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Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
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Liebe Leserinnen und Leser,
regelmäßig erreichen uns interessante Manuskripte und Bücher zu verschiedenen Volksbund-Themen. Leider ist es aus zeitlichen Gründen nicht möglich, diese Literatur angemessen zu besprechen. Daher hat sich der Volksbund entschlossen, diese Bücher mit kurzen Angaben zu Verfasser, Titel, Bezugsquelle und Klappentext hier im Internet vorzustellen. Bestellen können Sie diese Werke allerdings nur im Buchhandel oder beim Autoren selbst - und nicht beim Volksbund.
Wenn Sie wollen, dass an dieser Stelle auch auf Ihr Buch hingewiesen wird, schreiben Sie uns bitte an:

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.

Werner-Hilpert-Straße 2 – 34117 Kassel

Redaktion – Stichwort: Literaturhinweise


E-Mail: redaktion@volksbund.de

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Ihre Volksbund-Redaktion



Müller, Martin „Vernichtungsgedanke und Koalitionskriegsführung“:
Das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn in der Offensive 1917/1918. Diese durch den Autor überarbeitete und erweiterte Dissertation behandelt die Offensiven der Mittelmächte auf dem italienischen und französischen Kriegsschauplatz zwischen Herbst 1917 und Sommer 1918. Ausgehend von den von Clausewitz dargelegten Grundsätzen der Kriegsführung wird gezeigt, wo die Ursachen für das Scheitern der deutschen strategischen Offensive im Jahre 1918 lagern und wie es zu diesen Fehlentscheidungen gekommen ist. Weiteres werden die politischen Zerwürfnisse zwischen dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn behandelt, die zur Infragestellung des Grundkonsenses gemeinsamen militärischen Handelns führten. Auch hier ist eine der wesentlichen Ursachen für die Niederlage der Mittelmächte zu finden. Nicht zuletzt durch jahrzehntelang kaum oder gar nicht zugängliche Archivalien, die in der ehemaligen DDR lagern, konnte diese Forschungsarbeit geleistet werden, die einige bisher unbekannte Gesichtspunkte erschließen konnte und damit eine neue Analyse des militärischen Geschehens in dem behandelten Zeitraum ermöglichte. Der Autor: Dr. Martin Müller ist nach dem Studium der Geschichte und Philosophie während seiner jahrelangen Forschungstätigkeit in etlichen Archiven gewesen, wo er sich vor allem um die Dokumentation und Ersatzdokumentation der preußisch-deutschen Heeresakten des Ersten Weltkrieges bemüht hat. Er war zeitweilig als Angestellter mit Werksvertrag im Bundesarchiv-Militärarchiv in Freiburg tätig. Heute arbeit er als freier Historiker. Erschienen: ARES Verlag; ISBN 3-902475-10-2; 446 Seiten


Müller, Wolfgang "Zehn Tage im April 1945":
Das Schicksal der Soldaten Emil Göitz und Alfred Schreiber. Als das Ende des Krieges bereits absehbar war, am 10. April 1945, desertierten zwei junge Soldaten von ihrer Einheit. Sie versteckten sich bei einem Dorf nahe der Stadt Selb/Bayern und wurden z.T. von der Bevölkerung unterstützt. Die Gendarmerie wurde auf sie aufmerksam. Der Volkssturm rückte aus, um sie zu verhaften. Einer wurde auf der Flucht erschossen, der andere in die Stadt Selb gebracht. Dort erschien wenige Tage später das Wehrmachtsstandgericht Helm, dessen vierzehntägigen Weg durch Oberfranken von Coburg über Hof nach Selb 32 Hinrichtungen säumten. In einer öffentlichen Inszenierung sollte der Deserteur am 15. April 1945 auf dem Selber Marktplatz gehenkt werden. Die Hinrichtung schlug jedoch zweimal fehl. Sie wurde ohne Publikum außerhalb der Stadt nachgeholt. Zu dieser Zeit standen die Amerikaner bereits 20 km von Selb entfernt. Am 19 April war der Krieg für Selb zu Ende. Das Standgericht Helm fällte und vollstreckte an diesem Tag in Frühbuß im Erzgebirge weitere Todesurteile. Erschienen: Verlag G. Arzberger, 9100 Selb-Oberweißenbach, Telefon/Fax: 09287-3598, E-Mail: GAVerlag@t-online.de, ISBN 3-927313-33-5, 98 Seiten, 7 Euro


