Hegel Gymnasium Magdeburg gegen Kindersoldaten

Über 110 rote Hände konnten bei einem Workshop gesammelt werden

29. September 2017 Milena Schallenberg

Am Montag, 25.09.2017 begann die Projektwoche im Hegelgymnasium Magdeburg. Ein Teil der Schülerinnen und Schüler der elften Klassen starten in die Woche mit einem Workshop zum Thema Kindersoldaten und damit verbunden die Aktion „Rote Hand“. Am Donnerstag wurde der Workshop ebenfalls durchgeführt.

Zu Beginn stellte der Volksbund sich und seine Arbeit vor. Da viele noch müde aussehen folgt ein kleines Warm-up-Spiel – das „Alle die...“-Spiel. Nun waren alle wacher und konnten aufmerksam und aktiv sich dem Folgenden widmen. Zunächst wurden den Schülerinnen und Schülern Fotos gezeigt, welche sie beschrieben haben und anschließend erläuterten, was diese nun mit Kindersoldaten zu tun haben könnten. Dabei waren Bilder vom UNO-Logo, welche zum Beispiel mit dem Fakultativprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten definiert hat oder ein Werbeplakat von „Amnesty International“, welches das Leben eines Kindersoldaten mit dem Leben eines „normalen“ Jungen gegenüberstellt: während andere Jungen zum Fußballtraining gefahren werden, ist ein Kindersoldat auf dem Weg zum Schießtraining. Zu guter Letzt folgte ein Bild von der Aktion „Rote Hand“, den Elftklässlern wurde sie vorgestellt und es kamen kritische Fragen auf: „Was bringt es eigentlich, Handabdrücke zu sammeln?“ Die Antwort einer Klassenkameradin ist kurz: „Aufmerksamkeit!“ – das ist richtig, denn wenn viele Handabdrücke gesammelt werden, lenkt das die Aufmerksamkeit auf die Aktion und dies nicht nur in den Medien, viel wichtiger noch, auch in der Politik. Somit kann jeder einen kleinen Beitrag leisten, damit es endgültig keine Kindersoldaten mehr gibt.

Kindersoldaten sind kein Phänomen der Neuzeit, es gab sie leider auch schon in Deutschland. Im Ersten Weltkrieg wurden sie gezielt rekrutiert und im Zweiten Weltkrieg waren sie das „letzte Aufgebot“, als zum Ende des Krieges hin viele Verluste erlitten wurden. Vier Einzelschicksale, in der Zeit zum Ende des zweiten Weltkrieges, wurden an den Workshoptagen mit Hilfe von Rollups erzählt. Es sind die Schicksale von vier Jungen, im Alter von 15-17 Jahre, ungefähr im selben Alter wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Workshops. Diese zeigten sich betroffen und es war für sie schwer vorzustellen, in der Situation der Jungen zu sein.

Zum Abschluss der Workshops gaben die Schülerinnen und Schüler ihre Handabdrücke und es konnten über 110 Handabdrücke gesammelt werden.

Weitere Informationen zur Aktion Rote Hand finden Sie hier.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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