Jugendliche erinnerten an Kriegsgreuel
Der erste "stille" Sonntag - der Volkstrauertag - ist den Toten der Weltkriege und den Opfern der Gewaltherrschaft aller Nationen gewidmet. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge nimmt sich dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe seit vielen Jahrzehnten an und gestaltet den staatlichen Trauertag.
Amtsvorsteher Ralf Feddersen sowie Volksbund-Geschäftsführer Konstantin Henkel begrüßten rund 150 Besucher, Vertreter sämtlicher Gemeinden des Amtes und der Stadt Schleswig, zahlreicher Verbände sowie der Bundeswehr zur Gedenkstunde an der Kriegsgräberstätte auf dem Karberg am Haddebyer Noor.
Mit Kreisbrandmeister Rainer Erichsen übernahm erstmalig ein Vertreter der Freiwilligen Feuerwehren die Gedenkrede. Mit seinem Blick zurück auf verheerende Weltkriege und deren Opfer in aller Welt erinnerte Erichsen ebenso an die Opfer der heutigen Zeit. "Auch heute herrscht Krieg. Damit ist der Volkstrauertag aktueller denn je und ein wichtiger Beitrag gegen das Vergessen", sagte Erichsen.
Auch in diesem Jahr gestalteten Schüler aus den zehnten Klassen der Dannewerk-Gemeinschaftsschule mit Lehrerin Hanna Henkel die Gedenkstunde am Karberg aktiv mit. Unter dem Thema "Menschen - Opfer von Menschen" wandten auch sie sich gegen das Vergessen. Für die Schüler Dany, Simon, Julia, Marie-Sophie und Anja war es etwas besonders Wichtiges, ihre Gedanken und Hoffnungen auf eine bessere Welt an diesem Ort des Gedenkens vortragen zu dürfen. "Für uns ist es wichtig, daran zu erinnern, was an schrecklichen Dingen passiert ist. Mit unseren Worten wollen wir dazu beitragen, dass es nicht vergessen wird", sagten die Schüler.
Amtsvorsteher Feddersen dankte Lehrerin Hanna Henkel für ihr jahrelanges Engagement in der Organisation und für die Gestaltung der Gedenkveranstaltung. Die Amtsfeuerwehrkapelle und der "SoLATiDo"-Chor aus Fahrdorf umrahmten die feierliche Gedenkstunde musikalisch. Die Freiwilligen Feuerwehren des Amtes Haddeby und die Soldaten des Aufklärungsgeschwaders 51 "Immelmann" übernahmen die Ehrenwache auf dem Kriegsgräberfriedhof.
Nach Totengedenken und Kranzniederlegung endete die Gedenkstunde.
(Text: Schleswiger Nachrichten)



