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Arbeitsbilanz 2008

Sehr geehrte Freunde und Förderer,
wieder haben wir ein spannendes, arbeitsreiches
Jahr hinter uns gebracht! Aus den vielen
berichtenswerten Ereignissen möchte ich gern
herausgreifen, dass es uns endlich gelungen ist,
die jahrelang unbestatteten 5 400 Kriegstoten in
Tschechien auf einem neuen Sammelfriedhof in
Eger beizusetzen. Allen, die auf deutscher und
tschechischer Seite geholfen haben, sage ich –
auch im Namen der Angehörigen – herzlichen
Dank! Der Ausbau des Friedhofs beginnt demnächst.
Ich setze darauf, dass unsere Förderer
auch weiterhin großzügig mit Spenden dabei
helfen werden, diese und die vielen anderen anstehenden Aufgaben zu bewältigen. Ein gutes
Zeichen ist dabei für mich, dass die Zahl unserer
aktiven Spender nicht mehr weiter gesunken
ist und auch die Einnahmen aus Erbschaften
und Vermächtnissen deutlich gestiegen sind.
Nur die Mitgliederwerbung bleibt leider ein
Problem. Wir hoffen, es mit Ihrer Hilfe lösen zu
können.
Zu den besonderen Ereignissen des Jahres
rechne ich auch die bewegende Einweihung des
Sammelfriedhofs in Apscheronsk und die konsequente
Fortsetzung unseres Projektes „Namen
für Rossoschka“.
Sehr gefreut habe ich mich darüber, dass der
luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude
Juncker als ausgewiesener Euro päer am Volkstrauertag die Rolle der Kriegsgräberfürsorge in
Europa verdeutlicht hat – dem Kontinent, der
im 20. Jahrhundert wie kein anderer die Erfahrungen von Krieg und Gewalt gemacht hat.
Noch heute sind nicht alle Folgen zweier Weltkriege und der Gewaltherrschaften überwunden.
Die Bedeutung eines aktiven Engagements
für Versöhnung und Frieden über Grenzen hinweg
wird steigen. Der Volksbund wird sich deshalb
künftig stärker als bisher an der Weiterentwicklung der Gedenk- und Erinnerungs kulturen in Europa beteiligen. Im Jahr 2008 ist mit
einem besonderen Kolloquium, das unter anderem
die Frage des Umgangs mit den Gräbern
der im Ausland umgekommenen Angehörigen
der Bundeswehr beleuchtet hat, ein Meilenstein
gesetzt worden. Vieles steht noch an, auch im
internen Prozess. Altvertrautes wird auf den
Prüfstand gestellt, Sinngehalt und Machbarkeit
neuer Ideen müssen bewiesen werden.
Ich bitte alle, die uns im Volksbund schon
bisher mit Rat, mit Tat und mit Geld geholfen
haben: Bitte begleiten Sie uns auf diesem Weg.
Danke für Ihre Hilfe!
Ihr

Reinhard Führer
Präsident
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