Erfurt und Weimar 2014 - Das Pilotprojekt

Im Rahmen der Erinnerung an den Ersten Weltkrieg hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Landesverband Thüringen eine trinationale Begegnung in Erfurt und Weimar organisiert. Vom 30. Juli bis zum 16. August 2014 wurden dadurch 25 junge Menschen im Alter zwischen 16 bis 29 Jahren aus Frankreich, Polen und Deutschland zusammengeführt.

Die TeilnehmerInnen hatten die Gelegenheit, sich intensiv mit dem Thema Krieg zu beschäftigen und ihre Ideen und eigenen Perspektiven auszutauschen. Workshops über den I. und den II. Weltkrieg und der Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald wurden vom ehrenamtlichen Team des Volksbundes organisiert, um die Jugendlichen zu sensibilisieren.

Durch die Kooperation mit der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar sollen sich die Jugendlichen zudem mit den politischen Folgen des Krieges beschäftigen. Schwerpunkte sind hierbei die Weimarer Republik, die neue Staaten-Ordnung in Europa (Polen und Frankreich im Fokus), Menschenrechte, Versailler–Friedensvertrag, Gründung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (1919) etc.
Neben den leichten pflegerischen Arbeiten auf den Friedhöfen in Erfurt und Weimar haben die Jugendlichen Thüringen durch die Besichtigungen von Erfurt, Weimar, Leipzig (natürlich in Sachsen) und den Thüringer Wald besser kennengelernt. Sie hatten natürlich auch Ferienspaß bei Wasserski, Kletterpark, Volleyball und Schwimmen.

Im Rahmen der Begegnung und der Erinnerung an den Ersten Weltkrieg wurde ein Filmprojekt von fünf TeilnehmerInnen ausgearbeitet. Felicia aus Deutschland, Justyna aus Polen, oder Arnaud aus Frankreich traten also vor die Kamera, um ihre Gefühle über den Krieg und die Bedeutung dieser Frage in ihrem Heimatland zu beschreiben. Das Ziel war es, einen Film von etwa zehn Minuten über die Darstellung des Krieges in jedem der drei beteiligten Ländern, nämlich Deutschland, Polen und Frankreich zu gestalten.
Zum Abschluss haben die Jugendlichen bei der Gedenkveranstaltung auf dem Weimarer Friedhof den Opfern aller Konflikte gedacht. Dabei waren auch der Innenminister Thüringens, Herr Jörg Geibert, und der stellvertretende Vorsitzende des Volksbundes Thüringens, Herr Hans-Peter Koch, dessen Reden ins französische und polnische übersetzt worden. Dann wurde jeder Teilnehmende eingeladen, eine weiße Rose am Grab eines Opfers von Krieg und Gewaltherrschaft niederzulegen. Auf der Kriegsgräberstätte des I. Weltkrieges in Weimar ist zudem etwas zu finden, was es eher selten gibt. Hier wurden Soldaten der russischen Armee neben Angehörigen der deutschen Streitkräfte beerdigt.

Leider haben Menschen aus der Vergangenheit (noch) keine Lehren gezogen. Heute wütet auf der Krim, in Syrien, in der Ukraine, im Irak, in Nigeria, oder im Gazastreifen der Krieg.
Deshalb ist die Arbeit des Volksbunds - dessen Motto "Versöhnung über den Gräbern" ist - wichtig, um die Vergangenheit nicht zu vergessen und die Gräuel der unzähligen Kriege in der Zukunft nicht zu wiederholen. Es ist auch wesentlich, dass junge Menschen sich freiwillig engagieren, um sich zu erinnern, andere Kulturen zu entdecken, einander besser zu verstehen und damit in diesen Krisenzeiten zu hoffen, die Verbundenheit zwischen den Völkern Europas zu stärken.

Vielen Dank an alle für diese unvergessliche Erfahrung, dem Volksbund Thüringen, sowie allen TeilnehmerInnen! Das war mein erstes Workcamp und ich würde mich sehr gerne für den Volksbund noch einmal als Teamer engagieren.

Ich hoffe, dass alle so viel Freude wie ich daran gehabt haben, diese trinationale Begegnung mitzumachen, über andere Kulturen Neues zu erfahren, neue Sprachen zu entdecken und mit Leuten aus verschiedenen Nationen zusammenzuarbeiten.

Clement Siche

Französischer Betreuer und Praktikant im Landesverband Thüringen / 2014.

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Eindrücke von der Begegnung

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