Lommel 1996

1996 gelang es dem Landesverband Sachsen, im Bereich der Jugendarbeit einen bedeutenden Schritt nach vorn zu machen – vom 28. Juni bis zum 13. Juli führte er sein erstes Workcamp im westeuropäischen Ausland durch.

Von Dresden aus startete eine Gruppe Jugendlicher ins belgische Lommel, um dort die nächsten zwei Wochen gemeinsam zu verbringen. Als Unterkunft diente die volksbundeigene Jugendbegegnungsstätte am Rande der Kleinstadt nahe der niederländischen Grenze. Direkt neben der Herberge befindet sich eine der größten deutschen Kriegsgräberstätten überhaupt, in der Umgebung der Ortschaft gibt es außerdem noch einen belgischen, polnischen und einen britischen Friedhof. Diese Dichte ist in Belgien leider nichts Ungewöhnliches, da das kleine Land von unzähligen Kriegen überrollt worden ist. Auf mehreren Anlagen haben die Jugendlichen gearbeitet, wobei sie jedoch durch häufiges Regenwetter teilweise ihre Tätigkeiten vorzeitig abbrechen mussten.

Doch so lange die Stimmung innerhalb der Gruppe stimmt, kann auch der eine oder andere Wolkenbruch die Moral nicht verderben. Außerdem sorgte ein sehr buntes und vielfältiges Freizeitprogramm für jede Menge Abwechslung und Spaß. So wurden beispielsweise Kulturmetropolen wie Antwerpen und Brüssel (mit Atomium und Europaparlament) besucht, Naturschönheiten wie die Ardennen (mit Grottenbesuch und Kajakfahrt) und die „Sahara“ von Lommel erkundet sowie Hintergrundwissen beim Besuch des KZ Breendonk, bei einem Zeitzeugengespräch, bei der Besichtigung einer Moschee mit Minarettbesteigung und im mittelalterlichen Freilichtmuseum Bokrijk erworben. Besondere Highlights dürften die Besuche eines Center Parcs sowie die Besichtigung einer Ford-Teststrecke gewesen sein – mit Probefahrt bei Tempo 230!

Auch in der Unterkunft boten sich genügend Möglichkeiten, die Zeit gemeinsam zu verbringen, z.B. beim Tischtennisturnier, Tischfußballmatsch oder dem gemeinsamen Grillen im Freien. Die Nachtruhe wurde gleich zu Beginn abgeschafft, so dass die meisten Schlafstunden wohl nicht im Bett, sondern bei den Ausflügen im Bus gesammelt wurden.

Wer sich nur erholen wollte, dürfte bei diesem Camp wohl etwas enttäuscht worden sein. Dafür kehrten die Teilnehmer nach kurzweiligen zwei Wochen mit unzähligen neuen Eindrücken nach Deutschland zurück. Und für die Jugendreferentin und den Landesverband Sachsen bedeutete der 13. Juli 1996 das Bestehen einer weiteren Feuerprobe, den erfolgreichen Abschluss der ersten sächsischen Jugendbegegnung im westlichen Ausland.

 

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