3.500 Euro von der Bundeswehr - doch bald Ende der Wohltaten?

Scheckübergabe vom traditionellen Erbsensuppenverkauf in Flensburg

21. März 2016

Schecks von der Bundeswehr: Dagmar Jonas (Stadt Glücksburg), Horst Bendixen, Marquardt Petersen (Spendenparlament) und Heidemarie Winkelmann (v.l.) freuen sich mit Bastian Jürgeleit und Torsten Grefe (Bundeswehr, hinten v.l)

Zahlreiche Organisationen in Flensburg profitieren vom Erbsensuppen- und Punschverkauf der Bundeswehr....hoffentlich auch noch in den nächsten Jahren

Selten war die Bundeswehr so dicht an den Bürgern wie bei dieser Veranstaltung am 16. März 2016, der Ausschüttung des Reinerlöses des vorweihnachtlichen Verkaufs von Erbsensuppe und Punsch. Insgesamt kamen im Jahr 2015 stolze 32.500 Euro zusammen.

Die Stadt Glücksburg erhielt 4.000 Euro für die Arbeit der Grundschule. Das Spendenparlament kann 2.500 Euro an Bedürftige verteilen, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. wurde mit 3.500 Euro unterstützt und die Stadt Flensburg konnte ihren Anteil von 15.000 Euro an 17 Institutionen und Initiativen verteilen. Der Rest ging an das Soldatenhilfswerk und das Bundeswehr Sozialwerk.

„Ich bin begeistert, die Flensburger sind begeistert“, so Horst Bendixen, Leiter des Fachbereiches Soziales. Von den 700.000 Euro, die die Bundeswehr in 39 Jahren mit dem Suppenprojekt eingenommen hat, habe die Stadt 338.000 Euro erhalten und damit 297 Projekte gefördert.

Doch die Freude in der "Oase Mürwik" (früheres Soldatenheim) war nicht ungetrübt. Die Zukunft der Erbsensuppe ist in Gefahr. Das Damoklesschwert einer Bundeswehr-Verordnung, die den Verkauf von Erbsensuppe und anderer Speisen außerhalb von Kasernen verbietet, schwebte deutlich spürbar über der eigentlich äußerst erfreulichen Zusammenkunft, die überdeutlich machte, welch positive Wirkung das Tun der Soldaten aus den Standorten Flensburg (Marineschule und Schule für Strategische Aufklärung), Meierwik und Kropp für eine Vielzahl gemeinnütziger Initiativen hat.

„Man müsste der Bundeswehr vermitteln, was alles mit den Einnahmen aus dem Suppenverkauf gefördert wird“, sagte einer der Teilnehmer. Horst Bendixen möchte zusammen mit den bedachten Initiativen ein Schreiben an das Verteidigungsministerium auf den Weg bringen, mit dessen Hilfe für den Erhalt der segensreichen Einrichtung plädiert wird. „Wir hoffen auf eine positive Reaktion auf die Anträge und die eingeleiteten Maßnahmen“, sagte Oberstleutnant Torsten Grefe, der in Vertretung des Standortältesten, Oberstleutnant Manfred Saust, die Gäste begrüßte. Noch sei jedoch nicht entschieden, ob es eine Ausnahme für Flensburg geben werde, um den segensreichen Verkauf der Suppe weiter zu ermöglichen.

Die Vorsitzende des Kreisverbandes Flensburg des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Frau Heidemarie Winkelmann, brachte es auf den Punkt: „Die Erbsensuppe in Flensburg ist Kult, sie darf nicht untergehen.“

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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