Austauschschüler aus dem Kosovo lernen den Volksbund kennen

Arbeit mit Denkmälern

11. Juli 2016

Am Montag lernten 9 Austauschschülerinnen und -Schüler aus dem Kosovo die Arbeit des Volksbundes und Denkmäler des Ersten und Zweiten Weltkriegs kennen.

Die Schülerinnen und Schüler zwischen 15 und 17 Jahren besuchen seit Sonntag zwei Wochen lang ihre Partner des Gymnasiums Engen (einer der 4 Bildungspartner des Volksbundes), wo sie in Gastfamilien untergebracht sind. Unter anderem stehen Fahrten nach Berlin und Straßburg an.

Bildungsreferent Sebastian Steinebach war von Studienrätin Veronika Eck eingeladen worden, um die Arbeit des Bildungspartners vorzustellen. Da dies nicht nur im Klassenraum stattfinden sollte, begaben sich die insgesamt 20 SchülerInnen mit ihren Lehrerinnen zum Engener Denkmal des Ersten Weltkriegs, das an beide Weltkriege erinnert, sowie das 2009 eingeweihte Denkmal "Ich will Frieden". An beiden Monumenten diskutierten vor allem die Kosovaren sehr interessiert über die Darstellungsweisen und verglichen diese mit der Erinnerungskultur im Kosovo. Ihnen wurde bewusst, dass in der Erinnerung an den Ersten Weltkrieg in den 20-er und 30-er Jahren des 20. Jahrhunderts von "Im Felde gebliebenen Helden" die Rede war, wohingegen nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute vor allem das Leid und der Wunsch nach Friede im Vordergrund der Erinnerung stehen.

Eine Engener Schülerin konnte von der kontroversen Diskussion berichten, die immer wieder in Engen geführt wird, wenn es um das Denkmal des Ersten Weltkriegs geht. Dort werden zwei mit einer Fahne marschierende, selbstbewusst aussehende Soldaten gezeigt. Man müsse ein solches Denkmal im Kontext der Zeit sehen, in der es entstanden ist, waren sich die SchülerInnen einig.