institut in Budapest. Zwischen 1998–2001 Roman-Herzog Forschungsstipendium der Humboldt-Stiftung (insgesamt 10 Monate), im Jahr 2000 zusätzlich Stipendium der Ryochy Ssasakawa Young Leaders Fellowship Foundation, 2002 Nachbetreuungsprogram der Roman-Herzog-Forschungsstipendium (4 Monate). Betreuung von Prof. Horst Möller, im Jahr 2005 Marion Gräfin Dönhoff-Stiftung (2 Monate). 2014 „Akademischer Preis” der Ungarischen Akademie der Wissenschaften für die Monographie: Bilanz des Horthy-Systems. Diskriminierung, Sozalpolitik und Antisemitismus in Ungarn 1920-1944. Seit 2015 Doktor der Akademie der Wissenschaften.

Seit August 2001 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für die Erforschung der ungarischen 1956-er Revolution. Ab den 1. Januar 2011 durch Einverleibung des Instituts Übernahme in der Zeitgeschichtsabteilung des Ungarischen Staatsbibliotheks István Széchenyi. Mitglied im wissenschaftlichen Beiräte des Jahrbuchs für historische Kommunismusforschung, Stiftung Flucht, Vertreibung, Integration und Zentrum gegen Vertreibungen, zwischen 2005 und 2008 ungarischer Koordinator im Netzwerk „Erinnerung und Solidarität”. Zwischen 2007–2008 Mitglied des Regierungskomissions für die Erforschung des Verbleibs der Unterlagen der Staatssicherheit.

Unterrichstätigkeiten: Hochschule für Theater und Filmwissenschaften 3 Semester für PhD-Studenten, Eötvos-Kolleg der Eötvös Loránd Universität 1 Semester, Lehrstuhl für Soziologie, PhD-Studenten 1 Semester.

Zahlreiche Konferenzbeiträge in Budapest, Debrecen, Szeged, Yväskylle (Finnland), Stuttgart, Freiburg, München, Ulm, Gleiwitz/Glivice, Bonn, Königswinter, Konstanz, Berlin, Potsdam, Hamburg, Taipei, Warschau.

Gesellschaftliche Tätigkeiten: 1988 Gründungsmitglied des ungarischen Pfadfinderverbandes, seitdem Mitveranstalter von über 20 Sommerlager und Führerausbildungskurse. 1992–1995 Mitglied der studentischen Selbstverwaltung, studentischer Vertreter im Universitätsrat. Zwischen 2002–2008 Mitglied in Auswahlkomissionen der Bosch-Stiftung, Studienstiftung, Hertie-Stiftung. Mitglied des Verbandes ungarische Medaillensammler.

Forschungsthemen: Geschichte der Staatssicherheit in Ungarn 1945-1990, Zwangsmigrationen, typologische Untersuchung von Kriegsverbrechen, die sowjetische Außenpolitik und ihre militärische Maßnahmen zwischen 1917-1945, die bolschewisierung Ungarns, Geschichte der Rechtsradikalismus und Antisemitismus in Ungarn, Nationalismus. Autor von 13 Büchern, 138 wissenschaftlichen Aufsätzen die auf ungarisch, deutsch, englisch, franzözisch, russisch, slowakisch, chinesisch und japanisch erschienen sind.

Im Wissenschaftlichen Beirat seit Januar 2016.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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