Namanny, Johannes: "Die besten Jahre", Tagebücher eines Friesen 1941-1945:
Bei der Bearbeitung der Tagebücher meines Vaters, Johannes Namanny, stand der historische Wert im Vordergrund. Zum einen ist es ein Stück Familiengeschichte aber auch Zeitgeschichte, die stattgefunden hat. Es waren sicher auch die besten Jahre eines Lebensabschnittes, in denen man gewöhnlich von anderen Dingen träumt. Es ging um wichtige Jahre seines Lebens, in denen er sich den Weg und den Verlauf nicht aussuchen konnte. Er wurde in den Krieg hineingezogen. Zu beziehen bei: Johannes Namanny, Dorfstr. 202, 25920 Risum-Lindholm.


Nerée, Helma „Erinnern – nie vergessen!“:
In Erinnerung an ihren Vater Gerhard Schmitt, der 1946 in einem Lager der NKWD in Mühlberg an der Elbe jämmerlich verhungern musste, hat Helma von Nerée die private Familiengeschichte aufgeschrieben, die durch die Widrigkeiten von Krieg und Nachkriegszeit wahrscheinlich in vielen deutschen Familien Analogien aufwiest. Allerdings hat sie dabei den Weg vom Tiefpunkt des Familienschicksals – immer gespickt mit typischen und aussagekräftigen Dokumenten oder Zeitungsartikeln – bis in die Nachwendezeit weiterverfolgt. Diese Betrachtung mündet dann in einem politischen Resümee, das insbesondere die mangelhafte Aufarbeitung des kommunistischen Unrechts nach 1990 anklagt. 2007 erschienen im Eigenverlag: Großformat DIN A4; 362 Seiten; broschiert; € 25,00; 2009 erschienen im Eigenverlag gekürzte und aktualisierte Ausgabe als Taschenbuch: 424 Weiten; ISBN 978-3-00-29456-3: € 17.90.


Neuber, Claus "Marsch aus dem Untergang":
Erlebnisbericht eines Rückkämpfers vom Zusammenbruch der 'Heeresgruppe Mitte' im Sommer 1944 in Weißrussland, eine der schwersten und verlustreichsten Katastrophen auf dem Territorium der Sowjetunion. Aus eigenem Erleben beschreibt der Autor zunächst den dramatischen Rückzugskampf der 'Heeresgruppe Mitte' und ihren Untergang. Danach den langen und abenteuerlichen Weg der hierbei versprengten und von jeder Verbindung und Versorgung abgeschnittenen Reste der Armee weit im Hinterland der - inzwischen unaufhaltsam bis zur Reichsgrenze - vorgedrungenen sowjetischen Armee. Der Leser erlebt eine erschütternde Odysee unter kaum vorstellbaren Verhältnissen, begleitet von Geschehnissen, welche die Grenzen des Menschseins aufzeigen und dabei den Wert von Kameradschaft und Treue bis zum Letzten erkennen lassen. Mit diesem mitreißenden Buch wird allen an den Ereignissen beteiligt gewesenen Soldaten, den zahllosen, vielfach verschollenen Opfern und denen, die glücklich zurückgekehrt sind, ein literarisches Denkmal gesetzt. Erschienen 2007 im Druffel & Vowinckel Verlag, 82266 Inning am Ammersee, Landsberger Straße 57. Hardcover 368 Seiten, ISBN 978-3-8061-1182-8; 19,90 Euro.


