Sonderausstellung Krieg und Menschenrechte im DIZ Torgau

Wanderausstellung des Volksbundes im Schloss Hartenfels zu sehen - verlängert bis zum 11. Februar 2018 - pädagogisches Begleitmaterial verfügbar

3. November 2017

Es waren vor allem die Lehren aus den Verbrechen des Zweiten Weltkrieges, die die Erklärung der Menschenrechte 1948 hervorbrachten – und damit auch ein neues Verständnis von Menschen- und Völkerrecht. Dennoch sind die Menschenrechte leider bis heute kein selbstverständliches Gut, vielerorts werden selbst diese grundlegenden Rechte, die eigentlich jedem Menschen gleichermaßen zustehen und dabei unteilbar und unveräußerlich sein sollten, verletzt oder gänzlich missachtet.

Dies hat sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. zum Anlass genommen, „Krieg und Menschenrechte“ als aktuellen Themenschwerpunkt zu wählen, denn Kriegsgräberstätten machen Menschenrechtsfragen greifbar und bieten eine Möglichkeit, sich intensiv mit Menschenrechtsverletzungen auseinanderzusetzen. Hierzu haben wir ein Bildungspaket entwickelt.

Bestandteil dieses Pakets ist eine Wanderausstellung, die sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler richtet und zu der zusätzliches pädagogisches Begleitmaterial für die Sekundarstufen I und II verfügbar ist. Aber auch andere Besucher können beim Besuch der Ausstellung ihr Wissen erweitern. Sie vermittelt einen kompakten und überschaubaren Überblick zum Thema und bildet historische sowie aktuelle Aspekte ab, wobei auch Einzelbiografien exemplarisch dargestellt werden. Entwickelt wurde sie in Zusammenarbeit mit dem Nürnberger Menschenrechtszentrum und dem wissenschaftlichen Beirat des Volksbundes.

Die Ausstellung macht zurzeit Station in Torgau und wird hier noch bis zum 11. Februar 2018 im Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) im Schloss Hartenfels als Sonderausstellung gezeigt (täglich 10-18 Uhr, Eintritt frei).

Ein Besuch des Themenbereichs "Wehrmachtjustiz" in der Dauerausstellung des DIZ Torgau bietet sich anschließend an. Denn die Wehrmachtjustiz in Torgau und andernorts missachtete im Zweiten Weltkrieg fundamentale Rechte der Einzelnen. Sie führte Gerichtsverfahren durch, die keinen rechtsstaatlichen Ansprüchen genügten. Dabei verurteilte sie Soldaten und Zivilisten beispielsweise wegen des dehnbaren Straftatbestands „Zersetzung der Wehrkraft“ oder wegen Kriegsdienstverweigerung zu menschenverachtender Haft oder zum Tode.

Mehr Informationen zu unseren pädagogischen Angeboten finden Sie in der Rubrik Schule.

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Volkstrauertag 2017

Die zentrale Gedenkstunde zum Volkstrauertag am 19. November 2017 veranstaltete der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge traditionell im Plenarsaal des Sächsischen Landtages zu Dresden. Zuvor fand eine protokollarische Kranzniederlegung auf dem Dresdner Nordfriedhof statt.

Die Gedenkrede 2017 hielt Generalmajor Norbert Wagner.

In unserer Mediathek haben Sie die Möglichkeit, Videomitschnitte aller Programmteile der Veranstaltung anzusehen.

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