Die Toten rufen uns zu: Lasst euch nicht verführen

Volkstrauertag in Husum mit Beteiligung von Konfirmanden

15. November 2016

Zahlreiche Kränze wurden am Ehrenmal niedergelegt

...vom Kreisverband des Volksbundes

...für die Stadt Husum

...den Kreis Nordfriesland

und durch die Bundeswehr

Kriege sind an Grausamkeit nicht zu überbieten, das machte Pastor Andreas Raabe mit seinen Konfirmanden am diesjährigen Volkstrauertag im Husumer Schloss deutlich.

Im Vorfeld hatten sich die jungen Konfirmanden mit Feldpostbriefen aus dem Ersten Weltkrieg auseinandergesetzt. Im Gottesdienst trugen Sie hieraus vor.

So zitierte Leo Renken (14) den damals 20-jährigen Theologiestudenten Paul Boelicke, der als Soldat in Verdun fiel: „Verdun, ein furchtbares Wort - unzählige Menschen, jung und hoffnungsvoll haben hier ihr Leben lassen müssen. Ihre Gebeine verwesen nun irgendwo. Dahin sind alle Träume von Frieden und Heimat, der Mensch wird zum Wurm und sucht sich das tiefste Loch." Er wachse in friedlichen Zeiten auf und "es ist mir unvorstellbar, alles hinter mir zu lassen, um Leute, die ich nicht kenne und die mir nichts getan haben, zu erschießen“, sagte er.

Die vielen Toten seien eine Mahnung an uns alle, sagte Pastor Raabe in seiner Predigt. "Sie rufen uns zu: lasst euch nicht verführen."

Bürgermeister Uwe Schmitz , der mit Bürgervorsteher Peter Empen am Ehrenmal einen Kranz der Stadt Husum niederlegte, sagte, dass es für ihn im Krieg keine Helden, sondern nur Opfer gebe. Doch der Opfer der Weltkriege zu gedenken, reiche nicht aus. Vielmehr sei es notwendig, aus den schrecklichen Ereignissen der Vergangenheit die richtigen Schlüsse für die Gegenwart und die Zukunft zu ziehen.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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