Zeithain 2003

„Kreinitz 2003 – 14 Nationen, 17 Tage, 1 Camp, viele Eindrücke“, so steht es auf der Titelseite des Tagebuches der internationalen Jugendbegegnung 2003 des Landesverbandes Sachsen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. Diese Aussage spiegelt das Camp in knapper Form wider, und alle, die dabei waren, werden es so bestätigen können.

Am 2. August 2003 trafen über 25 Jugendliche aus ganz Europa in Sachsen ein, um die nächsten zweieinhalb Wochen gemeinsam zu verbringen. Was mögen sie nur gedacht haben, als sie in Riesa den Zug verließen und in das kleine Dorf Kreinitz rechts der Elbe gebracht wurden? Ich weiß es nicht. Sollten sie Bedenken gehabt haben, so haben sich diese bis zum 19. August 2003 in Trauer verwandelt, diesen Ort wieder verlassen zu müssen.

In Kreinitz erlebten sie schließlich einen bunten Mix verschiedenster Kulturen. Sie nahmen sicher nicht an einem normalen Ferienlager teil. Sie lernten sich und die anderen, die eigenen Interessen und die der anderen besser kennen. Sie lernten nicht nur die zugegeben manchmal schwierigen Namen aller Teilnehmer, sondern auch, wer welche Interessen hat und wie mit jedem umgegangen werden sollte. Aus einem bunt zusammengewürfelten Haufen entwickelte sich eine Gruppe, die zusammengehörte und mit einer Stimme sprach.

Bei den Arbeitseinsätzen schwitzten alle auf die gleiche Weise, um eine sowjetische Kriegsgräberstätte in der Nähe von Zeithain herzurichten, die Gedenkstätte für die Opfer des Krieges und damit Mahnmal gegen den Krieg sein soll. Trotz der starken Hitze spürte man die Begeisterung aller für die anspruchsvolle Aufgabe, die Wege neu anzulegen und die Blumenbeete von Unkraut zu befreien.

Neben der Arbeit stand ein umfangreiches Freizeitprogramm auf der Tagesordnung. Auf Ausflügen lernten die Teilnehmer aus Nah und Fern Dresden, Leipzig und andere sächsische Highlights kennen. Sportlich ging es auf der Radtour nach Meißen, bei dem Fußballspiel gegen den Jugendclub und dem Drachenbootfahren auf der Elbe zu. Auf eine Wanderung in der Sächsischen Schweiz musste auf Grund der Hitze leider verzichtet werden. Dafür sorgten Besuche in Freibädern der Region für die notwendige Abkühlung und jede Menge Spaß. Die Abende wurden meist gemütlich im Freigelände unserer Unterkunft, einer Schule, verbracht und oft bis in die frühen Morgenstunden ausgedehnt. Höhepunkte bildeten schließlich das Bergfest und das Abschlussfest, das mit einem Nationalitätenabend verbunden wurde. Die Jugendlichen ließen nicht nur das Workcamp in Form von Sketchen Revue passieren, sondern präsentierten außerdem ihre Heimatländer, manche sogar in kulinarischer Form.

Nach zweieinhalb Wochen hatten sich alle lieb gewonnen und feste Freundschaften geschlossen, die oft bis heute halten. Um so schwerer fiel dann der Abschied. Sicher ist, dass alle ein dickes Bündel schöner Erinnerungen mit nach Hause nehmen konnten und die Erlebnisse gewiss nicht allzu schnell vergessen werden. Doch nicht nur die Teilnehmer werden oft an die schöne Zeit zurückdenken, auch vor Ort hat die bunte Truppe einen gewaltigen Eindruck hinterlassen und gezeigt, wie gut man trotz sprachlicher Grenzen und kultureller Unterschiede zusammenleben kann.

Ein Bericht von Carsten

 

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