Gloria und Thore bereiten sich auf die Leitung des Kidscamp Golm 2012 vor.

Junge Ehrenamtliche starten durch

Gloria und Thore bereiten sich auf die Workcampsaison vor

Jeden Sommer übernehmen sie Verantwortung für jeweils dreißig Kinder und Jugendliche - dabei sind sie selber noch ganz jung. Die ehrenamtlichen Teamerinnen und Teamer des Volksbundes machen sich stark für den Verein. Dabei investieren sie ihre Freizeit und müssen ganz schön viel Stress aushalten: Zwei Wochen die Verantwortung für eine so große Gruppe zu übernehmen bedeutet Arbeit rund um die Uhr. Wenn es dann noch ins Ausland geht oder die Gruppe multinational zusammengesetzt wird, geht es wirklich an die Substanz.

Zum Glück werden die Teamerinnen und Teamer gut vorbereitet! Die Jugendleitercard (Juleica) ist Ausbildungsstandard, dazu kommen immer wieder Fortbildungen durch den Volksbund. Jeden Frühling treffen sich die Leitungsteams zur Workcampleitertagung - dieses Jahr in der Jugendbegegnungsstätte Golm auf Usedom.

Gloria und Thore sind die beiden jüngsten Teamer der Gruppe - mit ihren sechzehn Jahren sind sie nur wenig älter als die Teilnehmer, können aber bereits auf wertvolle Erfahrungen mit dem Volksbund zurückgreifen. Im Camp vertrauen sie außerdem auf einen erfahrenen Teamleiter und auf die Unterstützung des hauptamtlichen Jugendreferenten.

Beim Treffen auf Usedom besuchten Gloria und Thore Seminare zu den Themen "Umgang mit schwierigen Situationen", "Pädagogische Module auf Kriegsgräberstätten", "Umgang mit rechten Parolen" sowie "Spurensuche im Osten". Außerdem war natürlich der Austausch mit den anderen Ehrenamtlichen wichtig, von denen einige bereits seit Jahren für den Volksbund tätig sind.

Die Planung für den Sommer geht jetzt richtig los - die tagung auf dem Golm war für Gloria und Thore nur der Auftakt. Sie bereiten "ihr" Workcamp auf dem Golm jetzt intensiv vor: Ein Programm wird erarbeitet, ein Vortreffen geplant und außerdem stehen noch weitere Fortbildungen auf dem Programm. Vom 22.07.-05.08.2012 geht es dann wieder nach Usedom. Diesmal mit etwa 30 Teilnehmern, dafür aber ohne Schnee und Frost.


07.02.2012 Text: Philipp Schrage  Fotos: Philipp Schrage

Projektfahrt nach Berlin

JAK Sachsen-Anhalt besucht Gedenkstätten der Hauptstadt

Sie sind neugierig und reiselustig - die Jakies. Mit Sack und Pack geht es darum am 18. und 19. Februar 2012 nach Berlin. Eingeladen sind alle Interessierten Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren - für nur 20 € bist auch Du dabei!

Ziel der Fahrt ist zunächst die Gedenkstätte Sachsenhausen - die Berlinerin Charlotte macht dort grade ein FSJ und wird uns am Samstag Nachmittag eine Führung über das Gelände des ehemaligen KZ geben.

Am Abend treffen wir den JAK Berlin, stromern durch die Stadt und erkunden Berlin Mitte: Potsdammer Platz, Brandenburger Tor, Fernsehturm, Gendarmenmarkt....

Am Sonntag besuchen wir noch eine spannende Gedenkstätte: Die "Topographie des Terrors", eine Ausstellung über die Gestapo und den Terror der Nationalsozialisten gegen die Bevölkerung.

Rückkehr nach Magdeburg gegen 18 Uhr. Anmeldungen und weitere Infos über jugend-s-anhalt (at) volksbund.de

16.01.2012 Text: Philipp Schrage Bilder: Charlotte Klauser & Diana Appelt

 

08.12.2011

Jugendgeschichtstag 2011

"Bitte, versuchen Sie nicht zu vergessen!"

Jugendgeschichtstag 2011 in Magdeburg

Als der Ungar László Ungvári im August 2011 in Barleben sprach, hörten ihm die Schülerinnen und Schüler gebannt zu. Herr Ungvári ist ein Überlebender des Holocaust, dessen Vater in der Nähe von Magdeburg bestattet ist. Was Herr Ungvári als kleiner Junge hat durchleben müssen, können wir Nachgeborenen nur erahnen. Und es ist unser Auftrag, diese Erlebnisse im Bewusstsein zu halten: "Wenn es etwas gibt, um das ich Sie bitten kann, dann: Bitte, versuchen Sie nicht zu vergessen! Denn diese Dinge sind geschehen, aber wir müssen alles tun, dass sie nicht noch einmal geschehen!", bat Herr Ungvári seine Zuschauer.

