Zgierz 1999

Sommer in Zgierz – Ein Erlebnis der besonderen Art

Als ich am Abend des 24. Juli in den Zug stieg, wusste ich nicht, was mich erwarten würde.

Ein fremdes Land, fremde Menschen, Arbeit auf einer Kriegsgräberstätte… Doch ich war sehr gespannt und freute mich auf drei Wochen Ferien. Die Stadt Zgierz, im Herzen Polens, lernte ich bei strahlendem Sonnenschein kennen und mit ihr auch die wunderbaren Menschen, die in ihr leben. Der erste Tag begann mit Gesprächen, Erkundungen und dem Einrichten der Zimmer. Und dann am nächsten Morgen sah ich zum ersten Mal den Waldfriedhof, auf dem wir die nächsten Tage arbeiten wollten. Grün, verwuchert,  mit einer kleinen Lichtung, kaum vorstellbar, dass hier Menschen begraben sein sollten. Die Arbeit war nicht weiter anstrengend, es sei denn man hatte seine Arbeitsschuhe nicht eingelaufen, wie es bei mir der Fall war. Bis zum letzten Tag hatte ich Blasen an den Füßen…

Am Schönsten waren die gemeinsamen Unternehmungen. Unser Camp bestand aus jeweils 12 polnischen und deutschen jungen Menschen plus Betreuern und einer stets schwatzenden Dolmetscherin. Als erstes besuchten wir den hiesigen Pub und die Konditorei. Danach folgten Warschau, die Hauptstadt Polens, Diskothek "Westside", eine Bogenschießhalle und das Pferdegestüt Walewice. Schnell kam das Bergfest heran, an dem das mdr-Fernsehen sowie Cher höchstselbst zu Besuch kamen! In Zgierz fanden zu dieser Zeit Ringer-Weltmeisterschaften statt, an denen wir ebenfalls teilnehmen konnten - als Zuschauer natürlich. Der Höhepunkt allerdings war ein viertägiger Aufenthalt im Gebirge. Ach, wie atmete man da gleich viel leichter und mit deutlich mehr Appetit. Die wunderschöne Stadt Krakau, eine abenteuerliche Kanufahrt, senkrechtes Bergsteigen und beeindruckende Besichtigungen von Kirchen und Klöstern versüßten uns die Zeit. Das Abschlussfest rückte rasch näher und eh ich mich versah war, saß ich im Zug nach Hause, mit Tränen in den Augen und dem Gefühl, ein Stück meines Herzens dagelassen zu haben.

Ein Bericht von Romy

 

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