Volkstrauertag 2016

Kranzniederlegung mit militärischem Zeremoniell auf dem Dresdner Nordfriedhof Gedenkrede des russischen Botschafters, Wladimir Grinin, zur Feierstunde im Sächsischen Landtag

14. November 2016

Der Volkstrauertag des Jahres 2016 folgte in seinem Ablauf dem bewährten Format der vergangenen Jahre:

1) Protokollarische Kranzniederlegung auf dem Dresdner Nordfriedhof, Kannenhenkelweg 1, 01099 Dresden von 09.30h bis 10.00h, an der Vertreter von Landtag, Staatsregierung, Landeshauptstadt, Bundeswehr und des russischen diplomatischen Corps teilnahmen. Die Ausgestaltung erfolgte in Form eines militärischen Zeremoniells mit Soldaten der Offiziersschule des Heeres in Dresden.

2) Feierstunde im Sächsischen Landtag um 11.00h. Die Gedenkrede hielt der russische Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland, S.E. Wladimir Michailowitsch Grinin. Das traditionelle Totengedenken verlas der Landtagspräsident und Schirmherr des Landesverbands Sachsen, Herr Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler. Den Höhepunkt der Gedenkfeier bildete die Ansprache des Botschafters der Russischen Föderation in Deutschland, S.E. Wladimir Michailowitsch Grinin, die Sie in unserer Mediathek nachhören können.

Bei strahlendem Sonnenschein und klirrender Novemberkälte fanden sich etwa 130 Gäste ein, um der protokollarischen Kranzniederlegung auf dem Ehrenhain der Sächsischen Armee (Nordfriedhof) beizuwohnen. Hier stand das Gedenken an die deutschen Gefallenen beider Weltkriege im Mittelpunkt des Festakts auf dem ehemaligen Garnisonsfriedhof des Standorts Dresden, auf dem sich Gräber aus allen Perioden der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts befinden. Hinzu kommen sowjetische, ungarische und tschechische Tote aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs sowie Verurteilte der deutschen Militärjustiz. Daneben beherbergt der Friedhof die Gedenkstätten für die Generale Olbricht und Oster, die in Folge des 20. Juli 1944 ermordet worden sind. Offiziere der III. Inspektion der Offiziersschule des Heeres unter Führung von Oberstleutnant Jarczak stellten die Ehrenposten und Kranzträger, während ein Trommler und ein Trompeter des Landespolizeiorchesters für die musikalische Ausgestaltung sorgten. Dabei erklang das Lied "vom guten Kameraden". Mit repräsentativen Kränzen waren vertreten: der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der Landtagspräsident, die russische Botschaft, die sächsische Staatsregierung, die Stadt Dresden und die Bundeswehr (Landeskommando und Offiziersschule d. Heeres).Im Anschluss daran verlas ein Vertreter des Volksbunds das traditionelle Totengedenken.

 

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Den zweiten Teil des Volkstrauertags markierte die Feierstunde im Sächsischen Landtag, an der rund 450 Gäste teilnahmen.  Die Begrüßung erfolgte durch den Landesvorsitzenden, Prof. Dr. Günther Schneider und Grußworte des Landtagspräsidenten, Dr. Rößler, der Staatsregierung, vertreten durch Frau Staatsministerin Klepsch und der Stadt Dresden in persona des Ersten Bürgermeisters, Detlev Sittel. Letzterer verlas in seiner sehr bewegenden Ansprache Passagen aus der letzten Korrespondenz seines neunjährigen Vaters mit dessen älterem Bruder, der seit dem Februar 1945 vermisst wird. Danach vermittelten zwei Mitglieder des Jugendarbeitskreises des Landesverbands Sachsen bewegende Eindrücke ihrer eigenen Arbeit für den Volksbund, die unter dem Motto "Arbeit für den Frieden - Versöhnung über den Gräbern" steht, und noch heute - 70 Jahre nach Kriegsende - einen Anknüpfungspunkt für die Vermittlung der Geschichte des Zeitalters der Weltkriege bietet. Grinin unterstrich den traditionell hohen Stellenwert der deutsch-russischen Beziehungen für den Frieden in Europa, die nicht durch tagespolitische Friktionen geschmälert werden dürfe. Insbesondere verwies er auf den herausragenden Anteil der Arbeit des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge für die deutsch-russische Versöhnung, für die symbolisch die Friedenskirche am deutschen Soldatenfriedhof in Rossoschka bei St. Petersburg stehe. Schließlich betonte der Botschafter die Bedeutung der gemeinsamen christlichen Wurzeln für den Zusammenhalt Europas. Die Gäste bedachten Grinins Rede mit anhaltendem Beifall. Bevor die Feier mit der vom Landespolizeiorchester intonierten Nationalhymne ausklang, verlas der Präsident des Sächsischen Landtags, Dr. Rößler, das traditionelle Totengedenken des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge, in dem aller Toten von Krieg, Gewalt und Unrecht gedacht wird. Anschließend nutzten die Gäste beim Stehempfang im Vestibül des Sächsischen Landtags die Gelegenheit zu anregendem Gespräch bei anlassgemäßer Verpflegung und Getränken.

 

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Der Mitteldeutsche Rundfunk berichtete im Sachsenspiegel vom 13. Nov. 16 ausführlich über die Veranstaltung. (Hinweis: externer Link)

Der Landesverband Sachsen dankt dem ehren- und hauptamtlichen Personal des Volksbunds und allen Verantwortlichen und Unterstützern der beteiligten Institutionen, insbesondere der Bundeswehr, dem Sächsischen Landtag und dem Nordfriedhof für die umfassende Unterstützung, die wesentlich zum Erfolg des diesjährigen Volkstrauertags beitrug.

 

D.R.

 

 

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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Volkstrauertag 2017

Die zentrale Gedenkstunde zum Volkstrauertag am 19. November 2017 veranstaltete der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge traditionell im Plenarsaal des Sächsischen Landtages zu Dresden; dieser geht eine protokollarische Kranzniederlegung auf dem Nord-Friedhof voraus.

Im Jahr 2016 hielt S. E. Wladimir M. Grinin, Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland, die Gedenkrede. 

In unserer Mediathek haben Sie die Möglichkeit, Videomitschnitte aller Programmteile der Veranstaltung anzusehen.

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