Damit seine Geschichte nicht vergessen wird, nahmen die Schüler den Vortrag auf Video auf. Von ihrem Projekt berichteten die Barleber am 9.12.2011 in Magdeburg auf den Jugendgeschichtstag. Unter der Schirmherrschaft von Kultusminister Dogerloh trafen sich Projektgruppen aus ganz Sachsen-Anhalt um über ihre Erlebnisse zu berichten. Und das traf auf großes Interesse, wie die Fotos zeigen.

Für Teilnehmer Alex hat sich das Projekt gelohnt: "Viel intensiver als normaler Geschichtsunterricht." 

Hier finden Sie mehr über das Geschichtsprojekt mit Herrn Ungvári.

09.12.2011  Text: Philipp Schrage   Fotos: Volksbund

Prof. Dr. Böhmer spricht anlässlich des Volkstrauertages 2011 im Landtag

"Das Erinnern wird gebraucht"

Prof. Dr. Böhmer spricht anlässlich des Volkstrauertages bei der Gedenkstunde im Landtag Sachsen-Anhalts

Nicht weniger als ein neues Geschichtsbild forderte der ehemalige Ministerpräsident Prof. Dr. Böhmer bei seiner Rede anlässlich des Volkstrauertages am 13.11.2011 in Magdeburg. Bisher lernten die Schüler anhand von Kriegsdaten unsere Vergangenheit kennen - dabei sei die Wirkungsgeschichte der zivilen Geschichte weitaus wichtiger. Prof. Dr. Böhmer erinnerte an die Errungenschaften wie die englische Magna Charta, die amerikanische Unabhängigkeitserklärung oder die KSZE Akten.

"Das Erinnern wird gebraucht"

"Das Erinnern wird gebraucht", mahnte Prof. Dr. Böhmer und schloss sich damit dem Landesvorsitzenden des Volksbundes, Herrn Steinecke an, der den Volkstrauertag einen "Stachel im Fleisch unserer Vergesslichkeit" genannt hatte.

Beide sprachen anlässlich der Gedenkstunde zum Volkstrauertag im Landtag Sachsen-Anhalts. Musikalisch umrahmt wurde das Programm vom Vokalkreis des Telemann-Konservatoriums Magdeburg, die eine ergreifende Interpretation Anne-Franks Tagebücher sangen.

Der Jugendarbeitskreis des Volksbundes trug mehrere Gedichte von Menschen vor, die im Krieg ums Leben kamen - sei es als Soldat, Widerständler oder Verfolgte.

Herr Steinecke betonte, es ergebe sich aus dem Gedenken auch eine Verantwortung "dass  deutsche Soldaten nicht wieder missbraucht werden." 

Das Totengedenken sprach Landtagspräsident Gürth.

Nach der Gedenkstunde im Landtag begleiteten viele der Anwesenden noch die Kranzniederlegung der Bundeswehr auf dem Westriedhof.

15.11.2011   Text: Philipp Schrage Fotos: Volksbund

Oberbürgermeister Trümper, MdL Gorr, Beigeordneter Dr. Scheidemann, Angehörige der Bundeswehr und Polizei sowie weitere Unterstützer bei der Auftaktsammlung am alten Markt

Auftakt zur Haus- und Straßensammlung

Tausende sammeln Spenden für die Friedensarbeit der Kriegsgräberfürsorge

Bald sieht man sie wieder im Straßenbild: Die Sammler mit der eleganten grünen Spendendose in der Hand. In jedem Herbst helfen tausende Freiwillige, Bundeswehrangehörige, Reservisten und ehrenamtlich Engagierte Spenden für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. zu sammeln. Die so genannte Haus- und Straßensammlung ist eine wichtige Stütze für die Vereinsarbeit, denn die Kriegsgräberfürsorge finanziert sich zu gut 80% aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen.

Dass die Arbeit der Kriegsgräberfürsorge auch mehr als sechs Jahrzehnte nach Kriegsende wichtig ist, stellte der Magdeburger Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper bei seinem Grußwort fest. Insbesondere die Jugendarbeit des Vereins lobte der Stadtobere.

Zur Auftaktsammlung erschienen auch Vertreter der Bundeswehr, der Reservisten und der Polizei - diese wichtigen Partner des Volksbundes leisteten in den vergangenen Jahren wertvolle Arbeit für den Verein und sind auch dieses Jahr gerne mit dabei wenn es heißt: Spenden für den Frieden.

13.10.2011 Text: Philipp Schrage Bilder: Volksbund