Auf den Spuren der Hanse

Eine Mitgliederinformationsfahrt nach Lübeck und anderswo

19. Mai 2016

Im Europäischen Hansemuseum Lübeck

Rettungsboot der PAMIR in der Jacobikirche

Der Friedhof für Tote der CAP ARCONA-Katastrophe in Haffkrug

....hier wurde auch ein Gesteck durch die Reisegruppe niedergelegt

Am 18.05.2016 machten sich 24 Förderer des Kreisverbandes Kiel im Rahmen einer Mitgliederinformationsfahrt auf den Weg nach Lübeck.

Erstes Ziel war dort das erst 2015 eröffnete Europäische Hansemuseum. Erzählt wird von Aufstieg, Macht und Niedergang der Hanse. Es ist genug Stoff für Geschichtsbücher und Legenden über Mythos, Macht, Wandel, Waren und Gemeinschaft – alles präsentiert mit einer selbst erklärenden und durch moderne Medien unterstützten Leichtigkeit.

Die im 2. Weltkrieg nicht zerstörte Jacobikirche – unser nächstes Ziel – ist traditionell die Kirche der Seefahrer, Bootsleute und Fischer. In ihr hielten die dem nassen Element Verbundenen ihre Gottesdienste ab, gedachten der untergegangenen Schiffe sowie ihrer Besatzungen und sorgten für die Hinterbliebenen. Hier wird auch das “Rettungsboot 2“ als Zeugnis der am 21.09.1957 südlich der Azoren gesunkenen Viermastbark PAMIR in einer Kapelle bewahrt. Von den einst 86 Mann Besatzung überlebten nur sechs den Hurrikan.

Entlang der Bäderstraße fuhren wir zu unserem letzten Ziel von Travemünde über Niendorf, Timmendorfer Strand und Scharbeutz zum leider etwas versteckt liegenden Ehrenfriedhof für die Toten der “Cap Arcona“- und “Thielbek“-Katastrophe in der Nähe von Haffkrug. Insgesamt 1.128 Opfer des Untergangs vom 03.05.1945 sind hier bestattet. Nach einem Angriff der Royal Air Force, die eine Absetzbewegung deutscher Truppen über die Ostsee vermutete, kamen bei dem Untergang der Schiffe unweit vor Neustadt in Holstein etwa 7.000 Menschen – fast nur KZ-Häftlinge, die nach der Auflösung u.a. des Konzentrationslagers Neuengamme und deren Außenlagern auf Todesmärsche geschickt wurden – ums Leben. An den ehemaligen Ankerplätzen der “Cap Arcona“ und “Thielbek“ befinden sich im 18 Metern Tiefe noch immer Skelettteile.

Mit den Gedanken an das Erlebte auf dieser Tagesfahrt ging es anschließend wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt nach Kiel.

Reinhard Rakelmann, Kreisgeschäftsführer

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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