Ochsenknecht, Ingeborg "Als ob der Schnee alles zudeckte" Eine Krankenschwester erinnert sich Kriegseinsatz an der Ostfront":
Sie glaubte, mit Hitler würde alles besser werden. Als der Krieg ausbrach, war ihr sehnlichster Wunsch, dem Vaterland zu dienen. Im Frühsommer 1941 wird sie als Rotkreuzschwester an der Ostfront eingesetzt, gelangt über Polen bis weit hinein in den Kaukasus. Doch was als großes Abenteuer beginnt, entwickelt sich mehr und mehr zur Katastrophe. Knapp sechzig Jahre später blickt Ingeborg Ochsenknecht zurück. In einem Tagebuch hat sie damals die wichtigsten Stationen ihrer Odyssee festgehalten und erzählt nun offen und bewegend über ihre Naivität und Verdrängung, über Panik und Trauer, über Leid und Tod und über den immer stärker werdenden Wunsch nach Frieden. Econ Verlag - ISBN 3-430-17245-4


Ochssner, Dorle "Warum?":
Heute möchte ich kurz auf den 25. April 2003 zurückblicken: Dies war der Tag, an dem das Grab von Oberstleutnant und Ritterkreuzträger Heinrich Ochssner, Bataillonskommandeur der 132. Infanterie-Division, in der Nähe des Gehöftes Indrikeni / Lettland gefunden wurde. Zusammen mit weiteren Kameraden ist er dort im September 1944 bestattet worden. Von diesen Gräbern war oberirdisch die ganzen Jahre nichts mehr zu sehen. Um so erstaunlicher ist es, dass es seiner Ehefrau nach fast 59 Jahren mit Hilfe des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge gelungen ist, diese Gräber zu finden. Den dort bestatteten deutschen Soldaten konnte damit eine letzte und würdige Ruhestätte auf dem neuen Soldatenfriedhof in Riga-Beberbeki gegeben werden. Ein Kreis hatte sich geschlossen... Dorle Ochssner - die in Kanada lebende Witwe von Oberstleutnant Heinrich Ochssner - hatte sich im September 1944 selbst das Versprechen auferlegt, das Grab ihres gefallenen Mannes zu finden. Sie wurde deswegen oft belächelt, aber sie hielt ihr Versprechen. Am 25. April 2003 hatte sie es eingelöst! Sie war damals selbst mit vor Ort dabei, als die Gräber bei Indrikeni, im östlichen Teil Lettlands, gefunden wurden. Ohne ihre hartnäckigen, über Jahre andauernden Nachforschungen, wäre dies mit Sicherheit nicht möglich gewesen. Ich denke fast, dass dies in Deutschland der einzige Fall ist, bei dem es einer Kriegerwitwe des Zweiten Weltkrieges gelungen ist, das Grab ihres gefallen Mannes zu finden und bei der Umbettung im fernen Lettland selbst mit anwesend zu sein. Dazu gehört eine gehörige Portion Mut! Unter: "Geschichte einer Kriegerwitwe" ist dies in groben Zügen bereits nachzulesen. Nach all diesen Erlebnissen machte sich kurze Zeit später Frau Ochssner daran, ihre persönliche Geschichte niederzuschreiben. Die kurze, glückliche Zeit, die sie mit ihrem Mann verbringen durfte, und die Jahre danach, die ihr Denken und Handeln bis in die heutige Zeit prägten. Jahre, in denen sie nur ein Ziel vor Augen hatte: Das Grab ihres geliebten Mannes zu finden. Und immer wieder die Frage: "Warum?" Welcher Sinn hatte sein Sterben? Auf diese Frage wird es wohl nie eine passende Antwort geben... Sie hat ihre Erlebnisse und Gedanken in einem 170-seitigen Buch zusammengetragen, welches im Gerhard-Hess-Verlag erschienen ist und ab sofort hier bestellt werden kann. Ein weiterer Bestandteil dieses Buches sind Aufzeichnungen über die 132. Infanterie-Division für den Zeitraum vom 1.4.1941 bis zum November 1943. So kommt auch der militärgeschichtlich interessierte Leser auf seine Kosten. Ich möchte mich an dieser Stelle persönlich, wie auch im Namen der Autorin Frau Dorle Ochssner, beim Gerhard-Hess-Verlag für die vorbehaltlose und uneingeschränkte Unterstützung dieses Vorhabens bedanken. Von Anfang an stand man voll und ganz hinter diesem Projekt. In heutiger Zeit ist dies leider nicht selbstverständlich. Erschienen: Gerhard-Hess-Verlag, 2004, ISBN 3-87336-331-3, 170 Seiten


