„Wenn ich untergehe, lasst meine Bilder nicht sterben“, bat der Maler Felix Nussbaum seine belgischen Bekannten. Dieser Wunsch hatte einen Grund: Der 1904 geborene Vertreter der „Neuen Sachlichkeit“ war Jude und auf der Flucht. Er wurde 1944 verhaftet und im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau umgebracht. Doch seine Werke haben ihn überdauert und sind heute von nahezu unschätzbarem Wert.
Der Krieg und die grausame Willkür der Gewaltherrschaft machen vor begnadeten Talenten nicht Halt. In einer Broschüre hat der Volksbund im vergangenen Jahr sechs deutsche Opfer beider Weltkriege und der Gewaltherrschaft mit einigen ihrer Werke porträtiert. Im Jahr 2011 folgten die Porträts von sechs Russen. Diese Reihe soll fortgesetzt werden!
Wenn wir am 13. November – am Volkstrauertag – der Opfer von Krieg und Gewalt gedenken, dann denken viele von uns an einen ganz besonderen Menschen aus dem eigenen Familien- und Freundeskreis. Sie erinnern sich an ihn, wer er war und wie er war, was er an besonderen Talenten hatte. Der Tod eines jeden von ihnen hat die Welt um diesen Beitrag ärmer gemacht.
Wir laden Sie herzlich ein zu unserer
Gedenkfeier zum Volkstrauertag am 13. November, 11.00 Uhr
in den Plenarsaal des Sächsischen Landtages,
01067 Dresden, Bernhard-von-Lindenau-Platz 1,
und zur anschließenden Kranzniederlegung
auf dem Dresdner Nordfriedhof, Marienallee.
Die Arbeit des Volksbundes erinnert immer wieder daran, dass Krieg und Gewalt Menschenleben fordern und unsere Welt unwiederbringlich um so viele besondere Talente berauben. Dies darf nicht vergessen werden, gerade heute nicht.
Bitte helfen Sie dabei, wenn Sie es möchten, mit einer Spende.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Prof. Dieter Landgraf-Dietz
Landesvorsitzender


