St. Petersburg/Gatschina 2009

Wir schreiben den letzten Tag vor der Abreise, doch anstatt das Camp und seine bereits vergangenen Tage vor dem inneren Auge Revue passieren zu lassen, steht ein Großteil unter Stress. Grund hierfür, die Vorbereitung des Abschlussabends. Wer vorher sich noch der Illusion hingab, ein paar Stunden wären ausreichend, sah sich nun eines besseren belehrt.

Freizeittag lautete die Devise am Tagesplan und ermöglichte so noch einmal ein wenig auszuschlafen und uns erst gegen 10.00 Uhr zum Frühstück aufzuraffen. Nach der uns immer noch ein bisschen ungewohnten Art der Nahrungsaufnahme, folgte ein scheinbar ewiges Hin und Her aus Ideen, Verständigungsproblemen und deren Übersetzungen, Durcheinandergerede und der fehlenden Präsenz einiger Teilnehmer. Nachdem die Aufgaben halbwegs verteilt waren, trennten sich die Wege; während ein Teil sich ein letztes Mal nach St. Petersburg aufmachte, um ein paar Souvenirs zu erwerben, weilten einige in Gatchina und dessen Geschäften, des gleichen Grundes wegen und der Rest genoss die ungewohnte Freizeit im Heim beim Schlafen oder Lesen.

Kaum aus allen Ecken zurückgekehrt, ging die Vorbereitungsphase in die letzte Runde. Was noch nicht fertig war, musste in wenigen Sekunden behelfsmäßig zusammengezimmert werden. Wie wir mittlerweile nur zu gut wussten, konnte auch der Abschlussabend nicht unbedingt pünktlich stattfinden und so verschob sich der Beginn von ehemals 19.00Uhr schließlich auf 20.30 Uhr. Jedoch waren zu diesem Zeitpunkt dann auch unsere Gäste eingetroffen. Vika aus Gatschina, der Grillmaster Sergej, sowie Dima aus St. Petersburg.

Christin begann durch den Abend zu führen und ließ dank Anna auch die russischen und weißrussischen Teilnehmer an ihren Worten teilhaben. Das Essen wurde eröffnet und alle ließen sich die große Auswahl so richtig schmecken. Kaum hatte sich das Hungergefühl verflüchtigt, stand schon das erste Beschäftigungsspiel auf dem Plan: Personenstapeln im Stuhlkreis. Während manche Stühle lange auf einen Teilnehmer warten mussten, bogen sich andere unter der Last von bis zu sieben Personen und so manches zarte Mädchen litt unter einem Schwergewicht. Letztendlich wurde das Spiel durch Dima aus Wolgograd beendet, der es als Erster seine vier Buchstaben auf dem angestammten Platz niederließ. Kurze Zeit später statteten wir dem Zoo einen kleinen Besuch ab und 33 Tiger stürzten mit verspäteter Reaktion in die Mitte und mitunter aufeinander.

Um uns für die Organisation und „familiäre Betreuung“ der vergangenen Tage zu bedanken, folgte eine kurze Danksagung, die immer wieder durch Klatschen und Johlen unterbrochen wurde.

Um dem Ganzen nicht nur verbal Ausdruck zu verleihen, gab es dann auch noch ein paar materielle Kleinigkeiten für das Leitungsteam. Wir hoffen natürlich, dass diese Flut des Lobes euch nicht übermütig werden lässt.

Nach einem Kopf an Kopfrennen konnten wir schließlich, die doch sehr knappe Entscheidung bekannt geben und „Miss und Mister Camp 2009“ auszeichnen (Tanja und Steffen). Besagtes Paar tanzte mit wehender Absperrbandschärpe und Krönchen einen formvollendeten Walzer.

Der Abend im Café neigte sich dem Ende entgegen und auch die Teamer wollten noch ein wenig zur Unterhaltung beitragen. Eine Tombola bestehend aus vielen sinnvollen bis sinnlosen Kleinigkeiten erheiterte die Gemeinschaft, begonnen mit vielen Dingen aus der Volksbundkollektion, sei es Beutel, Schal, Schlüsselband oder Aufkleber, folgten Atemmasken, Insektenschutzmittel, Lunchpakete oder BH-Einsatzkissen.

Um das Camp auch wirklich in Erinnerung zu behalten, gab es dann für jeden mit feierlicher Überreichung, eine Self-Made-Urkunde, ein Puzzle, die E-Mailadressen und nicht zu vergessen ein Bild vom Schloss in Gatchina.

Auch wenn noch nicht alle Spiele gespielt waren und nicht alle Volkstänze getanzt, so mussten wir nun die Location wechseln.

An der Tischtennisplatte kam es nun zur großen Auflösung der Secret-Friend-Aktion. So mancher staunte über die Kreativität und das Einfallsreichtum der Geschenke, welche von Kopfkissen, über Seifenblasen und Trillerpfeifen bis hin zu Socken, süßen Nachrichten und Collagen reichten.

Nicht wenige schienen dann bei der Auflösung ein ziemliches Brett vor dem Kopf zu haben und so kam es doch noch zur einen oder anderen Überraschung. Der Rest des Abends war geprägt von Tanz und Musik in der überfüllten Küche, den ersten Abschiedstränen, dem Gesang von Wind of Change, sowie verfrühtem Kofferpacken. Erst im Morgengrauen bewegten sich die Letzten ins Bett und mancher ließ dann auch das Frühstück ausfallen.

 

Ein Bericht von Lisa

 

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