Futa-Pass 2008

Anfang August war es wieder soweit und ein Bus der Bundeswehr setzte sich mit rund 22 Teilnehmern, drei Teamern, zwei Busfahrern und unserem Versorgungsteam in Richtung Italien in Bewegung. Nach einer ruhigen Fahrt und erstem Beschnuppern kamen wir am nächsten Morgen in unserer ersten Herberge in Montagnana an, wo wir die nächsten beiden Nächte verbringen sollten. Ein imposantes Türmchen hatte das Haus schon, aber da wussten wir auch noch nicht, welche Strapazen uns das Erklimmen der obersten Stockwerke über die ausgedehnte Treppenlandschaft bescheren sollte. Nach einem kurzen Frühstück in der Stadt konnten wir auch unsere Zimmer beziehen und den ersten Tag zum gegenseitigen Kennenlernen nutzen. Trotz der eher fragwürdigen Küchenausstattung („Wie, das ist nicht der Sperrmüll?“) schaffte es die Küchencrew, uns gut durch die folgenden 2 Tage zu bringen. Abends kamen dann auch noch zwei italienische Teilnehmerinnen, die unsere Gruppe vervollständigten, hinzu. Mit gebrochenem Englisch und Händen und Füßen konnten wir uns doch alle sehr gut untereinander verständigen.

Von Montagnana aus fand auch das erste Highlight unseres Camps statt, der Besuch von Venedig. Jeder konnte auf eigene Faust diese wunderschöne Stadt erkunden, sei es bei einer Bootstour rund um die Lagune oder beim Flanieren durch unzählige Gässchen.

Der folgende Tag führte uns, nach einem Abstecher an den Strand, zu unserem eigentlichen Ziel, dem Camp auf dem Futa-Pass. Hier verbrachten wir den Rest unseres Aufenthaltes. Wir setzten uns mit der Geschichte in einer Friedhofsselbstführung auseinander und verbrachten unsere Arbeitstage mit leichten Pflegearbeiten, wie Rasen mähen, Unkraut jäten und dem Abbau einiger Bänke. Aber natürlich kam auch das Kulturprogramm in den folgenden zwei Wochen nicht zu kurz. Städte wie Florenz, Bologna, Pisa und Siena ließen uns ein Stück italienische Lebensfreude genießen und luden mit kurzen Führungen von Carsten oder Daniela und viel Freizeit zum Verweilen ein. Ebenso besuchten wir den Friedenspark von Monte Sole, wo wir auch noch einen Arbeitstag verbrachten. Zur Halbzeit unseres Camps stand das obligatorische Neptunfest an, wobei wir uns es nicht nehmen ließen, unseren Neptun (Tom) nach Herzenslust mit Fingerfarbe herauszuputzen, welche sich allerdings beim Abwaschen als äußerst resistent erweisen sollte. Alles in allem folgten in der letzten Woche noch einige Stadt und Strandbesuche. Wobei besonders Florenz am späten Abend einen besonderen Eindruck hinterließ. In der letzten Woche fand auch unsere Gedenkfeier auf dem Denkmal des Friedhofes statt, für welche wir einige Lieder sangen und selbst geschriebene Texte verlasen. Mit etwas mulmigem Gefühl, aber auch dem Gewissen die letzten beiden Wochen mit sinnvoller Arbeit verbracht zu haben, konnte jeder mit einer Blume über den Friedhof gehen und diese an einem der vielen Grabsteine niederlegen.

Mit großen Schritten ging unser Camp nun auch dem Ende zu und alles verfiel in heftige Planung für den Abschlussabend. Für diesen hatten wir unsere geballte Kreativität zum Zuge kommen lassen, von einem Tanzkurs über ein wenig Physik zum Anfassen und Improvisationstheater konnte jeder ganz nach seinen Interessen mitwirken. Nach einem fantastischen Buffet, was unsere Köche den ganzen Tag über vorbereiteten, konnte das bunte Programm schließlich losgehen und wir verbrachten einen der letzten Abende alle gemeinsam mit sehr viel Spaß.

Zwei Tage später verabschiedeten wir uns wieder von Italien und die Reise ging ins verregnete Deutschland zurück. Knapp drei Wochen eines sehr schönen Camps lagen hinter uns, an die wir uns gerne noch einige Zeit erinnern werden.

 

Weiter zur Fotogalerie des Workcamps ...

 

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Spendentelefon: 0561 700 90

Spendenkonto

IBAN:
DE23520400210322299900

BIC: COBADEFFXXX

Commerzbank Kassel


Jugendarbeitskreis Sachsen

Ihr findet uns auch auf Facebook!

Hier geht's lang!