Leipzig 1998

Sommer, Sonne, Strand und mehr..., dazu eine Stadt wie Leipzig mit ihrem nahezu unendlichen Kultur- und Freizeitangebot und schließlich etwa 30 Jugendliche aus elf verschiedenen Ländern - das alles verspricht viel Spaß, Abwechslung und Abenteuer. Die ideale Ausgangslage also für ein internationales Workcamp unter dem Motto "Arbeit für den Frieden"!

Na gut, das mit dem Wetter kann man nicht so ganz beeinflussen. Vielleicht lag es daran, dass nicht immer alle aufgegessen haben, aber wahrscheinlich gab es auch andere Ursachen dafür, dass sich der anfänglich heiße Sommer nach der Hälfte des Camps von seinen mehr als 30°C auf zum Schluss deutlich unter 20°C abkühlte und auch der eine oder andere Schauer dazwischen kam. Aber davon lässt man sich ja nicht die Laune verderben, zumindest nicht in solch einem tollen Camp! Gebadet wurde trotzdem genug, zum Beispiel im Kulkwitzer See und im Spaßbad Riff in Bad Lausick, und dann gab es ja auch sonst noch viel zu erleben: die Innenstadt von Leipzig, das Völkerschlachtdenkmal, das Neue Messegelände, die nahegelegenen Braunkohletagebaugebiete und natürlich auch das Nachtleben der Studentenstadt. Hinzu kamen verschiedene Ausflüge, z.B. in die Landeshauptstadt Dresden, und gesellige Spiel- und Grillabende, zum Teil mit wahrlich internationaler Küche.

Ach so, gearbeitet wurde selbstverständlich auch noch. Es heißt ja schließlich Workcamp. Mit viel Fleiß und Eifer wurde bei der Neugestaltung des riesigen Grabfeldes für die Leipziger Bombenopfer auf dem Südfriedhof geholfen, das die Besucher spätestens bis zum 55. Jahrestag des ersten großen Bombenangriffes auf die Messestadt am 4. Dezember 1943, der mehr als 2.000 Menschen das Leben kostete, wieder als Friedhofsfläche erkennen können sollten. Daher wurden Wege gepflastert, Unebenheiten mit neuer Erde ausgeglichen, Rasen eingesät und Stauden gepflanzt. Zusätzlich plante das zuständige Grünflächenamt, im Anschluss an das Camp 30 bis 60 Stelen, beschriftet mit den Namen und Daten der bekannten Opfer, aufzustellen. Die neugestaltete Fläche wird zukünftig auch durch den Einsatz der Jugendlichen aus ganz Europa sichtbar zur Mahnung für den Frieden und zur Versöhnung über den Gräbern beitragen.

 

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