Lehrerfortbildungen 2012
zu den Lehrerfortbildungen 2012
Referent für Jugend- und Schularbeit
Der Landesverband Sachsen-Anhalt beschäftigt einen eigenen Referenten für Jugend- und Schularbeit. Er unterstützt interessierte Lehrer/-innen gerne bei:
- Klassenfahrten zu einer Gedenkstätte / Jugenbegegnungstsätte des Volksbundes
- lokalen Projekten zu Geschichte, Erinnerung und Denkmälern
- Projekttagen zu Rassismus, Gewalt und Geschichte
- der Ausleihe unserer Schulausstellung "Was heißt hier Frieden?"
- mit Unterrichtsmaterial zur Thematik 2. Weltkrieg, Antisemitismus u.Ä.

- Kriegsgräberstätten als Lernorte der Geschichte
14.02.2012
Aktion Rote Hand Gymnasium Gardelegen 14.02.2012
Kinder und Waffen
Schüler/-innen des Gymnasiums Gardelegen setzen sich mit dem Thema "Kindersoldaten" auseinander
Die Fotos von kleinen Kindern mit Waffen in den Händen machen die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten betroffen: "Das passt irgendwie nicht zusammen." findet eine Schülerin mit Blick auf einen Jungen, der eine Kalaschnikow trägt.
Und trotzdem ist es trauriger Alltag - bis zu 300.000 Kinder müssen heutzutage an Kriegen und bewaffneten Konflikten teilnehmen. Warum das so ist, was für Folgen dieser Umstand hat und was man dagegen tun könnte, darüber sprachen zwei Klassen der 9. und 10. Stufe des Gymnasiums Gardelegen am 14.02.2012 mit dem Schul- Jugendreferenten des Volksbundes in Sachsen-Anhalt.
In Gruppenarbeit informierten sich die Schülerinnen und Schüler über die verschiedenen UN Resolutionen zu dem Thema, die Geschichte von jungen Flak-Helfern im zweiten Weltkrieg und über die Aktion Rote Hand. Ihre Ergebnisse präsentierten sie in anschaulichen Plakaten und sogar einem kurzen Theaterstück dem Rest der Gruppe.
Schließlich schlossen sich die Schüler den Forderungen der Aktion Rote Hand durch einen eigenen Handabdruck mit Unterschrift an. Die Forderungen können sie hier nachlesen.
Im Sommer möchten die Schülerinnen und Schüler ihre roten Handabdrücke dem Landtagspräsidenten Gürth überreichen und so ein öffentliches Zeichen setzen.
14.02.2012 Text: Philipp Schrage Fotos: Volksbund
Schulprojekt Hillersleben
Auf den Spuren der Geschichte
Gymnasiasten aus Barleben starten Schulprojekt über KZ Deportierte
Im April 1945 rollt die Front unaufhaltsam durch Deutschland - bald stehen britische Truppen kurz vor dem KZ Bergen - Belsen im heutigen Niedersachsen. Über sechstausend Häftlinge werden eilig in drei Züge gepfercht, um sie weiterhin in der Gewalt behalten zu können.
Einer dieser Züge stoppt nach tagelanger Irrfahrt in der Nähe von Magdeburg - die Überlebenden werden von amerikanischen truppen befreit, in der Heeresversuchsanstalt Hillersleben untergebracht und bis Juli 1945 dort versorgt.
Für über 140 Opfer des Holocaustes kommt diese Hilfe zu spät. Darunter ist der ungarische Jude Dr. Ungvári. Sein Sohn überlebt und besucht in der kommenden Woche zum ersten Mal seit 66 Jahren das Grab seines Vaters.
Die Schüler des internationalen Gymnasiums Pierre Trudeau haben sich schon im vergangenen Schulhalbjahr mit dem Zug befasst - und starten ihr neues Schuljahr mit einer Projektwoche, in der sie sich intensiv mit dem Thema beschäftigen wollen.
Den Auftakt bildete ein Besuch in Hillersleben - der inzwischen rekonstruierte Friedhof wurde den Schülern von Ortschronisten Keweloh gezeigt. Er lud auch Herrn Falta und Herrn Tschiche ein, die den Schülern interessante Informationen geben konnten.
So fragten die Schüler, wie damals die Unterkunft der gut 2.600 Menschen organisiert war oder wie die Einwohner von Hillersleben mit den neuen Nachbarn klarkamen. Die Antworten waren frei von jedem Pathos: Natürlich seien die Hillerslebener nicht erfreut gewesen, aus ihren Häusern heraus zu müssen - doch man müsse auch bedenken, wieviel Leid den Häftlingen angetan wurde. Und schließlich habe das Mitleid gegen den Hass gesiegt, erzählte Herr Falta.
Die Schüler nahmen das Gespräch auf Video auf und möchten ihre Ergebnisse später auf www.zeitzeugenberichten.de veröffentlichen.
Das Projekt wird gefördert durch "Zeitensprünge" von der Stiftung Demokratische Jugend.
Links zu Zeitungsartikeln:
Volksstimme Wolmirstedt zum Treffen mit Laszlo Ungvári








































