Aktuelle Neuigkeiten vom
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
 
Volksbund Web-Suche:
























Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Spendenkonto: 3 222 999 - Bankleitzahl 520 400 21 bei der Commerzbank Kassel
 

Die Zeit drängt
 
es gilt eine große Aufgabe zu lösen



Liebe Volksbundfreunde,

in dieser Broschüre dokumentieren wir den aktuellen Stand unserer Arbeit in den Ländern des heutigen Osteuropas. Wichtige Fortschritte konnten erzielt werden, aber es bleibt noch ein langer Weg bis zum Ziel.

In den Staaten des einstigen Ostblocks starben während des Zweiten Weltkrieges etwa drei Millionen deutsche Soldaten, und damit doppelt soviel wie im Westen. Während der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge recht bald nach dem Krieg in Westeuropa und Nordafrika mit seiner Arbeit beginnen konnte, ließ dies die politische Lage im "Osten" nicht zu. Bis zum Jahre 1990 hatten wir nur sehr begrenzte Arbeitsmöglichkeiten. In den meisten Ländern Osteuropas gab es keine offiziellen Ansprechpartner und die Pflege deutscher Kriegsgräber wurde nur in wenigen Ländern wie Ungarn in sehr begrenztem Ausmaß geduldet. Die politischen Veränderungen führten dazu, dass wir fast 50 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg endlich auch hier mit unserer Arbeit beginnen konnten.

Nach und nach gelang es der Bundesrepublik Deutschland, mit den meisten Ländern Kriegsgräberabkommen zu schließen, die unser Anliegen auf eine rechtliche Grundlage stellten.

In den Kriegsgräberabkommen sind alle wesentlichen Grundlagen für den Schutz der deutschen Kriegsgräber festgeschrieben: das dauernde Ruherecht, die Erfassung und Sicherung der Ruhestätten, die Umbettung von Kriegstoten auf neue oder bestehende Anlagen sowie die Herrichtung und Pflege von Kriegsgräberstätten.

In den Abkommen ist der Volksbund mit der Durchführung beauftragt. Das erste und wichtigste Abkommen über die Kriegsgräber im Osten wurde im Dezember 1992 mit der Regierung der Russischen Föderation abgeschlossen. Inzwischen sind 18 Abkommen in Kraft getreten (siehe auch letzte Seite im PDF-Download).

Unser Ziel ist es, den Angehörigen in einem absehbaren Zeitraum die Möglichkeit zu geben, die deutschen Kriegsgräberstätten in den Ländern zu besuchen, wo dies bislang nicht möglich war. Dies bedeutet für den Volksbund, seine Anstrengungen zu vervielfachen und seine Organisation an ständig neue Bedingungen anzupassen.

Für die nächsten Jahre haben wir uns vorgenommen, in möglichst vielen Ländern gleichzeitig präsent zu sein, Friedhöfe anzulegen, die Kriegsopfer umzubetten und würdig zu bestatten.

Der Volksbund arbeitet wie bisher eng mit der Deutschen Dienststelle in Berlin als Rechtsnachfolgerin der Wehrmachtauskunftsstelle für Kriegerverluste und Kriegsgefangene sowie mit dem Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes in München zusammen. Rund 1,8 Millionen Verlustmeldungen für das Gebiet der ehemaligen Sowjetunion sind bei der Deutschen Dienststelle registriert. Beim Suchdienst in München sind die Daten von 1,2 Millionen Vermissten gespeichert. Seit Beginn unserer Arbeit haben Volksbundmitarbeiter schon 500 000 Gefallene aus gefährdeten Grablagen geborgen und auf neu entstandene oder bestehende, ausgebaute Sammelfriedhöfe umgebettet.

Der Volksbund pflegt zur Zeit die Gräber von zwei Millionen Kriegstoten auf rund 827 Friedhöfen in 45 Ländern. Davon liegen rund 450 Anlagen in Osteuropa.

Für ihre Erhaltung und die Fortsetzung der Suche nach den Kriegstoten, ihre Bergung und Bestattung brauchen wir Ihre Unterstützung. Danke für Ihre Hilfe!

Rainer Ruff,
Generalsekretär

...zurück zur Homepage Direkt Kontakt Impressum Drucken


Download

Informationen zu unserer Arbeit in Ost-, Mittel- und Südosteuropa
Eine Kirche baut Brücken
Über 1 000 Gäste waren dabei, als am 20.09.03 die Kirche "Mariä Himmelfahrt" in Sologubowka an die Gemeinde übergeben wurde.


Stalingrad – Erinnerung
an ein Inferno

Für viele tausend Menschen bedeutete Stalingrad Untergang und Tod. Vor diesem tragischen Hintergrund gedenkt der Volksbund der Opfer.



Arbeitsbilanz 2009



Die Zeit drängt

Informationen zu unserer Arbeit in Ost-, Mittel- und Südosteuropa


Deutsches Riga-Komitee
Opfer der Deportation in das Rigaer Ghetto erhalten würdige Grabstätte


Feldpost aus Stalingrad
Briefe in russischem Archiv wieder aufgetaucht



  Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. · Bundesgeschäftsstelle · Werner-Hilpert-Straße 2 · 34112 Kassel