Oppermann, Heinz "Schicksalsjahre - Erlebnisbericht aus einer gnadenlosen Zeit":
Heinz Oppermann, geboren 1920 in Memel (Ostpreußen), wurde nach dem Abitur am Memeler Luisengymnasium und dem Anschluss seiner Heimat im Jahre 1939 an Deutschland Soldat und erlebte das Ende des Krieges im Mai 1945 an der Kurlandfront in Lettland. Während der Zeit seiner Verwundung studierte der Verfasser vom Herbst 1943 bis Juli 1944 Rechtswissenschaft an der Universität in Prag. Nach der Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 begann der zehnjährige Leidensweg von Heinz Oppermann, den er in diesem Buch schildert, mit seiner Flucht aus Lettland in seine memelländische Heimat über die sowjetischen Straflager bis zur Heimkehr im Dezember 1955. Dieser Erlebnisbericht hat nicht nur das eigene Schicksal des Autors zum Inhalt, sondern ist auch eine anschauliche Darstellung der allgemeinen Lage und der Situation der Menschen in jener Zeit. 188 Seiten, herausgegeben 2006 von Heinz Oppermann, Bonn. Zu beziehen über Werbedruck Köhler, Baumschulenweg 20, 26127 Oldenburg, Tel. 0441 93585-0, Fax 0441 93585-15. Preis: 15,50 Euro zzgl. Versand.


Ostrop, Heinrich "Erzähl mir von zu Hause":
Autobiografie. Ein Buch wollte er nicht schreiben. Seine Kinder und gute Freunde aber drängten ihn, über sein Leben zu berichten. Auch über seine Erlebnisse als zwangsrekrutierter Soldat der Waffen-SS. Er ist einer der letzten Zeitzeugen. Was er über sein Zuhause, über Eltern und sieben Geschwister, über Kirche, Schule und Dorf erzählt, geschieht mit einem hintergründigen Humor, mit einer Verliebtheit in kleine aufschlussreiche Dinge, mit schelmischer Schadenfreude und mit listigem Augenzwinkern. Aber auch mit tiefem Ernst. Mit einem Vorwort von Kurt Biedenkopf und Fritz Pleitgen. Erschienen im agenda Verlag, Münster, 2006, ISBN-10: 3-89688-285-6 oder ISBN-13: 978-3-89688-285-1, 154 Seiten. 14,80 Euro


Otte, Hans Jürgen "Bloß nicht den Russen in die Hände fallen!" Erinnerungen eines Kampffliegers an Krieg und Gefangenschaft 1940-1947:
"Hitlerjugend", „Gefolgschaftsführer", "Kriegsfreiwilliger", "Sturzkampfflieger" - Hans Jürgen Otte kann es kaum erwarten, in den Krieg zu ziehen. In russischer Gefangenschaft kommt er zur Besinnung. Sein Tagebuch, ein einmaliges Zeitdokument, beschreibt das Elend und die Widrigkeiten der Alltagswirklichkeit in den Lagern Susdal, Jelabuga, Kasan und Selenodolsk ebenso wie die Rückbesinnung auf das literarische Erbe der deutschen Kultur. Anders als bei vielen seiner Kameraden dokumentiert sein Leben auf eindrucksvolle Weise einen Neuanfang, der frei von Bitterkeit ist und sich von der Versöhnung mit dem einstigen "Feind" tragen lässt. Erschienen: 2005 Donat Verlag, Borgfelder Heerstraße 29, 28357 Bremen, ISBN 3-934836-84-4, 213 Seiten


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