Futa-Pass 2005

Sonne, Strand und Meer sind die Dinge, die einem zuerst einfallen, wenn man Italien hört. Und all das konnten wir im Sommer 2005 in unserem Jugendcamp in der Toskana genießen. Aber darüber hinaus erlebten wir noch viel mehr. Wir erkundeten die Städte Florenz, Pisa, Siena und Venedig, ließen uns verzaubern von ihrer reichen Kultur und ihrem italienischen Flair. Bei einer abenteuerlichen Wanderung auf den Spuren der antiken Pass-Straße stärkten wir unseren Team-Geist. Wir besuchten den Stadtstaat San Marino, stolz auf dem Berg thronend. In Carrara besichtigten wir die Marmorsteinbrüche und erkannten einige neue Verwendungsmöglichkeiten für Carrara-Marmorstaub. Auch Sport und Spiel waren angesagt, zum Beispiel beim Fußballspiel des "Futa-DoppelPass" gegen eine Dorfmannschaft, welches trotz kläglicher Niederlage große Begeisterung hervorrief.

Ein weiterer Programmpunkt unseres Camps waren Seminare zu den Thema "Zweiter Weltkrieg, deutsche Besatzung und Widerstand in Italien" mit besonderem Bezug zu Norditalien und der Toskana. Anhand vieler Einzelschicksale bot die Seminararbeit detaillierte Eindrücke der Lebensumstände im Italien der damaligen Zeit.

Untergebracht war unser Camp auf dem Futa-Pass, der oft mit seinen Nebelschwaden einen faszinierenden Kontrast zum sonst sonnigen, typisch italienischen Wetter bildete. Der Futa-Pass liegt in 952 m Höhe direkt neben dem größten deutschen Soldatenfriedhof Italiens. Hier verrichteten wir Pflegearbeiten. Noch viel interessanter war jedoch die Arbeit im Friedenspark von Monte Sole bei Marzabotto, ein Ort der 1944 wegen nazistisch-faschistischen Massakern an der Zivilbevölkerung ein trauriges und dunkles Kapitel deutsch-italienischer Geschichte schrieb.

Dass wir mit unserer Arbeit auf dem richtigen Weg zu Frieden und Versöhnung waren, zeigten Gespräche mit Augenzeugen. Sie sprachen uns Dank für unsere Arbeit aus und die anfängliche Skepsis beim Anblick unseres Bundeswehrbusses war wie weggeblasen.

Das Jugendcamp 2005 in Italien war voller Eindrücke. Zu sehr vielen schönen Erlebnissen auf unseren Ausflügen gesellte sich Nachdenklichkeit über den Krieg und seine Folgen. Es hat sicher jeder etwas mitgenommen aus dem Camp ... und wenn es neue Freunde sind, mit denen man durch gemeinsame Erfahrungen verbunden ist.

 

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