Zgierz 1998

Eine Kriegsgräberstätte mitten im Wald, die Unberührtheit der Natur lässt nicht darauf schließen, dass hier in Zgierz deutsche, polnische und russische Kriegstote ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Doch die vierzehn Tage, die wir zusammen Buschwerk beseitigt, Zweige zusammen gesammelt und eine erste Lichtung in den Wald geschlagen haben, brachten nicht nur die Kriegsgräber langsam zum Vorschein, sondern auch unsere beiden Nationen einander näher. Die gemeinsamen Ausflüge nach Łódź, Warschau, Krakau und Zakopane, die beeindruckenden Erlebnisse im ehemaligen Salzbergwerk boten uns einen tiefen Einblick in die Landschaft und die Kultur Polens. Und die Begleitung des deutschen Kamerateams bot uns die Gelegenheit, sich mit der eigenen Kultur auch kritisch auseinander zu setzen.

Wir knüpften enge Beziehungen zum Bürgermeister und auch zum Freund und Helfer eines jeden Bürgers. Wir lernten uns nicht nur kennen, wir lernten auch, offen und aufgeschlossen aufeinander zuzugehen. Je mehr sich der Wald um die Gräber lichtete, um so mehr vertieften sich die Freundschaften, die noch bis heute andauern. Unser gemeinschaftlich vorbereiteter Abschiedsabend zeigte, wie nah wir uns in den zwei Wochen gekommen waren. Unsere Gastgeschenke, die kleinen Räuchermännchen, haben in Zgierz ein neues Zuhause gefunden, und wir haben die Herzlichkeit unserer Gastgeber mit nach Hause genommen.

Ein Bericht von Nora

 

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Spendentelefon: 0561 700 90

Spendenkonto

IBAN:
DE23520400210322299900

BIC: COBADEFFXXX

Commerzbank Kassel


Jugendarbeitskreis Sachsen

Ihr findet uns auch auf Facebook!

Hier geht's lang!