Vor 25 Jahren Einweihung der Kriegsgräberstätte Székesfehérvàr (Stuhlweißenburg)/Ungarn

Landesvorsitzender Johannes Schmalzl bei Gedenkfeier

6. Juli 2016

Der „Heilig Geist“-Friedhof in Székesfehérvàr gehörte zu den ersten Kriegsgräberstätten, die der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge nach der politischen Wende in Osteuropa anlegen konnte. In den ersten beiden Workcamps des Volksbundes in Ungarn hatten Jugendliche aus Ulm seinerzeit an der Errichtung dieses Friedhofes für deutsche und ungarische Kriegstote des I. und II. Weltkrieges mitgearbeitet. Eingeweiht wurde die Anlage am 1. Juni 1991 durch den damaligen ungarischen Staatspräsidenten Árpád Göncz. Seither ist Székesfehéràr einer der Patenfriedhöfe des Landesverbandes Baden-Württemberg.

Am vergangenen Donnerstag wurde mit einer Gedenkfeier an das 25jährige Bestehen der Kriegsgräberstätte erinnert. Der stellvertretende Verteidigungsminister Tamás Vargha, die stellvertretende Bürgermeisterin Éva Bràjer, der deutsche Botschafter Dr. Heinz-Peter Behr und der Vorsitzende des Landesverbandes Baden-Württemberg, Johannes Schmalzl, legten Kränze am zentralen Hochkreuz nieder. Gleichzeitig bildete die Gedenkfeier den Abschluss des diesjährigen vierzehntägigen Arbeitseinsatzes von Soldaten des Artilleriebataillons 295 aus Stetten a.k.M. und der ungarischen Honvéd-Armee auf der Kriegsgräberstätte Székesfehérvàr.

Johannes Schmalzl, der Landesvorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in Baden-Württemberg betonte im Zusammenhang mit dem Jahrestag, dass es bei der Arbeit auf den Kriegsgräberstätten nicht allein um die Pflege der Gräber gehe, sondern auch darum, die Erinnerung wach zu halten. „Heute gibt es fast nur noch die Soldatenfriedhöfe, die uns als konkrete Zeugnisse die schrecklichen Folgen eines modernen Krieges vor Augen führen, nämlich Tausende von Toten, Millionen von Verwundeten und unsägliches Leid. Die Kriegsgräberstätten haben ihre Bedeutung als authentische Zeugnisse eines Krieges“ sagte Johannes Schmalzl. Der Gedenkfeier schloss sich ein Empfang im Rathaus von Székesfehérvàr an.