Patientenverfügung - Vorsorgevollmacht - Betreuungsverfügung

Broschüre "gut vorgesorgt 1:
Informationen zur Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung"

Der Tod und das menschenwürdige Sterben - Themen, die keiner gern anspricht oder gar freiwillig dafür Vorsorge trifft. Doch es kann jeden von uns treffen, beim Gang über die Straße, auf der Fahrt zur Arbeit oder einfach in den eigenen vier Wänden. Der Schicksalsschlag ist nicht altersabhängig, auch wenn die ältere Generation hier eher betroffen ist. Von einer Minute auf die andere kann jeder von uns pflegebedürftig werden und kompetente Hilfe benötigen. Auf Angehörigen liegt dann eine besonders Last, wenn unklar ist, wie viel medizinische Behandlung eine pflegebedürfte Person gewollt hätte.

Deshalb sollte jeder - egal wie alt - sich mit diesem Thema frühzeitig auseinandersetzen und seinen ganz persönlichen Willen für den Ernstfall formulieren. Dabei will Ihnen die kleine Broschüre "gut vorgesorgt 1" eine Hilfe sein. In ihr werden keine Stellungsnahmen abgegeben und es gibt auch keine religiösen, ethischen oder weltanschaulichen Betrachtungen. Wir informieren Sie einfach und auf dem neuesten juristischen Stand und wollen Ihnen Mut zur Ihrer eigenen Entscheidung machen.

Besonders für den Bereich der Patientenverfügung gibt es aktuelle Änderungen, die uns alle betreffen: Nur zu sagen, dass „keine lebenserhaltenden Maßnahmen“ gewünscht sind, reicht nicht aus, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in 2016. Bindend seien die Festlegungen nur dann, wenn einzelne ärztliche Maßnahmen genannt oder Krankheiten und Behandlungssituationen klar genug beschrieben würden, urteilten die Karlsruher Richter.

Bei der Zusammenstellung der Broschüre haben wir uns ausschließlich auf die juristische Seite beschränkt und Rechtsanwälte der Deutschen Vereinigung für Erbrecht und Vermögensnachfolge e. V. (DVEV) als Experten zu Wort kommen lassen. Die DVEV ist der bundesweit führende Zusammenschluss von über 2 300 Rechtsanwälten, Notaren und Steuerfachleuten, die sich ständig durch Fortbildung und Austausch auf den Gebieten der Vorsorge auf dem Laufenden halten.

Umfragen ermitteln immer wieder, dass 90 % der Deutschen eine private Vorsorge für das Alter für besonders wichtig halten. Ende 2015 waren laut Ermittlungen des Statistischen Bundesamtes 2,86 Mio. Menschen in Deutschland pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes, rund 783 000 von ihnen (27,4 %) lebten in Pflegeheimen. Im Jahr 2030 wird mit über 3,4 Mio. Pflegefällen gerechnet.

Die Zahl der Menschen, für die eine rechtliche Betreuung eingerichtet worden ist, weil sie psychisch krank, geistig, seelisch oder körperlich behindert sind und daher ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr selbständig regeln können, lag 2015 bundesweit bei knapp 1,3 Mio. (Quellen: Statistisches Bundesamt, Bundesamt für Justiz).

Viele Bürgerinnen und Bürger leben in der Illusion, dass sie auch ohne eindeutige schriftliche Willenserklärung den Partner vertreten könnten, oder glauben, mit einigen Angaben auf einem vorgefertigten Formular einer Patientenverfügung allen Eventualitäten vorgebeugt zu haben. Das ist leider ein Trugschluss. Deshalb freuen wir uns, wenn Sie Ihre ganz persönliche Vorsorge treffen wollen und Sie sich mit diesem Thema auseinander setzen.

Wenn Sie Interesse haben, laden Sie sich hier die Broschüre auf Ihren PC!

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