Gefallen für die Bundesrepublik Deutschland

Volksbund und Bundeswehr gedenken des Stabsgefreiten Robert Hartert, gefallen im "Karfreitagsgefecht" am 2. April 2010

12. April 2017

Gedenktafel im "Wald der Erinnerung" (Potsdam)

Oberst Baumgärtner und Detlef Fritzsch am Grab des gefallenen Stabsgefreiten Hartert

Oberst Baumgärtner und Detlef Fritzsch am Grab des gefallenen Stabsgefreiten Hartert

Am 2. April 2010 erlitt die Bundeswehr die ersten Gefechtsverluste seit ihrer Gründung 1956. Im "Karfreitagsgefecht" fielen in Afghanistan drei Soldaten des Fallschirmjägerbataillons 373 aus Seeorf, unter ihnen der Stabsgefreite Robert Hartert aus Wilsdruff.

Am 2. April 2017 gedachten an dessen Ehrengrab auf dem Friedhof in Wilsdruff der Kommandeur des Landeskommandos Sachsen, Oberst Baumgärtner, und der stellv. Landesvorsitzende des Volksbunds in Sachsen, Detlef Fritzsch, des Gefallenen, der in treuer Pflichterfüllung sein Leben für die Bundesrepublik Deutschland verlor.

Das stille Gedenken besteht regelmäßig aus einer Kranzniederlegung und dem Verlesen des Totengedenkens des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. In dieser Weise gedenken Volksbund und Bundeswehr seit 2011 an verschiedenen Orten in Deutschland jener ca. 70 Mann, die im Einsatz den Tod fanden. Dem entspricht die Einrichtung von "Ehrengräbern der Bundeswehr", die auf Antrag der Angehörigen angelegt, und deren Pflege durch die Bundesrepublik Deutschand gewährleistet wird. Obgleich diese Toten kein dauerndes Ruherecht, analog zu den Gefallenen der beiden Weltkriege geniessen, schuf die Sächsische Staatsregierung durch eine Änderung des Sächsischen Bestattungsgesetztes den rechtlichen Rahmen, um diesen Toten ein dauerndes Ruherecht zu gewähren.

Inzwischen fand die Bundeswehr Formen und Rituale, um der Einsatztoten in angemessen-würdiger Weise zu gedenken, dazu gehört die Errichtung des Ehrenmals der Bundeswehr (s.u.) am Berliner Dienstsitz des Verteidigungsministeriums im Bendler-Block und die Gestaltung des "Waldes der Erinnerung" beim Einsatzführungskommando in Potsdam (s.u.). Dort sind die Gedenkstätten aus den jeweiligen Einsatzländern wieder errichtet worden, und den Angehörigen ist es möglich, Ihrem Toten dort einen Baum zu widmen und individuell mit Bildern, Texten, Abzeichen oder einem schlichten Namensschild zu versehen.

Ehrenmal der Bundeswehr:

https://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/start/gedenken/ehrenmal/

Wald der Erinnerung:

https://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/start/gedenken/wald_der_erinnerung/

Totengedenken der Deutschen Kriegsgräberfürsorge:

http://www.volksbund.de/volksbund-volkstrauertag/totengedenken-volkstrauertag.html

DR

 

 

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Volkstrauertag 2017

Die zentrale Gedenkstunde zum Volkstrauertag am 19. November 2017 veranstaltete der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge traditionell im Plenarsaal des Sächsischen Landtages zu Dresden; dieser geht eine protokollarische Kranzniederlegung auf dem Nord-Friedhof voraus.

Im Jahr 2016 hielt S. E. Wladimir M. Grinin, Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland, die Gedenkrede. 

In unserer Mediathek haben Sie die Möglichkeit, Videomitschnitte aller Programmteile der Veranstaltung anzusehen.

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