Ausstellung zum Ersten Weltkrieg in St. Leon-Rot eröffnet

Arbeitskreis Heimatgeschichte erinnert an die Kriegstoten des Ortes

3. Juni 2016

Bürgermeister Dr. Alexander Eger

Timo Freund, Arbeitskreis Heimatgeschichte

Infotafel des Arbeitskreis Heimatgeschichte

Detail der Tafel

St. Leon-Rot. Bürgermeister Dr. Alexander Eger betonte in seinen Begrüßungsworten anläßlich der Ausstellungseröffnung die Wichtigkeit, gerade heute an die Opfer von Krieg und Gewalt zu erinnern. Von daher freue er sich, die Ausstellung des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge "14/18 Mitten in Europa" im Foyer des Rathauses zeigen zu können. Es sei ihm ein Anliegen, sowohl als Bürgermeister als auch privat die Arbeit des Volksbunds zu unterstützen.

In seiner Erläuterung zur Ausstellung dankte der Bezirksgeschäftsführer Volker Schütze Dr. Eger ganz herzlich für seine vielfältige Unterstützung und die Bereitschaft, die Ausstellung in St. Leon-Rot zeigen zu dürfen. Schütze führte aus, daß die vom Volksbund gepflegten Friedhöfe auch Ort der Erinnerung seien, die Frieden stiften. Denn sie mahnen zur Versöhnung. Die Gräber der einzelnen Kriegstoten würden in ihrer Gesamtheit zu einem riesigen Mahnmal für Frieden und Völkerverständigung. Denn als Friedensorganisation setze sich der Volksbund auch durch seine Jugend- und Bildungsarbeit für Frieden und Völkerverständigung ein.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Schautafel des Arbeitskreises Heimatgeschichte über eine lokale Familiengeschichte. Timo Freund, Mitglied des Arbeitskreises erläuterte anhand seiner Vorfahren, was der Erste Weltkrieg ganz konkret für seine Familie an Tod und Leid bedeutete. Dr. Eger dankte dem Arbeitskreis und Freund für ihren Einsatz, daß die Ortgeschichte nicht vergessen werde. Auch Schütze freute sich über die Tafeln, weil damit das Anliegen des Volksbunds deutlich wird: Aus den abstrakten Zahlen über Gefallene von Schlachten wieder die Menschen zu machen, die dort ums Leben gekommen sind. Aufzeigen, daß mit dem Tod durch Krieg und Gewalt nicht nur der Einzelne sein Leben verlorenen hat, sondern daß damit auch die Familien getroffen werden. Das konkret gezeigte Beispiel mache die Folgen von Krieg sehr deutlich.