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Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Spendenkonto: 3 222 999 - Bankleitzahl 520 400 21 bei der Commerzbank Kassel
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Geleitwort zum Volkstrauertag
Dieses Jahr stellt besondere Anforderungen an unser aller Gedächtnis. Mehrere Jahrestage begleiten uns, die entscheidende Etappen in der jüngeren deutschen Geschichte markieren. So jährt sich 2009 die Verabschiedung der Weimarer Reichsverfassung zum 90. Mal, ebenso die Unterzeichnung des Versailler Vertrages. Das Grundgesetz ist seit 60 Jahren in Kraft, vor 20 Jahren fiel die Berliner Mauer, und 70 Jahre ist es her, dass der Zweite Weltkrieg begann.
Am Volkstrauertag richten wir unseren Blick zurück auf die beiden verheerenden Kriege des 20. Jahrhunderts. Wir gedenken der Opfer und fragen uns auch, wie es dazu kommen konnte, wie diese Kriege hätten verhindert werden können und was zu tun ist, damit sich ähnliches nicht wiederholt. Der Volkstrauertag bietet somit einen guten Anlass, sich die Meilensteine der jüngeren Geschichte ins Gedächtnis zu rufen und darüber nachzudenken, in welchem Zusammenhang diese historischen Ereignisse stehen und auf welche Weise sie unser Leben bis heute bestimmen.
Auch der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist ein Kind des 20. Jahrhunderts. 90 Jahre sind seit seiner Gründung vergangen. In den Wirren der jungen Weimarer Republik wurde der Verein aus der Not heraus geboren, weil der Staat kaum in der Lage war, sich um die Gräber der deutschen Gefallenen und um die Betreuung der Familienangehörigen zu kümmern.
Die Gründerväter hatten zunächst die Vision von einer internationalen Organisation unter dem Dach des Völkerbundes. Aber dafür war die Zeit noch nicht reif, weder in Berlin noch in Genf. Im Gegenteil: 20 Jahre später – aus dem Volkstrauertag war längst der „Heldengedenktag“ geworden – entfachten die Nazis den Zweiten Weltkrieg. Er forderte unvorstellbare viele Todesopfer, brachte nie gesehene Zerstörungen und riss die Welt für lange Zeit in zwei feindliche politische Lager.
Fast 65 Jahre ist das nun her. Aber bis heute haben wir mit den Folgen zu tun. Nicht nur politisch, auch im privaten Bereich. Kaum eine Familie gibt es in Deutschland, die nicht einen Gefallenen, Vermissten, Erschlagenen oder kaltblütig Ermordeten zu beklagen hat. In vielen Nachbarstaaten ist es nicht anders. Aber noch immer sind nicht alle Schicksale aufgeklärt, haben nicht alle Kriegstoten ein würdiges Grab erhalten.
Den gefallenen Soldaten, den Kriegsgefangenen, den Opfern der Gewaltherrschaft, den Toten der Bombenangriffe und jenen, die in Folge der Vertreibung ums Leben kamen, gilt unser Gedenken am Volkstrauertag. Diesen Menschen und ihren Angehörigen fühlen wir uns verpflichtet. Wir erinnern uns gemeinsam an ihr Leiden und tragen dazu bei, dass sie ein Teil unserer Gemeinschaft bleiben.
Die unmittelbare Trauer um einen geliebten Menschen weicht zunehmend dem vermittelten Gedenken der Enkelgeneration. Viele junge Menschen setzen sich mit dem Verlust der Großeltern oder Urgroßeltern auseinander, die sie nie gekannt haben. Indem sie nach deren Schicksalen fragen, arbeiten sie an ihren eigenen Wurzeln, schließen sie eine Lücke in ihrer eigenen Persönlichkeit.
Auch die Gegenwart liefert Anlässe zur Trauer und zur Sorge. Wir beklagen Todesfälle im Auslandseinsatz. Junge Deutsche sterben weit weg von zu Hause. Im Gegensatz zu ihren Großvätern setzen sie ihr Leben jedoch nicht für ein totalitäres Regime ein, sondern im Auftrag eines demokratischen Staates. Sie sollen für ihre Regierung kein Territorium erobern, sondern beim schwierigen Aufbau eines Landes helfen. Deshalb können wir sie nicht einfach in eine Reihe mit den Gefallenen der beiden Weltkriege stellen. Aber auch diesen jungen Menschen und ihren Familien gebührt es, dass wir mit ihnen fühlen und sie in unser Gedenken einschließen.
Reinhard Führer
Präsident des Volksbundes
Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.
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Programm
Zentrale Gedenk- veranstaltung zum Volkstrauertag 2009 im Plenarsaal des Deutschen Bundestages
Handreichung zum Volkstrauertag
Anregungen und Gedanken zur Gestaltung von Gedenkstunden und Gottesdiensten
PDF-Datei (341KB)
Geleitwort
zum Volkstrauertag 2009
Totengedenken
Geschichte des Volkstrauertages
Deutsche jüdische Soldaten
Trauer, Erinnerung, Mahnung
Pädagogische Handreichung für einen zeitgemäßen Volks- trauertag
PDF-Datei (1.442KB)
Der gute Kamerad
Zur Geschichte des Liedes vom guten Kameraden
PDF-Datei (311KB)
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