Geschichte der Kriegsgräberstätte des Johannisfriedhofs Dresden

Schon im Jahre 1938 wurde von der Dresdner Stadtverwaltung eine Anfrage gestellt, ob Flächen für zukünftige Massenbestattung auf dem Johannisfriedhof vorhanden sind. Am 1. September 1939 begann schließlich der 2. Weltkrieg. Sechs Jahre später kam die Zerstörung des Krieges auch nach Dresden. Die amerikanischen und englischen Bomber zerstörten weite Teile der Stadt, wobei circa 25000 Menschen ums Leben kamen. Etwa 3600 Opfer des Angriffs, überwiegend aus den Stadtteilen Striesen und Johannstadt, wurden auf den Johannisfriedhof gebracht, dort in einem provisorisch aufgestellten Bauwagen registriert und schließlich bestattet. Aufgrund der Vielzahl der Opfer wurden die Leichname in der Grabgrube übereinander geschichtet und nur eine 60 cm dünne Schicht Mutterboden aufgetragen, statt wie gewöhnlich circa 180 cm.

In den ersten Jahren zierte die Grabstätte ein schlichtes Holzkreuz von 6 Metern Höhe. Ebenso wurden viele individuelle Grabsteine auf dem Ehrenhain aufgestellt. Über die Zeit reichten jedoch immer mehr Besucher Klagen ein, in denen sie sich über den schlechten Pflegezustand der Kriegsgräberstätte beschwerten. Im Jahre 1958 wurde der Bau eines neuen Schöpfbrunnens genehmigt, welcher aber erst 1965 fertiggestellt wurde, da das Baumaterial in dieser Zeit sehr knapp war. Diese Maßnahme war Teil einer umfangreichen Umgestaltung. Die privaten Grabsteine wurden 1971 entfernt, anstelle des Holzkreuzes eines aus Sandstein aufgestellt und vier einheitliche geometrische Grünflächen angelegt. Auf die schlichten Grabflächen pflanzte man junge Bäume. Später wurden Symbolkreuze auf den Grabfeldern aufgestellt. So erhielt der Ehrenhain einen schlichten und würdigen Charakter, den er bis zum heutigen Tage beibehalten hat.

Noch immer werden auf dem Johannisfriedhof Opfer des Bombenangriffs vom 13/14. Februar 1945 bestattet, welche bei Spontanfunden in Dresden geborgen werden. So erhöht sich die Zahl der im Ehrenhain bestatteten Kriegsopfer Jahr um Jahr.

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