Einweihung der Kriegsgräberstätte Nobitz

Im Mai 2011 war nach Hinweisen eines Heimatforschers durch einen Reporter der BILD im Leinawald ein menschlicher Oberschenkelknochen gefunden worden. Der Fund ließ auf sowjetische Kriegsgefangene schließen, da sich in besagtem Gelände ein Lager für meist sowjetische Kriegsgefangene befand. Daraufhin wurde der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. hinzugezogen und um Unterstützung gebeten.
Im September 2011 führte der Volksbund im Auftrag des Thüringer Innenministeriums die Suche nach sterblichen Überresten durch. Es gab Vermutungen von bis zu 100 Kriegstoten des 2. Weltkrieges, welche im Leinawald verscharrt worden sein sollten.
In enger Zusammenarbeit der Gemeinde Nobitz, der Staatsanwaltschaft Gera, der Kripo Altenburg, der GRV LUTHE Kampfmittelbeseitigung GmbH und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurden bei dieser ersten Suche die Gebeine von 46 Toten exhumiert. Dabei stellte man fest, dass die vorgesehene Zeit und der Umfang für die notwendige Suche nicht ausreichen. Außerdem konnten bei der Bergung im September 2011 einzelne Gebeine aufgrund des Baumbewuchses zwar lokalisiert, aber nicht exhumiert werden. Deshalb wurde für 2012 eine erneute Suche geplant.
Im April 2012 wurde die Suche nach Gebeinen im Leinawald fortgesetzt. Dabei wurden die sterblichen Überreste von weiteren 20 Toten geborgen. An verschiedenen Stellen im Leinawald sind die Umbetter auch Hinweisen von Anwohnern und Zeitzeugen auf weitere Grablagen in dem von Legenden umwitterten Wald nachgegangen, dies jedoch ohne Erfolg.
Somit wurden im Rahmen dieser Suche im Leinawald die Gebeine von 66 Toten exhumiert. Über ein Dutzend gefundene metallene Erkennungsmarken mit Kennzahlen, legen nahe, dass es sich bei den Toten um sowjetische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene handelt, die im Kriegsgefangenenlager des einstigen Fliegerhorstes Klausa umgekommen sind.
Als hauptamtlicher Umbetter des Volksbundes und Leiter der Exhumierung vor Ort arbeitete Joachim Kozlowski. Er wurde unterstützt durch die ehrenamtlich tätigen Umbetter Hans Schildberg aus Treffurt und Stefan Sander aus Küllstedt.
Ziel der Exhumierung war es, historische Sachverhalte aufzuklären, die Anzahl und wenn möglich Identität der Toten festzustellen und später die Gebeine in würdiger Form auf einem Friedhof zu bestatten.
„Die Kriegsgräberarbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. gilt nicht nur gefallenen Soldaten, sondern allen Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft. Der Sinn des von der Genfer Konvention 1929/49 festgelegten dauernden Ruherechts der Kriegstoten aller Nationen ist es, alle Menschen zu mahnen, Kriege als Mittel der Konfliktlösung zu überwinden.“ So Dr. Michael Krapp, Kultusminister a.D. und Vorsitzender des Landesverbandes Thüringen.
Im Jahr 2013 wurde nach einer umfangreichen Abstimmungs- und Planungsphase zwischen den Beteiligten den Entwurfsplänen für eine neue Kriegsgräberstätte des auf Friedhofsplanungen spezialisierten Büros für Freiraumplanung Möbius aus Erfurt zugestimmt und die benötigten finanziellen Mittel über das Thüringer Landesverwaltungsamt bereitgestellt.

Henrik Hug
Geschäftsführer 

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